Startseite > Chefökonom > Konjunktursignale der nächsten Tage

Konjunktursignale der nächsten Tage

16. August 2014

Diese Wochen stehen wichtige Stimmungsindikatoren für den August auf dem Programm. Bei den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum ist mit einem Rückgang auf weiterhin gutem Niveau zurechnen. Auch beim chinesischen Einkaufsmanagerindex dürfte es zu einem leichten Rückgang kommen.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-08-15 Wochenvorschau

15-8-1Dienstag: Seit April liegt die US-Inflationsrate im geldpolitischen Zielbereich von 2 %. Auf diesem Niveau dürfte sie auch im Juli verharren. Im Vormonatsvergleich hat sich die saisonbereinigte Teuerungsrate aber wohl abgeschwächt. Dafür sprechen die nur moderat gestiegenen Benzinpreise. Mit der Entwicklung der Verbraucherpreise lässt sich der Deflator der privaten Konsumausgaben (PCE-Deflator) gut abschätzen. Dessen Kernrate ist der wichtigste Preisindikator für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Im Juni lag sie mit 1,5 % noch weit unterhalb des Fed-Ziels. Somit stellt die aktuelle Preisentwicklung für die Fed noch kein Problem dar.

15-8-2Donnerstag: Nach den enttäuschenden Zahlen zur Entwicklung des Euroland-Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal stehen die Frühindikatoren für das dritte Quartal unter besonderer Beobachtung. Die Einkaufsmanagerindizes für Euroland sind im Juli überraschend robust in das dritte Quartal gestartet. Der Teilindex für die Dienstleister erreichte sogar den höchsten Stand seit Frühling 2011. Für den August ist zwar davon auszugehen, dass die Einkaufsmanagerindizes weiterhin Wachstum signalisieren, allerdings dürften die gegenwärtigen geopolitischen Krisen nicht ohne Einfluss bleiben. So ist bei beiden Teilindizes mit Rückgängen zu rechnen.

15-8-3Donnerstag: Die schwachen Juli-Zahlen zur Industrieproduktion, zu den Anlageinvestitionen und zur Kreditvergabe haben in Erinnerung gerufen, dass die chinesische Wirtschaft weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Hauptbelastungsfaktor ist die Schwäche am Häusermarkt. Nach dem sehr kräftigen Anstieg des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den vergangenen Monaten erwarten wir nun zunächst einen leichten Rückgang, wenn HSBC den Flash-PMI für August veröffentlicht. Da sich der Index bereits nahe dem Drei-Jahres-Hoch befindet, sehen wir für ihn auch in den kommenden Monaten kaum noch Aufwärtspotenzial.

______________________________________________________________________________

http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

Advertisements