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Konjunktursignale der nächsten Tage

25. Januar 2015

Unbeeindruckt von den Wahlen in Griechenland wird am Montag der dritte Anstieg des ifo Geschäftsklimas in Folge verkündet werden. Am Mittwoch sollte man auf die US-Notenbank Fed, wenn das FOMC in neuer Besetzung über die Geldpolitik entscheidet. Die Woche endet mit den Daten zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-01-23 Wochenvorschau

1Montag: Mit dem dritten Anstieg des ifo Geschäftsklimas im Januar sollte der zeitweilige Abwärtstrend des letzten Jahres gestoppt werden. Vor dem Hintergrund der Euroabwertung, der gesunkenen Energiekosten und der quantitativen Lockerung der Europäischen Zentralbank treten derzeit potenziell negative Entwicklungen wie die Griechenlandwahl am 25. Januar in den Hintergrund. Auch eine reformfeindliche Regierung im Mutterland der Schuldenkrise vermag derzeit die Unternehmen nicht zu schrecken. Zu beachten beim ifo Geschäftsklima ist noch die Umstellung der Saisonbereinigung, wodurch sich eine Revision der vergangenen Werte ergeben wird.

2Mittwoch: Der Leitzinsentscheid der Fed dürfte wegen fehlender neuer Projektionen unspektakulär ausfallen. Zudem dürfte die zuletzt aktualisierte Version der „Forward Guidance“ nicht verändert werden, und auch die meisten anderen Textpassagen im Statement dürften Bestand haben. Spannung verspricht nur das Abstimmungsverhalten, da sich mit dem neuen Jahr die Zusammensetzung der stimmberechtigten FOMC-Mitglieder geändert hat. An den Kapitalmärkten wurden die Leitzinserwartungen in den vergangenen Wochen nach unten korrigiert. Eine Aussage hierzu im Statement wäre sehr ungewöhnlich.

3Freitag: Im Jahr 2014 wuchs die US-Wirtschaft mit 2,5 % recht ordentlich, obwohl die Wachstumsdynamik zu Beginn des Jahres witterungsbedingt äußerst schwach war. Die anschließende Aufholjagd konnte sich dann allerdings sehen lassen. Im vierten Quartal 2014 nahm die Wirtschaftsaktivität in den USA voraussichtlich um 3,4 % (qoq, ann.) zu. Insbesondere der private Konsum zeigte sich von seiner starken Seite, während die Zuwächse in allen Investitionsteilbereichen geringer als im Vorquartal sein dürften. Von den Lagerinvestitionen erwarten wir sogar einen negativen Wachstumsbeitrag.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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