Startseite > Chefökonom > Konjunktursignale der nächsten Tage

Konjunktursignale der nächsten Tage

27. Juli 2014

Die volkswirtschaftliche Berichtssaison beginnt in dieser Woche so richtig: Nicht nur Spanien, Belgien und Schweden melden am Mittwoch die Bruttoinlandsproduktdaten für das zweite Quartal, sondern auch die USA. Am Freitag wird zudem der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der erneut stark ausfallen sollte. Aus Euroland kommen neben dem Economic Sentiment am Mittwoch auch noch Inflationszahlen am Donnerstag.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-07-25 Wochenvorschau

27-07-2014aMittwoch: Nach einem außergewöhnlich schwachen Start ins Jahr 2014 hat es die US-Wirtschaft nun doch rasch wieder zurück in den Expansionsbereich geschafft. Mit einem auf das Gesamtjahr hochgerechneten Quartalsanstieg um gut 3 % wird das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal allerdings gerade einmal den Rückgang vom Vorquartal ausgeglichen haben. Immerhin, die Investitionsdynamik der Unternehmen dürfte in diesem Zeitraum so stark wie seit Ende 2011 nicht mehr gewesen sein. Der Vergleich ist unter Vorbehalt, weil wie üblich mit dem zweiten Quartal auch die Historie revidiert wird.

27-07-2014bDonnerstag: Die Inflationsrate in Euroland sollte im Juli mit 0,5 % gegenüber dem Vorjahr genauso niedrig geblieben sein wie in den beiden Vormonaten. Die Preise von Energiegütern haben sich im Monatsvergleich kaum verändert, und die zuletzt starken Preisrückgänge bei saisonalen Lebensmitteln dürften zur Jahresmitte zu Ende gegangen sein. In der Kernrate erwarten wir einen ebenfalls gleichbleibenden, aber nicht weiter nachlassenden Preisauftrieb von 0,8 % im Vorjahresvergleich. Darauf deuten unter anderem die Erzeuger- und Importpreise hin, die in den vergangenen Monaten nicht mehr gefallen sind.

27-07-2014cFreitag: Die Entwicklung des US-Arbeitsmarkts ist in diesem Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Schwächephase zu Jahresbeginn, beachtenswert. Fünf Monate in Folge wurden mindestens 200.000 Stellen geschaffen – eine Serie, die es zuletzt Ende der Neunzigerjahre gegeben hat. Die Frühindikatoren für Juli signalisieren, dass diese Serie sich fortsetzt. Mit 250.000 Stellen entspricht unsere Prognose nahezu dem durchschnittlichen monatlichen Zuwachs seit Februar dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote dürfte ihren Abwärtstrend fortsetzen und auf 6,0 % sinken.

______________________________________________________________________________

http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

Advertisements