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Konjunktursignale der nächsten Tage

8. Februar 2015

Die Woche steht ganz im Zeichen Europas: Am Donnerstag wird beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs wohl überwiegend über Griechenland gesprochen werden. Der Freitag bringt dann die Wachstumszahlen für Euroland und die mittel-und osteuropäischen EU-Länder. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-02-06 Wochenvorschau

1Donnerstag: Das informelle Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel sollte ursprünglich dem Thema Terrorismusbekämpfung gewidmet werden. Mittlerweile steht auch der Ukraine-Konflikt auf der Tagesordnung. De facto dürfte aber vor allem über den Kurs der neuen griechischen Regierung gesprochen werden. Das EU-Hilfsprogramm läuft Ende des Monats aus, und es ist noch keine Anschlussvereinbarung in Sicht. Allerdings ist diese Deadline relativ weich, nachdem die EZB den griechischen Banken ELA-Finanzierung in Aussicht gestellt hat und Griechenland zumindest kurzfristig keinen großen Finanzbedarf aufweist.

2Freitag: Man darf sich auf eine positive Überraschung gefasst machen, wenn die Bruttoinlandsproduktzahlen für Deutschland und Euroland veröffentlicht werden. Vor knapp vier Wochen hatte das Statistische Bundesamt für Deutschland für das 4. Quartal noch ein Wachstum von ¼ % qoq erwartet. Nach den vorliegenden Indikatoren zeichnet sich ein deutlich besseres Bild: Ein starker Konsum trieb wohl das deutsche Wachstum auf 0,4 % qoq nach oben. Dies sollte sich auch auf Euroland positiv auswirken, für das wir einen Anstieg um 0,3 % qoq erwarten. Dabei dürften Italien und Frankreich erneut schwach abschneiden, während Spanien schon gute Daten geliefert hat.

3Freitag: Die Erstveröffentlichungen zum BIP-Wachs­tum im vierten Quartal in Tschechien, Ungarn und Polen dürften zeigen, dass sich die Volkswirtschaften in 2014 trotz des schwierigen Umfeldes mit der Euroland-Schwäche auf der einen und der Ukraine-Krise auf der anderen Seite solide entwickelt haben. Wir erwarten in Polen und Tschechien eine Wachstumsrate von jeweils 0,6 % im Vergleich zum Vorquartal, was im Vorjahresvergleich 3,4 % bzw. 1,9% entspricht. Für Ungarn prognostizieren wir 0,4 % qoq (2,6 % yoy). Im Vergleich zu ersten Hälfte 2014 ist allerdings eine leichte Abschwächung der Dynamik zu verzeichnen, sodass die Wachstumsraten 2015 etwas geringer ausfallen dürften als im vergangenen Jahr.______________________________________________________________________________
http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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