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Konjunktursignale der nächsten Tage

7. Juni 2014

Der erste Stimmungsindikator für Juni wird am Montag mit der Sentix-Umfrage veröffentlicht. Preisdaten stehen im weiteren Verlauf der Woche im Fokus. Ausnahmsweise einmal nicht europäische Inflationsdaten, sondern aus China (Verbraucherpreise) und aus den USA (Erzeugerpreise).

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-06-06 Wochenvorschau

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Montag:
Die Stimmung der Finanzmarktanalysten dürfte sich im Juni von dem Rückschlag im Mai wieder erholen. Wir erwarten einen Anstieg des Sentix-Gesamtindikators für die Eurozone. Allen voran die Konjunkturerwartungen sollten von den im Juni beschlossenen drastischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank profitieren. Diese sollten insbesondere der Peripherie einen weiteren Schub verleihen, was die Märkte derzeit auch schon antizipieren. Die Lageeinschätzung wird ebenfalls ansteigen, wenngleich nur langsam.

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Dienstag:
Nachdem die chinesische Inflationsrate im April deutlich von 2,4 % auf 1,8 % gefallen war, dürfte sie im Mai wieder auf 2,3 % gestiegen sein. Diese Volatilität ist vornehmlich durch Schwankungen bei den Nahrungsmittelpreisen bedingt. Der Preisdruck bei Konsumgütern bleibt insgesamt gering, und das Regierungsziel von 3,5 % dürfte auch in den kommenden Monaten nicht in Gefahr geraten. Angesichts der stabilen Preisentwicklung haben Regierung und Zentralbank Spielraum für weitere Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums, die bislang nur zögerlich vorgenommen wurden.

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Donnerstag:
Zu Beginn des Jahres hat das Bureau of Labor Statistics die Berechnung der US-Erzeugerpreise auf eine deutlich größere Datenbasis gestellt. Denn nun wird (u.a.) der deutlich gewichtigere Dienstleistungssektor berücksichtigt. Hierdurch hat die Aussagekraft der Preisdaten als Frühwarnsignal für die Verbraucherpreise stark zugenommen. In den Monaten März und April sorgten kräftige Anstiege der Erzeugerpreise für Überraschungen. Klammert man Energie- und Nahrungsmittelpreise aus, dann erwarten wir  im Mai einen  nur moderaten Preisanstieg. Im Jahresvergleich wird aber der höchste Zuwachs seit zwei Jahren erzielt werden.
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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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