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Konjunktursignale der nächsten Tage

24. August 2015

Diese Woche stehen Daten aus Euroland im Vordergrund. Der deutsche ifo Geschäftsklimaindex dürfte im August ebenso wie das Economic Sentiment für Euroland leicht zurückgegangen sein Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-08-21 Wochenvorschau

1Dienstag: Die Krise ist tot, es lebe die Krise! Kaum ist die Griechenland-Krise entschärft, rückt die Wachstumsverlangsamung der Schwellenländer und der Börsencrash in China in den Fokus der Wahrnehmung. Somit wird auch das erleichterte Aufatmen der Unternehmen unterbleiben, denn immerhin sind insbesondere die deutschen Firmen stark in den Schwellenländern präsent. In der Abwägung von positiven und negativen Faktoren wird die Lagebeurteilung leicht ansteigen, die Geschäftserwartungen hingegen sinken. Per Saldo ergibt sich damit im August eine leichte Abwärtsbewegung des deutschen ifo Geschäftsklimas.

2Freitag: Das Konsumenten- und Unternehmervertrauen in Euroland hat sich über die Griechenland-Krise hinweg im Juli auf den höchsten Stand seit Sommer 2007 verbessert. Dies zeigt das von der EU-Kommission ermittelte Economic Sentiment. Spürbare Impulse für eine weitere Stimmungsverbesserung im August sind allerdings nicht vorhanden. Die zahlreichen schlechten Nachrichten aus den Schwellenländern, sollten auf der Stimmung lasten und den Ausschlag für einen leichten Rückgang beim Economic Sentiment geben. Dennoch dürfte es aber für Euroland auch im August ein Wachstumssignal vom Economic Sentiment ausgehen.

3Freitag: Der starke Einfluss des gesunkenen Ölpreises auf die Verbraucherpreise in Deutschland wird erst jetzt im August im vollen Umfang sichtbar. Die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl liegen weit unter den Vormonatsniveaus. Aber auch in den meisten anderen Bereichen dürfte der Preisauftrieb verhalten gewesen sein. So könnte die große Hitze dazu geführt haben, dass saisonbedingte Preiserhöhungen von Bekleidungsartikeln verschoben worden sind. Umgekehrt ist bei saisonalen Lebensmitteln mit etwas geringeren Preissenkungen zu rechnen als üblich. In der Summe gehen wir davon aus, dass die Jahresrate des HVPI auf Null fällt. ______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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