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Konjunktursignale der nächsten Tage

30. Mai 2014

In der kommenden Woche wird sich das Hauptaugenmerk der Märkte auf den Donnerstag richten, an dem die Europäische Zentralbank in ihrer Pressekonferenz bekanntgibt, mit welchen Maßnahmen Sie der niedrigen Inflation und der schwachen Kreditvergabe begegnen will. Neben einer Leitzinssenkung wird EZB-Präsident wohl weitere neue Instrumente aus dem Hut zaubern. Daneben kommen am Montag und am Freitag aus den USA neue Daten zur Unternehmensstimmung und zum Arbeitsmarkt. In beiden Fällen dürften klare Signale für eine Fortsetzung des moderat-positiven Wachstumspfades gesendet werden.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-05-30 Wochenvorschau

30-05-14-1 Montag: Die Stimmung der US-Unternehmen scheint sich nach dem witterungsbedingten schwachen Jahresstart weiter aufzuhellen. Der nationale Einkaufsmanagerindex ISM für das verarbeitende Gewerbe dürfte im Mai mit 56 Punkten den höchsten Wert in diesem Jahr erreichen. Die bislang für Mai vorliegenden regionalen Stimmungswerte haben sogar den höchsten Wert seit April 2011 erzielt. Das von uns prognostizierte Mai-Niveau des ISM-Index würde ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von gut 4 % andeutet. Dies passt durchaus zu unserer Einschätzung für das laufende Quartal.

30-05-14-2Donnerstag: Bereits auf der EZB-Pressekonferenz Anfang Mai signalisierte Präsident Draghi, bei der nächsten Ratssitzung handeln zu wollen, um den Risiken einer zu niedrigen Inflation entgegenzuwirken. Anschließend sprachen mehrere Notenbanker von einem Bündel an Maßnahmen. Wir erwarten eine Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes auf 0,10 % und des Einlagensatzes auf -0,10 %. Zudem dürfte die EZB Schritte zur Stärkung des Transmissionsprozesses ankündigen. Diese umfassen an die Kreditvergabe gekoppelte langfristige Refinanzierungsgeschäfte sowie den Ankauf von Kreditverbriefungen.

30-05-14-1Freitag: Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai verspricht historisch zu werden: Das bisherige Rekordniveau der Beschäftigten in Höhe von 138,4 Millionen Personen vom Januar 2008 dürfte im Mai übertroffen werden. Hierzu bedarf es nur noch eines Aufbaus um 113.000 Stellen. Der ungewöhnlich starke Beschäftigungsabbau während der großen Rezession in Höhe von 8,7 Millionen Personen wäre damit nach knapp fünf Jahren Aufschwung (dieser begann Mitte 2009) wieder aufgeholt worden. Gemessen am jeweiligen Beschäftigungstiefpunkt ist dieser Aufschwung bereits der sechststärkste seit dem zweiten Weltkrieg.
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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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