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Konjunktursignale der nächsten Tage

10. Januar 2015

Diese Woche stehen zunächst am Mittwoch die US-Einzelhandelsumsätze im Fokus. Einen Tag später meldet das Statistische Bundesamt die vorläufigen Jahreswerte des deutschen Bruttoinlandprodukts. Am Freitag sollte man schließlich auf die US-Inflationsdaten achten. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-01-09 Wochenvorschau

1-1Mittwoch: Die US-Einzelhandelsumsätze dürften im Dezember aufgrund fallender Benzinpreise gegenüber dem Vormonat gesunken sein. Der negative Wachstumsbeitrag vom Bereich der Tankstellenbetreiber beträgt immerhin 0,7 Prozentpunkte. Ebenfalls  rückläufig dürften die Umsätze der Autohändler gewesen sein. Die unüblich hohen Temperaturen könnten hingegen die Umsätze der Baumärkte beflügelt haben. Die teils starken Schwankungen erklären einmal mehr, weshalb bei der Bewertung der Umsatzzahlen auf die für die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts relevante „BEA-Abgrenzung“ zu achten ist. Hier rechnen wir mit einem unauffälligen Zuwachs.

1-2Donnerstag: Immer im Januar veröffentlicht das Statistische Bundesamt das vorläufige Ergebnis für das Wirtschaftswachstum des abgelaufenen Jahres. Und wie immer gilt der Warnhinweis, dass das statistische Bundesamt die Konjunkturindikatoren vom Dezember 2014 noch nicht kennt. Über-raschungen können bei der Folgever-öffentlichung also noch durchschlagen. Derzeit sieht es nach einem soliden Plus des deutschen Bruttoinlands-produkts im Jahr 2014 von 1,5 % aus. Gut die Hälfte dieses Wachstums dürfte vom Konsum gekommen sein, ein Fünftel von den Nettoexporten und zwei Fünftel von den Anlageinvestitionen. Gebremst hat die Entwicklung der Vorratsinvestitionen.

1-3Freitag: Die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise dürfte im Dezember mit 0,8 % den niedrigsten Stand seit Oktober 2009 erreicht haben. Hintergrund sind die sehr deutlich gesunkenen Benzinpreise. Im Dezember fallen üblicherweise die Benzinpreise, sodass die Saisonbereinigung diesen Preisrückgang noch etwas abmildert. Ab Januar könnte die Inflationsrate dann sogar in den negativen Bereich sinken. Aus Sicht der Fed ist allerdings nur die Entwicklung der Kernrate entscheidend. Hierbei werden Energie- und Nahrungsmittelpreise ausgeklammert. Im Dezember dürfte die Kernrate der Inflation auf 1,8 % leicht ansteigen. ______________________________________________________________________________
http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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