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Konjunktursignale der nächsten Tage

27. Juni 2014

Wie ist die Stimmung der Unternehmen in Japan nach der starken Mehrwertsteuererhöhung? Darüber gibt am Dienstag der Tankan-Bericht Auskunft. Am Donnerstag tagt der EZB-Rat. Auf der anschließenden Pressekonferenz könnten dann die im vergangenen Monat beschlossenen Maßnahmen zur Kreditvergabeankurbelung präzisiert werden. Am gleichen Tag werden jenseits des Atlantiks die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-06-27 Wochenvorschau

27-6-14-aDienstag: Die Stimmung der japanischen Unternehmen dürfte im zweiten Quartal weiterhin sehr gut sein. Wir erwarten für den Tankan-Bericht der Bank of Japan nahezu unveränderte Stimmungswerte. Dies mag verwundern angesichts der Erwartung einer deutlichen Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts in diesem Zeitraum. Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hat gleichwohl „nur“ mit der Anhebung der Verbrauchsteuer zu tun. Die Erfahrung mit der letzten Erhöhung im Frühjahr 1997 lehrt, dass sich die Unternehmen hiervon zumindest in ihrer Stimmung nicht beeinflussen lassen.

27-6-14-bDonnerstag: Nach dem überraschend großen Maßnahmenbündel der EZB von Anfang Juni, ist bei dem Zinsentscheid im Juli natürlich mit keinen weiteren Entscheidungen zu rechnen. Draghi hatte deutlich darauf hingewiesen, dass die Notenbanker zunächst beobachten werden, ob und wie stark sich die Leitzinssenkung auswirkt. Vor den neuen Projektionen des EZB-Stabs im September sind daher keine neuen Maßnahmen zu erwarten. Bezüglich der Ankurbelung der Kreditvergabe im Zuge der neuen TLTROs ist die EZB allerdings noch diverse Details schuldig geblieben. Hierzu sollten Erläuterungen insbesondere zur Ausgestaltung der „Kredit-Benchmark“ folgen.

27-6-14-cDonnerstag: Der US-Arbeitsmarkt scheint sich weiterhin auf einem guten Wachstumspfad zu befinden. Trotz einer geringen wirtschaftlichen Dynamik sind in den vergangenen vier Monaten durchschnittlich gut 230.000 Stellen pro Monat geschaffen worden. Wir gehen aufgrund weiterhin guter Arbeitsmarkindikatoren davon aus, dass auch im Juni ein Beschäftigungsaufbau oberhalb von 200.000 Personen vorliegen wird. Es wäre das fünfte Mal in Folge, dass diese Marke gerissen wird – eine Serie, die es seit Ende der Neunzigerjahre nicht mehr gegeben hat. Die Arbeitslosenquote dürfte ebenfalls ihren Weg nach unten fortsetzen.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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