Startseite > Chefökonom > Konjunktursignale der nächsten Tage

Konjunktursignale der nächsten Tage

2. August 2014

Ob und wie sich die Ereignisse um die Ukraine und die neuen Sanktionen auf die Stimmung auswirken, kann man am Sentix-Konjunkturindex ablesen, der am Montag veröffentlicht wird. Am Donnerstag wird das Statistische Bundesamt die deutschen Produktionszahlen für Juni und die Europäische Zentralbank ihren Zinsentscheid bekanntgeben.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-08-01 Wochenvorschau

01-08-2014aMontag: Nachdem im Vormonat die Stimmung der Finanzmarktanalysten dank der Schützenhilfe durch die  Europäische Zentralbank gestiegen war, droht nun ein Rücksetzer aufgrund der Eskalation der Ereignisse in der Ukraine sowie der Ergreifung weiterer Sanktionsmaßnahmen gegen Russland. Selbst wenn diese keine unmittelbare Gefahr für die Konjunktur darstellen, zeigt sich darin eine zunehmende Bereitschaft des Westens zu handeln – trotz befürchteter Folgen für die eigene Konjunktur. Positiv sollten sich dagegen die starken spanischen Konjunkturdaten bemerkbar machen. Die August-Umfrage von sentix dürfte unterm Strich einen Rückschlag bringen.

01-08-2014bDonnerstag: Mit den deutschen Daten zu den Auftragseingängen, der Produktion und dem Außenhandel geht ein trauriges Quartal ein wenig versöhnlich zu Ende. Es war geprägt durch Sonderfaktoren wie beispielsweise in der Bauwirtschaft: Viele Bauprojekte waren in den warmen Winter vorgezogen worden. Diese Nachfrage fehlte zuletzt. Mit dem Auslaufen solcher Sonderfaktoren kehrt das produzierende Gewerbe wieder zur Normalität zurück. Nach drei Monaten mit einer zum Teil merklich schrumpfenden Produktion sollte der Juni endlich wieder einen Anstieg gebracht haben. Für das zweite Quartal kommt er zu spät, er schiebt aber dafür das dritte etwas an.

01-08-2014aDonnerstag: Mit der Senkung der Leitzinsen und der Ankündigung eines umfangreichen Maßnahmenpakets hat die EZB ihre Geldpolitik in den vergangenen Monaten erheblich gelockert. Auf der nun anstehenden Ratssitzung ist jedoch nicht mit weiteren Schritten zu rechnen. Zwar wird Präsident Draghi erneut die Entschlossenheit der Ratsmitglieder unterstreichen, auch breit angelegte Wertpapierkäufe zu tätigen, falls sich der mittelfristige Inflationsausblick verschlechtern sollte. Den Rückgang der Inflation im Juli dürfte die EZB jedoch auf temporäre Einflüsse zurückführen und deshalb keinen akuten Handlungsbedarf sehen.

______________________________________________________________________________

http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: