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Konjunktursignale der nächsten Tage

18. September 2015

Die kommende Woche wird weitere Rückschlüsse auf die Schwellenländerkrise und ihre Folgen zulassen. Mit dem vorläufigen Einkaufsmanagerindex Chinas am Mittwoch wird sich zeigen, ob die Abkühlung weiter voranschreitet. Die europäischen Einkaufsmanagerindizes am Mittwoch und das ifo Geschäftsklima am Donnerstag werden Hinweise auf die Auswirkungen auf die Industrieländer geben. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-09-18 Wochenvorschau FTD

1Mittwoch: Die hohe Volatilität am chinesischen Aktienmarkt hielt auch im bisherigen Verlauf des Septembers an und dürfte auf der Stimmung der Unternehmen gelastet haben. Noch immer scheint die Regierung über die nachlassende wirtschaftliche Dynamik nicht ernstlich beunruhigt zu sein, denn über eine geldpolitische Lockerung hinaus wurden bislang keine größeren Maßnahmen angekündigt, um der Wirtschaft wieder mehr Schwung zu verleihen. Wir erwarten, dass der von Caixin veröffentlichte Flash-PMI für das verarbeitende Gewerbe im September nur leicht über dem sehr niedrigen Vormonatswert lag, und gehen von einem Anstieg auf 47,6 Punkte aus.

2Mittwoch: Nach den jüngsten Revisionen für die Wachstumszahlen war das zweite Quartal in Euroland, das erste seit Ende 2006, in dem alle Länder der Währungsunion gewachsen sind. Die Wachstumsbasis in Euroland hat sich damit deutlich erweitert. Die Euroland-Einkaufsmanagerindizes für den September sollten  auch für das dritte Quartal ein klares Wachstumssignal aussenden. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten insbesondere in China und zahlreiche negative Wirtschaftsnachrichten aus den Schwellenländern dürften aber eine weitere Stimmungsverbesserung bei den Unternehmen verhindern.

3Donnerstag: Das Wachstum in den Schwellenländern schwächelt derzeit. Die Finanzmärkte sind daher nervös, und die Stimmung der Finanzmarktanalysten befindet sich im Sinkflug. Bislang haben die Unternehmen sehr besonnen auf die Entwicklungen in dieser Region reagiert, und das wird sich auch im September in der Erhebung für das deutsche ifo Geschäftsklima erneut zeigen. Wir erwarten angesichts einer robusten Binnenkonjunktur und bislang nur mäßigen Bremseffekten eine weitgehend stabile Lageeinschätzung. Die Exporterwartungen und mit ihnen die Geschäftserwartungen dürften aber weiter sinken, allerdings in einem gemäßigten Tempo.

________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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