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Konjunktursignale der nächsten Tage

21. Mai 2016

Diese Woche stehen Euroland-Konjunkturdaten im Vordergrund. Dazu gehören die Einkaufsmanagerindizes und der deutsche ifo-Index. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2016-05-20 Wochenvorschau

1Montag: Die wirtschaftliche Erholung in Euroland schreitet voran. Im ersten Quartal hat sich die Wachstumsdynamik sogar leicht beschleunigt. Mit einem Stimmungseinbruch als Vorbote für einen Konjunktureinbruch ist im Mai nicht zu rechnen. Auch die vorläufigen Werte der Einkaufsmanagerindizes für Euroland im Mai dürften das zum Ausdruck bringen. Dies gilt für den Teilindex des verarbeitenden Gewerbes wie auch für den Teilindex für die Dienstleister. Die Unternehmen profitieren von guten Finanzierungsbedingungen und nachlassenden Konsolidierungsanstrengungen der EWU-Länder. Gleichzeitig dürften die Unternehmer aber mit Unwohlsein auf die politische Risiken in Europa blicken.

2Mittwoch: Das Wachstum in Deutschland war im ersten Quartal unerwartet kräftig. Dabei konnten die Ausrüstungsinvestitionen einen wichtigen Beitrag leisten. Das Wirtschaftsvertrauen der deutschen Unternehmer dürfte auch im zweiten Quartal an- deuten, dass Deutschland auf Wachstumskurs bleibt. Dies sollte auch das ifo Geschäftsklima im Mai zum Ausdruck bringen. Allerdings ist mit Hinweisen auf eine Wachstumsbeschleunigung nicht zu rechnen. Die Geldpolitik der EZB wird zunehmend kritischer betrachtet und die politischen Risiken in den nächsten Monaten sind zahlreich. Dazu gehören das Brexit-Referendum, die Wahlen in Spanien oder auch die erneuten Probleme in Griechenland. Daneben hat sich das weltwirtschaftliche Umfeld für Deutschland noch nicht spürbar verbessert. Es sollte daher beim ifo Geschäftsklima auf eine schwache Seitwärtsbewegung hinauslaufen.

3Donnerstag: Zusammen mit den Auftragseingängen für langlebige Güter der US-Industrie werden wichtige Informationen hinsichtlich der Investitionstätigkeit der Unternehmen veröffentlicht. Diese war gesamtwirtschaftlich sowohl im vierten Quartal 2015 als auch im ersten Quartal 2016 rückläufig gewesen. Die starke Produktionsausweitung der US-Industrie im April ist allerdings ein Hinweis auf Besserung im zweiten Quartal gewesen. Wir erwarten daher sowohl für den Auftragseingang als auch für die Auslieferung von Investitionsgütern (ohne Flugzeugbau und Verteidigung) leichte monatliche Zuwächse im April. Für die Auftragseingänge langlebiger Güter insgesamt erwarten wir einen leichten monatlichen Rückgang. Hier macht sich eine etwas schwächere Orderentwicklung im Bereich Flugzeugbau bemerkbar.

______________________________________________________________________________ http://www.dekabank.de/db/de/research/index.jsp

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