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Konjunktursignale der nächsten Tage

31. Juli 2015

Der Blick richtet sich dieses Mal auf das Ende der Woche. Am Donnerstag entscheidet die Bank of England über den Leitzins. Am Freitag folgen zunächst die deutschen Produktionsdaten für Juni. Am Nachmittag schließt sich dann der US-Arbeitsmarktbericht für Juli an.
Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-07-31 Wochenvorschau

1Donnerstag: Ab August 2015 gilt ein neuer Zeitrahmen für die Zinsentscheide und die Veröffentlichungen der Bank of England (BoE). Getagt wird nicht mehr an zwei, sondern an drei Tagen. Am Mittwoch fällt die Zinsentscheidung, veröffentlicht wird das Ergebnis aber erst am darauffolgenden Tag (Donnerstag) zusammen mit einem großen Informationspaket: dem Sitzungsprotokoll (bisher: zwei Wochen später), dem Inflationsbericht mit neuen Prognosen und einer Pressekonferenz (bisher: eine Woche später). Die jüngste Kommunikation der BoE lässt im August erste Stimmen für eine Leitzinserhöhung erwarten, während BoE-Gouverneur Carney für den ersten Zinsschritt eher das Jahresende avisiert.

2Freitag: Die Chancen für gute Industriedaten im Juni stehen gut. Nach sehr schwachen Großaufträgen im Mai sollte das Pendel nun in die andere Richtung ausgeschlagen haben. Insgesamt war das zweite Quartal ein hervorragendes für die Auftragsbücher der Industrie. Mit diesem Rückenwind dürfte auch die Produktionstätigkeit im Juni merklich zugelegt haben. Die Bautätigkeit sollte zum Ende des ersten Halbjahrs ebenfalls gestiegen sein, nachdem die Monate zuvor schwach ausgefallen waren. Hilfreich zeigt sich zudem der Kalender: Im Juni 2015 gab es weniger Ferientage als 2014. Somit erwarten wir für die Produktion im deutschen produzierenden Gewerbe im Juni ein deutliches Plus.

3Freitag: Die Fed hat bei ihrem letzten Zinsentscheid andeutet, dass für die Leitzinswende nur noch etwas Verbesserung am Arbeitsmarkt notwendig sei. Unsere Erwartungen an den US-Arbeitsmarktbericht für Juli sind nicht besonders hoch: Der Beschäftigungsaufbau dürfte mit 240.000 Stellen geringfügig besser als der Durchschnitt der vergangenen Monate ausfallen. Für die Arbeitslosenquote signalisieren die Frühindikatoren einen weiteren Rückgang auf dann 5,2 %. Hingegen deuten verschiedene Stimmungsindikatoren lediglich einen geringen Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne an. Insgesamt wird vermutlich erst der Arbeitsmarktbericht für August Klarheit bezüglich der bevorstehenden Leitzinswende bringen können. ______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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