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Konjunktursignale der nächsten Tage

29. März 2014

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: Konjunktursignale der nächsten Tage

Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

In Japan wird am Dienstag der Tankanbericht – die bedeutendste Unternehmensumfrage – veröffentlicht. Von Interesse ist insbesondere die Stimmungsentwicklung im Vorfeld der großen Mehrwertsteueranhebung zum 1. April. Am Donnerstag entscheidet die EZB über den Leitzins. Spätestens bei der anschließenden Pressekonferenz dürfte die zum Teil sehr intensive Debatte über weitere Stimulierungsmaßnahmen der EZB einen Dämpfer bekommen. Die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag sollten schließlich Auskunft durch witterungsbedingte Nachholeffekte den Beweis bringen, dass die schwachen Daten zu Jahresbeginn dem kalten Winter geschuldet waren.

28-1Dienstag: Gut gelaunt in die nächste Rezession? Die bisherigen Makrodaten aus Japan für das erste Quartal sind enttäuschend ausgefallen: Kaum Exportwachstum, dafür sehr kräftige Importdynamik, wenig Vorzieheffekt beim privaten Konsum trotz Mehrwertsteuererhöhung zum 1. April 2014. Die Laune der Unternehmen scheint sich gleichwohl gut zu entwickeln. Monatliche Befragungswerte signalisieren, dass sich die Stimmung laut dem Tankan-Bericht für das erste Quartal aufgehellt hat. Im Falle der großen Dienstleistungsunternehmen dürfte sogar der höchste Wert seit Ende 1991 erreicht werden.

28-2Donnerstag: Bei der EZB-Ratssitzung im April ist nicht mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu rechnen. Zwar haben im Vorfeld einige Mitglieder darauf hingewiesen, dass ein negativer Einlagensatz wie auch Wertpapierkäufe Optionen wären, auf die die EZB zurückgreifen könnte. Anschließend stellte Präsident Draghi jedoch klar, dass die EZB vom verbleibenden geldpolitischen Spielraum nur im Falle einer Verschlechterung ihres makroökonomischen Ausblicks Gebrauch machen würde. Auf der Pressekonferenz dürfte er andeuten, dass diese Risiken in seinen Augen zuletzt eher kleiner geworden sind.

28-3Freitag: Die letzten drei US-Arbeitsmarktberichte wiesen einen unterdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachs auf. Hierfür ist zwar nicht alleine die ungünstige Witterung in diesem Winter verantwortlich. Dennoch hat sich in mehreren Bereichen ein Nachholbedarf aufgebaut. Wir gehen davon aus, dass ein Teil dieses Nachholbedarfs die Beschäftigungsentwicklung im März beflügeln dürfte und rechnen daher mit einem leicht überdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachs. Die Arbeitslosenquote dürfte hingegen lediglich auf das Niveau vom Januar zurückfallen.
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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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