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Wirtschaftsdienst exklusiv – Budgetüberschuss: Wie kam es dazu?

23. September 2013

Im Jahr 2012 hat der öffentliche Sektor in Deutschland endlich einmal wieder einen Budgetüberschuss erzielt. Aber wie kam der zustande? Der Kieler Ökonom Jens Boysen-Hogrefe zeigt in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, wie es dem deutschen Staat gelang, nach einem Defizit von 104 Mrd. Euro 2010 zwei Jahre später einen Überschuss von 2 Mrd. Euro zu erzielen.

Die Ursachen für diese Wendung sind zum einen der Wegfall von Ausgaben im Zusammenhang mit der Einrichtung der Bad Banks. Auch Konjunkturmaßnahmen waren 2012 nicht mehr erforderlich. All dies hatte 2010 noch den Haushalt belastet. Die konjunkturelle Entwicklung wirkte sich demgegenüber vor allem auf der Einnahmenseite aus. Die überraschend stark steigende Beschäftigung und der damit verbundene Anstieg der Bruttolohn- und -gehaltssumme führte zu sprudelnden Steuereinnahmen. Aber auch die gewinnabhängigen Steuern erreichten Höchststände.

Ein besonderes Kapitel ist die Zinsentwicklung. Der niedrige Zins hat zum einen dazu beigetragen, dass die Staatsausgaben konstant blieben, und entlastete zum anderen die Unternehmen. Für die Zukunft warnt Boysen-Hogrefe allerdings davor, mit weiter niedrigen Zinsen zu rechnen. Er sieht die Konsolidierung auf einem wackligen Fundament.

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