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Konjunktursignale der nächsten Tage

12. Juli 2014

Am Dienstag werden aus Deutschland die ZEW-Konjunkturerwartungen für Juli gemeldet werden, die sich nur geringfügig verbesserten dürften. Am gleichen Tag geben die US-Einzelhandelsumsätze Hinweise auf die Konsumaktivität in den Vereinigten Staaten. Die ersten Bruttoinlandsproduktdaten des gerade abgelaufenen zweiten Quartals kommen in der Nacht auf Mittwoch aus China.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-07-11 Wochenvorschau

12-7aDienstag: Die Stimmung der Finanzmarktanalysten wird im Juli – gemessen an der ZEW-Umfrage – weitgehend auf den Vormonatsniveaus verharren. Die Lageeinschätzung für Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten trotz schwächelnder Konjunkturindikatoren stark verbessert. Mehr Zuversicht scheint derzeit nicht angebracht. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sanken hingegen über einen längeren Zeitraum und könnten nun, auch dank der jüngsten Stützungsmaßnahmen  durch die Europäische Zentralbank, wieder geringfügig zulegen.

12-7b
Dienstag: Die US-Einzelhandelsumsätze dürften im Juni überdurchschnittlich kräftig angestiegen sein. Der mit Abstand höchste Wachstumsbeitrag stammt von den Autohändlern, die sich über einen weiteren Anstieg ihrer Fahrzeugverkäufe freuen konnten. Die anderen Teilbereiche scheinen keine Besonderheiten aufzuweisen, sodass vor allem die gute Lohnentwicklung ausschlaggebend dafür ist, dass die Einzelhandelsumsätze ohne Autohändler leicht überdurchschnittlich angestiegen wird. Bleiben Revisionen aus – zuletzt wurden die Vormonate stets nach oben revidiert – dann wäre der Quartalsanstieg mit 2,2 % der stärkste seit dem ersten Quartal 2011.

12-7cMittwoch: Die monatlichen Zahlen zur Industrieproduktion, zu den Anlageinvestitionen und den Einkaufsmanagerindizes zeigen, dass sich die Wirtschaft Chinas im zweiten Quartal erholt hat. Wir prognostizieren, dass das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 1,8 % gewachsen ist, nach einem Zuwachs von 1,4 % im ersten Quartal. Damit wiederholt sich das konjunkturelle Muster des Vorjahres, weswegen wir mit 7,4 % die gleiche Jahresveränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts erwarten wie im ersten Quartal. Damit bleibt das Regierungsziel von 7,5 % für das Gesamtjahr in Reichweite.
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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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