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Konjunktursignale der nächsten Tage

26. Oktober 2014

Diese Woche stehen Daten aus den USA und Euroland im Vordergrund. Die US-Leitzinsen dürften unverändert bleiben. Beim deutschen ifo-Index ist mit einem merklichen Rückgang  zu rechnen.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-10-24 Wochenvorschau

21-10-14aMontag: Die Stimmung in Deutschland befindet sich derzeit in einer Abwärtsspirale: Erst trübte sich vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken, der überraschend schwachen Konjunktur in Euroland und der weiterhin sinkenden Inflationsraten die Unternehmungsstimmung ein. Dann wurden die Konjunkturprognosen – wie die der Forschungsinstitute oder der Bundesregierung – drastisch zusammengestrichen. Und nun? Nun lasten diese Prognoserevisionen erneut auf der Stimmung. Wir erwarten daher einen weiteren spürbaren Rückgang des ifo Geschäftsklimas im Oktober.

 

21-10-14bMittwoch: Trotz der erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten wird die Fed bei ihrem Zinsentscheid ihr Anleiheankaufprogramm offiziell beenden. Bereits bei den letzten zwei Zinsentscheiden gab es von Seiten mehrerer FOMC-Mitglieder große Vorbehalte gegenüber der bisherigen Ausgestaltung der Forward Guidance, die Leitzinsen noch für beträchtliche Zeit nicht anheben zu wollen. Es liegt daher nahe, dass nun eine Neuformulierung ansteht. Auch die Aussage, dass am Arbeitsmarkt eine signifikante Unterauslastung vorliegt, ist angesichts einer Arbeitslosenquote von weniger als 6 % nicht mehr glaubwürdig und dürfte ebenfalls verändert werden.

21-10-14cFreitag: Die Inflationsrate in Euroland dürfte im Oktober geringfügig auf 0,4 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen sein. Zwar verzeichneten die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl spürbare Rückgänge. Dies war vor Jahresfrist jedoch ähnlich, sodass die Auswirkungen auf die Jahresveränderungsrate gering sind. Ein Basiseffekt dürfte die Kerninflationsrate etwas anheben. So gingen im Oktober 2013 die Preise insbesondere von Pauschalreisen ungewöhnlich stark zurück. Dieses Phänomen sollte sich in diesem Jahr nicht wiederholt haben, insbesondere aufgrund der Lage der Herbstferien in Deutschland. Dort erwarten wir eine Zunahme der Inflationsrate auf 0,9 %.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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