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Konjunktursignale der nächsten Tage

17. April 2014

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-04-18 Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

Einmal mehr richtet sich der Blick auf die Frühindikatoren. Der chinesische Einkaufsmanagerindex wird am Mittwoch zeigen, ob sich dieses Schwergewicht unter den Schwellenländern wieder etwas erholt. Das europäische Pendent dürfte mehr oder weniger seitwärtslaufen, gestützt von einem positiven Rückprall in Deutschland. Am Donnerstag folgt die ifo-Umfrage, bei der insbesondere auf die Geschäftserwartungen zu achten ist.

17-4-1Mittwoch: Die Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal haben mit einem Rückgang des BIP-Wachstums von 7,7 % auf 7,4 % die labile konjunkturelle Verfassung Chinas deutlich gemacht. Wenn der Start in das zweite Quartal ebenfalls schwach ausfällt, würden umfangreichere Maßnahmen als bislang bekannt gegeben zur Konjunkturstützung notwendig werden, wenn man das Wachstumsziel von 7,5 % nicht aus den Augen verlieren will. Der Flash-PMI für das verarbeitende Gewerbe ist der erste wichtige Datenpunkt für den Monat April. Wir gehen von einem leichten Anstieg von 48,0 auf 48,3 Punkte aus.

17-4-2Donnerstag: Das Muster der vergangenen Monate sollte sich auch im April wiederholen: Die vom ifoInstitut gemessene Beurteilung der Geschäftslage der gewerblichen Wirtschaft steigt an, während die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten sinkt. Bei letzterem dürfte die jüngste Eskalation der Ukraine-Krise nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben, denn sie kam recht spät im Umfragezeitraum. Vielmehr dürften weiterhin die Schwellenländerkonjunktur und der Wechselkurs zu geringeren Erwartungen führen. Insgesamt ist aber ein Anstieg des Geschäftsklimas drin.

17-4-3Donnerstag: Die US-Wirtschaft taut auf: Nach der unüblichen starken Witterungsbelastung in den Wintermonaten hat die Wirtschaft einiges nachzuholen. Im März dürften die Auftragseingänge für Gebrauchsgüter in der Industrie um 2,0 % gegenüber dem Vormonat angestiegen sein. Der Zuwachs speist sich zwar auch aus einem Anstieg der Auftragseingänge im Bereich des zivilen Flugzeugbaus.  Dieser Bereich ist sehr volatil und damit nicht aussagefähig für die grundsätzliche Dynamik. Mit einem Zuwachs um 1,5 % gegenüber dem Vormonat erwarten wir allerdings außerhalb des Transportsektors den stärksten Anstieg seit April 2013.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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