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Deutsch-französische Partnerschaft

19. September 2013

Véronique Riches-Flores zählt ohne Zweifel zu den unbestechlich besten und zuverlässigsten Prognostikern, wenn es um die Entwicklung der Konjunktur in Europa und darüber hinaus geht. Über viele Jahre lag die damalige Europa-Chefökonomin der Société Générale in Paris auch stets ganz oben in der Prognostiker-Auswertung der FTD für Deutschland. Jetzt führt sie ihr eigenes Research, von dem auch WirtschaftsWunder-Leser künftig profitieren sollen – als Teil einer Partnerschaft.

Anders als viele Kommentatoren äußert Véronique übrigens Verständnis für die gestrige Entscheidung der US-Notenbank Fed, den expansiven Kurs doch erstmal noch nicht zurückzuführen. Die wirtschaftliche Lage sei immer noch wackelig, die Unternehmen investierten kaum, und die Langfristzinsen seien seit dem Sommer ohnehin schon stark gestiegen – womöglich zu stark für eine immer noch anfällige Konjunktur.  Tatsächlich sei seitdem die Erholung der Bauwirtschaft abrupt zum Stoppen gekommen.  Auch falle die Arbeitslosenquote vor allem deshalb, weil sich enorm viele Amerikaner frustriert vom Arbeitsmarkt verabschiedet hätten. Und: Die Finanzpolitik der Regierung sei ohnehin schon stark restriktiv wegen der automatischen Kürzungen, die seit Anfang des Jahres wirken. Keine gute Zeit, um den Wirtschaft Geld zu entziehen.

 
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