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Konjunktursignale der nächsten Tage

16. Mai 2014

Es ist die Woche der europäischen Stimmungsindikatoren für den Mai. Bei den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum ist mit einer Konsolidierung auf weiterhin gutem Niveau zurechnen. Dies gilt ebenso für das deutsche ifo-Geschäftsklima.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: Konjunktursignale der nächsten Tage 

16-5-2014-a Mittwoch: Seit dem Zinsentscheid der Fed Ende April gab es kaum noch Äußerungen der FOMC-Mitglieder zum geldpolitischen Kurs. Der damalige Diskussionsstand, der nun mit dem Sitzungsprotokoll veröffentlicht wird, verspricht also durchaus Spannung. Wir gehen davon aus, dass die Meinungsunterschiede innerhalb des FOMC über den weiteren Zinspfad größer geworden sind. Derzeit gehen die Märkte davon aus, dass im November 2015 die erste Leitzinserhöhung stattfinden wird. Die FOMC-Vorsitzende Yellen wies kürzlich mit Blick auf den Immobilienmarkt auf Risiken für die gesamtwirtschaftliche Erholung hin. Möglicherweise finden sich hierzu Informationen im Protokoll.

16-5-2014-bDonnerstag: Die Sorgen um eine weitere Konjunkturabkühlung in China halten an. Sie werden gegenwärtig vor allem von der Schwäche des Wohnungsbaus gespeist. Es gibt jedoch auch Lichtblicke: So zeigte sich der Exportsektor zuletzt wieder in besserer Verfassung. Dies dürfte sich im Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe niederschlagen, für den wir im Mai einen Anstieg von 48,1 auf 48,4 erwarten. Damit bliebe der Index weiterhin auf niedrigem Niveau. Dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass die Regierung intensiv über weitere Maßnahmen zur Konjunkturstützung nachdenkt.

16-5-2014-cFreitag: Die Stimmung der deutschen gewerblichen Wirtschaft hat sich im Mai gemessen am ifo Geschäftsklima unserer Prognose zufolge nicht verbessert. Während die Lageeinschätzung noch leicht gestiegen sein dürfte, sollten die Geschäftserwartungen ihre überraschenden „Gewinne“ aus dem Vormonat wieder abgegeben haben. Neben der Schwäche in den Schwellenländern und dem immer noch starken Euro lastet nun auch die Eskalation der Ukraine-Krise auf den Zukunftserwartungen der Unternehmen.
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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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