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Konjunktursignale der nächsten Tage

30. August 2014

Diese Woche tagt der EZB-Rat. Eine Ankündigung von QE wird noch nicht erwartet. Darüber hinaus wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlich. Der Stellenaufbau schreitet mit großen Schritten voran.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-08-29 Wochenvorschau

29-8-aDonnerstag: Vom Zinsentscheid der Bank of England (BoE) im September werden keine Kursänderungen erwartet. Nach ihren aktuellen Aussagen (Inflationsbericht vom 13. August) rücke der Beginn von Leitzinserhöhungen zwar näher, sei aber stark datenabhängig. Ihre August-Prognosen dämpften die Erwartung einer Leitzinswende noch in diesem Jahr. Denn trotz deutlich gesenkter Prognosen für die Arbeitslosenquote will die BoE noch Anzeichen eines „soliden“ Lohnwachstums abwarten, bevor sie ihren Leitzins von 0,50 % erstmals seit 2009 anhebt. Dies unterstützt unsere Erwartung für die Leitzinswende im ersten Quartal 2015.

29-8-bDonnerstag: Die EZB ist besorgt über die schwache wirtschaftliche Erholung in Euroland und die sinkenden Inflationserwartungen an den Finanzmärkten. Folglich unterstrich Präsident Draghi vor kurzem noch einmal seine Bereitschaft, die Geldpolitik bei Bedarf weiter zu lockern. Trotzdem ist bei der Ratssitzung im September nicht mit der Ankündigung von Anleihekäufen oder Ähnlichem zu rechnen. Denn Draghi ist nach wie vor zuversichtlich, dass die Mitte September beginnenden gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte eine starke Wirkung entfalten werden. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz dürften die neuen makroökonomischen EZB-Projektionen  stehen.

29-8-cFreitag: Hält die Serie einen weiteren Monat? Seit sechs Monaten in Folge wurden in den USA monatlich Beschäftigungszuwächse von mindestens 200.000  Stellen erzielt. Seit 1997 gab es nicht mehr solch eine beständig gute Entwicklung. Im August scheint sich die Serie fortzusetzen, wenn auch nur denkbar knapp. Wir erwarten nämlich nur einen Beschäftigungsaufbau in Höhe von 200.000 Stellen. Im Vormonat stieg die Arbeitslosenquote leicht auf 6,2 % an. Wir rechnen hier mit einem Rückgang auf das Juniniveau. Aus geldpolitischer Sicht ist allerdings die Lohndynamik am interessantesten. Hier gehen wir von einer leicht positiven Überraschung aus.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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