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Konjunktursignale der nächsten Tage

20. Februar 2015

Bevor am Dienstag die Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats Rede und Antwort steht wird am Montag das ifo Geschäftsklima veröffentlicht; die aufwärtsgerichtete Entwicklung sollte sich fortsetzen. Zum Wochenschluss werden die Verbraucherpreise (einschließlich HVPI) für Deutschland bekanntgegeben. Wieder anziehende Haushaltsenergie- und Kraftstoffpreise sowie die Preise für Pauschalreisen werden für einen Rückpralleffekt auf den scharfen Januarrückgang sorgen.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-02-20 Wochenvorschau

1 Montag: Nachdem das ifo Geschäftsklima im Januar stärker als erwartet und zum dritten Mal in Folge anstieg, wird sich diese Entwicklung im Februar fortsetzen. Unbeeindruckt von den Wirrungen in Griechenland und der Ukraine wird sich die Stimmung diesen Monat erneut positiv zeigen. Mit dem Rückenwind niedriger Energiekosten und des abwertenden Euro steigen die Erwartungen hinsichtlich der Export- und Geschäftsentwicklung. Das entschiedene Handeln der Europäischen Zentralbank dürfte Befürchtungen zerstreuen, dass die Unternehmen ihre Absatzpreise nicht durchsetzen können.

 

2Dienstag: Die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senat („Humphrey Hawkins“) wird von den Finanzmarktteilnehmern mit Spannung erwartet. Möglich ist, dass die geldpolitische Diskussion von einer politischen Diskussion über den Unabhängigkeitsstatus der Fed überlagert wird. Vermutlich wird Yellen dem nun von Republikanern geführten Senat insoweit entgegen kommen, als dass sie baldige Leitzinserhöhungen (in diesem Jahr) wage in Aussicht stellt. Eine weitergehende Festlegung, bspw. Juni als wahrscheinlichsten Termin für die Leitzinswende, wäre aus unserer Sicht höchst überraschend.

 

3

Freitag: Anfang des Jahres ist die Inflation in Deutschland zum ersten Mal seit 2009 unter die Nulllinie gefallen. Wichtigste Ursache war der scharfe Rückgang des Ölpreises. Daneben sind einige saisonbedingte Preiserhöhungen zuletzt hinter dem üblichen Ausmaß zurückgeblieben, so etwa bei Lebensmitteln und Pauschalreisen. Im Februar dürften sich diese Entwicklungen zum Teil wieder umgekehrt haben. Insbesondere waren höhere Preise von Benzin, Diesel und Heizöl zu beobachten. Die Folge ist ein kräftiger Anstieg der Verbraucherpreise im Monatsvergleich, aber eine mit -0,2 % immer noch negative Jahresrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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