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Konjunktursignale der nächsten Tage

25. September 2015

Zu drei wichtigen wirtschaftliche Fragen werden wir in der kommenden Woche neue Informationen erhalten: Wie ist es um die Preisentwicklung in Deutschland bestellt, wie geht es der Konjunktur in China und kommt weiterer Druck vom US-Arbeitsmarktbericht auf die Fed zu? Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-09-25 Wochenvorschau

1Dienstag: Für die Verbraucherpreise in Deutschland ergibt sich im September ein ähnliches Bild wie schon im August. Der erneut verstärkte Rückgang bei den Energiepreisen hält die Verbraucherpreise (auch in der EU-weit harmonisierten Abgrenzung HVPI) insgesamt niedrig. Dabei dürften die Preise für Dienstleistungen im September ähnlich stark wie in den Vormonaten gestiegen sein. Für den Gesamtindex rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Veränderungsrate im Monatsvergleich. Das ergibt ein leichtes Plus im Vergleich zum September des vergangenen Jahres. Für den HVPI von Euroland, der am Mittwoch veröffentlicht wird, erwarten wir eine stagnierende Jahresveränderungsrate von 0,1 %.

2Donnerstag: Die Vorgaben für den offiziellen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in China sind schlecht: Der Aktienmarkt hat sich im September nicht erholt, die Regierung hat sich noch nicht zu weitergehenden Konjunkturstützungsmaßnahmen durchgerungen, und der von Caixin veröffentlichte Flash-PMI fiel um 0,3 Punkte. Die Wirtschaft dürfte nochmals leicht an Schwung verloren haben. Wir erwarten einen moderaten Rückgang des offiziellen PMI von 49,7 auf 49,6 Punkte. Um das Wachstumsziel von 7 % nicht aus den Augen zu verlieren, muss der Dienstleistungssektor weiterhin mit hoher Dynamik wachsen, um die Schwäche der Industrie zu kompensieren.

3Freitag: Der US-Arbeitsmarkt dürfte sich auch im September in sehr guter Verfassung präsentieren. Die Arbeitslosenquote dürfte mit 5,1 % weiterhin Vollbeschäftigung signalisieren. Der erwartete Beschäftigungsaufbau in Höhe von 200.000 Stellen bleibt solide und entspricht in etwa seinem Mittelwert seit Jahresanfang. Eine anhaltend starke Entwicklung am Arbeitsmarkt lässt starkes Lohnwachstum erwarten. Anzeichen dafür wären notwendig für die Leitzinswende der Fed. Letztere wartet noch auf mehr Bestätigung dafür, dass die Inflationsrate trotz der dämpfenden Effekte eines niedrigen Ölpreises und eines starken Dollar wieder zu ihrem Zielwert von 2 % ansteigen wird. ______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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