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Konjunktursignale der nächsten Tage

31. August 2015

Nach der turbulenten Achterbahnfahrt an den Börsen in dieser Woche sendet China mit dem offiziellen Einkaufsmanagerindex ein leicht positives Signal für die wirtschaftlichen Akteure. Mit dem Zinsentscheid der EZB am Donnerstag werden auch die Stabsprojektion der EZB veröffentlicht, hier erwarten wir eine Anpassung der Preisprognose nach unten. Die Datenwoche wird am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht aus den USA abgeschlossen, für die Fed ein herausragender Indikator für den Zinsentscheid im September.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-08-28 Wochenvorschau

1Dienstag: Nachdem die Sorgen um die nachlassende  Wachstumsdynamik Chinas die internationalen Aktienmärkte in dieser Woche so kräftig durchgewirbelt haben, werden die chinesischen Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe sicherlich große Aufmerksamkeit bekommen. Für ein klareres Bild werden die Indikatoren nach unserer Erwartung allerdings kaum sorgen. Denn der PMI von Caixin dürfte die Vorgaben des Flash-PMIs bestätigen, der im August auf das niedrigste Niveau seit 2009 gefallen ist. Der offizielle PMI, der insgesamt geringere Schwankungen aufweist, dürfte im August auf 50,1 Punkte leicht ansteigen.

2Donnerstag: Auf der Pressekonferenz zur EZB-Ratssitzung wird Präsident Draghi neue makroökonomische Projektionen vorstellen. Allein aufgrund des stark gesunkenen Ölpreises ist von Abwärtskorrekturen bei den vorhergesagten Inflationsraten auszugehen. Hieraus scheinen die Ratsmitglieder unterschiedliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Während einige im Ölpreis nur einen temporären Einfluss sehen, argumentieren andere, auch die Abwärtsrisiken für den mittelfristigen Inflationsausblick hätten zugenommen. Da die wichtigste Politikoption der EZB in einer Verlängerung ihrer Anleihekäufe über September 2016 hinaus besteht, ist bei dieser Sitzung nicht mit einer Entscheidung zu rechnen.

3Freitag: Der US-Arbeitsmarkt befindet sich auch in diesem Jahr auf einem überdurchschnittlich kräftigen Wachstumspfad. Die Frühindikatoren deuten für August sogar eine Beschleunigung beim Beschäftigungsaufbau in den Bereich von 260.000 Stellen an. Allerdings ist der August aus statistischer Sicht sehr problematisch. Kein anderer Monat wird hinterher so stark revidiert wie dieser. Der durchschnittliche Revisionsbedarf beträgt ca. 80.000 Stellen, sodass wir für die Erstschätzung nur mit einem Beschäftigungsaufbau von 180.000 Stellen rechnen. Aufgrund der separaten Erhebung dürfte die Entwicklung der Arbeitslosenquote von diesen statistischen Problemen nicht betroffen sein und auf 5,2 % sinken.

________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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