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Konjunktursignale der nächsten Tage

28. März 2015

Preisdaten am Montag aus Deutschland und am Dienstag aus Euroland prägen den Wochenbeginn. Zur Wochenmitte steht der Einkaufsmanagerindex des „Reichs der Mitte“ im Fokus. Beachtenswert ist schließlich am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht, denn diesen beobachtet die US-Notenbank Fed genau.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-03-27 Wochenvorschau

1Montag: Die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland wird weiterhin stark durch die Energie- und Nahrungsmittelpreise geprägt. Seit Anfang März ging der Preis für die europäische Rohölsorte Brent zurück. Somit kamen die Preiserhöhungen an den Tankstellen zum Erliegen. Zugleich gab es Preisan-stiege bei Bekleidung und Schuhen mit der Einführung der neuen Frühjahrskollektion. Alles in allem erwarten wir für März einen leichten Anstieg beim harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI. Für den Euroland-HVPI (am Dienstag) sehen wir mit -0,1 % einen nur geringen Rückgang der Jahresrate, während die Kernrate (ohne Energie- und Lebens-mittelpreise) mit 0,8 % im Vgl. zum Vorjahr leicht angestiegen sein dürfte.

2Mittwoch: Die Zahlen zu Industrieproduktion und Investitionen belegen, dass China schwach in das Jahr gestartet ist. Die Regierung hat bereits ange-kündigt, gegensteuern zu wollen, um das Bruttoinlandsprodukts-Wachstumsziel von 7 % im laufenden Jahr zu erreichen. Ob bereits im März eine konjunkturelle Stabilisierung zu beobachten sein wird, ist nach dem schwachen HSBC-Flash-PMI, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, fraglich. Wir erwarten dennoch, dass der offizielle Einkaufs-managerindex (CFLP) gestiegen ist, denn in diesem Index sind die großen Staatsbetriebe stark repräsentiert. Diese dürften von der hohen Kredit-vergabe zu Jahresbeginn besonders profitiert haben.

3Freitag: Wann hebt die Fed die Leitzinsen an? Bis zum Zinsentscheid im Juni stehen noch drei Arbeitsmarktberichte in den USA an. Der Bericht für März könnte vorentscheidend sein, wenn die Lohndynamik noch kräftiger als von uns erwartet ausfällt oder ein extrem hoher Beschäftigungsaufbau gemeldet wird. Wahrscheinlicher ist aber, dass frühestens mit dem Arbeitsmarkt für April die Gewissheit für den Juni-Termin vorliegt. Zwar haben die meisten Konjunkturindikatoren zuletzt negativ überrascht, aber die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt haben kaum Schwäche signalisiert. Somit rechnen wir trotz der aktuellen konjunkturellen Schwächephase mit einem weiteren robusten Arbeitsmarktbericht.

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http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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