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Konjunktursignale der nächsten Tage

1. November 2015

Die Konjunkturwoche startet im fernen Osten mit den chinesischen Einkaufsmanagerindex. Aus der alten Welt – aus Deutschland – kommen am Freitag Produktionsdaten für den Monat September und in der neuen Welt wird am gleichen Tag der für die US-Geldpolitik so wichtige Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-10-30 Wochenvorschau

1Montag: Die Gefahr einer deutlichen Wachstumsab-kühlung in China zählt zu den größten Risiken für die Weltwirtschaft. Der von Caixin veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe war im September auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009 gefallen. Für den Oktober erwarten wir nur eine leichte Verbesserung. Gegen einen stärkeren Anstieg spricht die schlechte Entwicklung der Auftragseingänge. Das Bild einer schwachen Aktivität im Industriebereich würde damit bestätigt werden, doch es deutet sich kein freier Fall der Wirtschaft an. Wie schon im dritten Quartal dürften auch in den kommenden Monaten die stärksten Impulse vom Dienstleistungssektor kommen.

2Freitag: Nach sehr schwachen Produktionsdaten im August nimmt das deutsche produzierende Gewerbe Anlauf, das Quartal gut zu beenden. Anders als im August gibt es im September wohl keine Belastung durch die Lage der Schulferien mehr, eine Entlastung ist aber ebenfalls nicht zu erwarten. Somit muss man von dem leben, was an Aufträgen in der letzten Zeit eingesammelt wurde. Das war im September wohl wieder ein bisschen mehr, doch über das gesamte Quartal hinweg sehr wenig. Wir erwarten daher einen Anstieg der Produktionstätigkeit, der aber nicht auf das Juli-Niveau zurückführen wird.

3Freitag: Wann erhöht die Fed erstmals seit 2006 wieder die Leitzinsen? Der nächste US-Arbeitsmarktbericht für Oktober könnte hierüber maßgeblich entscheiden. Zuletzt sorgten zwei Monate mit schwächeren Beschäftigungszuwächsen für Enttäuschungen. Stabil blieben hingegen die meisten Arbeitsmarktindikatoren, mit deren Hilfe man die Beschäftigungsentwicklung prognostizieren kann. Deren Stabilität setzte sich im Oktober fort, sodass wir mit einem etwas höheren Beschäftigungsaufbau rechnen. Die Arbeitslosenquote war im September noch knapp oberhalb von 5,0 %. Wahrscheinlich dürfte nun diese Grenze erreicht werden.

______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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