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Konjunktursignale der nächsten Tage

26. April 2015

Eine US-Woche steht an: Mit den Bruttoinlandsproduktdaten und dem Zinsentscheid der US-Notenbank markiert der Mittwoch den Höhepunkt der Woche. Den Ausklang bilden die Inflationsdaten aus der Eurozone am Donnerstag. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-04-24 Wochenvorschau

1Mittwoch: Aufgrund verschiedener Belastungsfaktoren rechnen wir beim US-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal mit einem schwachen Wachstum. Der Rückgang der Investitionen in die Gas- und Ölförderung dürfte zu einem Einbruch bei den Gewerbebauinvestitionen geführt haben. Die ungewöhnlich harten Witterungsbedingungen trugen zu einer verhaltenden privaten Konsumdynamik sowie einer schwachen Wohnungsbau-aktivität bei. Zudem wird sich der Hafenarbeiterstreik in schwachen Außenhandelszahlen niederschlagen. Alles in allem handelt es sich aber um zeitlich befristete Belastungsfaktoren, sodass der weitere Wachstumsausblick aufwärtsgerichtet bleibt.

2Mittwoch: Der Zinsentscheid der Fed dürfte ereignisarm sein: Es wird nur ein Statement veröffentlicht. Dieses dürfte die Zuversicht der FOMC-Mitglieder widerspiegeln, dass die wirtschaftliche Dynamik wieder aufwärtsgerichtet ist und das Inflationsziel von 2 % mittelfristig erreicht wird. Denkbar ist, dass noch deutlicher als bislang auf die bevorstehende Leitzinswende verwiesen wird, ohne sich auf einen bestimmten Termin festzulegen. Unwahrscheinlich erscheint, dass die Leitzinswende für Juni ausgeschlossen wird. Möglich, aber aus unserer Sicht ebenfalls wenig wahrscheinlich ist, dass die Fed eine zeitnahe Änderung ihrer Politik der Reinvestitionen von Anleihen ankündigt.

3Donnerstag: Nach vier Monaten unter der Nulllinie dürfte die Inflation in Euroland im April wieder auf 0,1 % yoy geklettert sein. So war der Benzinpreis im Monatsvergleich leicht nach oben gerichtet. Auch für die Kernrate erwarten wir mit 0,7 % yoy einen geringfügig zunehmenden Preisauftrieb. Dabei dürften auch temporäre Einflüsse eine Rolle gespielt haben, wie etwa starke Preiserhöhungen bei Pauschalreisen aufgrund der Lage der Osterferien zu Anfang des Monats oder ausgeprägte saisonale Effekte bei Bekleidung und Schuhen aufgrund des guten Wetters. Aber auch die Abwertung des Euros sollte sich allmählich in einer etwas ansteigenden Kerninflation bemerkbar machen. ______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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