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Konjunktursignale der nächsten Tage

11. Oktober 2014

Einmal um die Welt geht es mit den Konjunkturindikatoren in dieser Woche. Am Dienstag starten wir in Deutschland mit den ZEW-Konjunkturerwartungen, es folgen in der Nacht zum Mittwoch die chinesischen Verbraucherpreise und am Nachmittag die US-Einzelhandelsumsätze.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-10-10 Wochenvorschau

14-10-10aDienstag: Draghis neue Rettungsmaßnahmen verpuffen derzeit in der Wahrnehmung der Finanzmarktanalysten genauso wie ein außergewöhnlich starker US-Arbeitsmarktbericht. Stattdessen nimmt man wahr, dass eine Konjunkturprognose nach der anderen nach unten revidiert wird, dass vereinzelt sogar das Ende des Aufschwungs ausgerufen wird, dass die Deflationsangst zunimmt und dass der DAX wieder unter die 9000-Punkte-Marke abtauchte. In diesem Umfeld wäre alles andere als eine Eintrübung der ZEW-Konjunktur­erwartun­gen für Deutschland eine Überraschung. Mit Blick auf die Lageeinschätzung rechnen wir sogar mit einem stärkeren Rückgang.

14-10-10bMittwoch: Das Wirtschaftswachstum in China hat sich seit der Jahresmitte abgeschwächt, und dies schlägt sich auch in der Entwicklung der Verbraucherpreise nieder. Die Inflationsrate ist im August auf 2,0 % (Vorjahresvergleich) gefallen, was vor allem auf den rückläufigen Preisdruck bei Nahrungsmitteln zurückzuführen war. Wir erwarten, dass sich die Inflationsrate im September auf 1,7 % weiter verlangsamt haben wird. Denn im September des Vorjahres war die Preisentwicklung ungewöhnlich stark, was sich im aktuellen Konjunkturumfeld nicht wiederholen dürfte. Auch im kommenden Jahr erwarten wir Inflationsraten von unter 3 %.

14-10-10cMittwoch: Die US-Einzelhandelsumsätze dürften im September gegenüber dem Vormonat nur stagniert haben. Neben schwächeren Autoverkäufen belasten auch die Benzinpreise. Der Blick auf die BEA-Abgrenzung, in der die stärker schwankenden Umsatzbereiche ausgeklammert werden, zeigt, dass der September das geringste Umsatzplus seit Mai dieses Jahres aufweisen wird. Nach jetzigem Datenstand wäre das Umsatzplus im dritten Quartal mit 4,6 % (im Vergleich zum Vorquartal und annualisiert) etwas schwächer als im Durchschnitt dieses Aufschwungs.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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