Startseite > Chefökonom > Konjunktursignale der nächsten Tage

Konjunktursignale der nächsten Tage

4. April 2014

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-04-04 Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

Die deutsche Volkswirtschaft steuert zielstrebig auf ein starkes erstes Quartal zu. Die Produktionsdaten am Montag werden einen weiteren Baustein zu diesem Bild beisteuern. Am Mittwoch wird das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht und Aufschluss über deren Innenleben geben. Die Inflationsdaten Chinas am Freitag werden unterstreichen, dass von dieser Seite her Luft für neue Stimulierungsmaßnahmen besteht.

1prod-gewerbeMontag: In Deutschland läuft es im ersten Quartal rund. Die bislang vorliegenden Indikatoren deuten auf ein starkes Plus beim Bruttoinlandsprodukt hin, das allerdings durch Sonderfaktoren begünstigt ist. Die Produktionsdaten vom Februar werden sich unauffällig in dieses Kanon einfügen. So sollte die Erzeugung im produzierenden Gewerbe um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat angestiegen sein. Der Teilbereich Industrie dürfte entgegen den schwachen Umsätzen ihre Produktion leicht ausgedehnt haben. Der Teilbereich Bau sollte weiterhin gut laufen. Schließlich werden von der Energieproduktion bremsende Effekte kommen.

2FedfundsMittwoch: Der Zinsentscheid der Fed Mitte März hat zu einer Korrektur der Erwartungen an den Kapital-märkten über den Leitzinspfad geführt, was mit der Änderung der Forward Guidance zusammenhing. Diese beinhaltet nun keine konkreten Zielwerte mehr. Zudem haben die FOMC-Mitglieder darauf verwiesen, dass die Leitzinsen auch dann noch ungewöhnlich niedrig sein werden, wenn am Arbeitsmarkt und bei der Preisentwicklung eine Zielerreichung vorliegt. Das Sitzungsprotokoll zu diesem Zinsentscheid dürfte Informationen darüber liefern, inwieweit dies eine breite Konsensmeinung im FOMC gewesen ist.

3ChinaFreitag: Die Wirtschaft Chinas hat sich im ersten Quartal schwach entwickelt. Dies schlägt sich auch in einer geringen Inflationsrate nieder. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr, was deutlich unter dem Regierungsziel für 2014 von 3,5 % liegt. Auch der von uns für den März erwartete Anstieg auf 2,4 % ändert nichts an der Tatsache, dass die Regierung einigen Spielraum hat, der Wirtschaft durch neue Investitionsprogramme auf die Sprünge zu helfen, ohne dass starker Inflationsdruck zu befürchten ist. Die Erzeugerpreise sind im Vorjahresvergleich bereits seit Februar 2012 rückläufig.
______________________________________________________________________________

http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: