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Brendan Simms und Benjamin Zeeb: Europa am Abgrund – Plädoyer für die Vereinigten Staaten von Europa

29. Juni 2016

Währungskrise und Staatsschuldenkrise, stagnierende Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit, Flüchtlingszustrom und russische Aggression – die Europäische Union befindet sich in einer multiplen Krise. Brendan Simms und Benjamin Zeeb illustrieren knapp und verständlich, wie all diese Probleme zusammenhängen und wie sie das geeinte Europa in seiner aktuellen Konstruktion an den Abgrund drängen.


0Europa-am-AbgrundIhre Problembeschreibungen sind logisch, ihr Lösungsvorschlag radikal: Mittels Volksabstimmung, so die beiden Historiker, sollten die Euroländer vorpreschen und Vereinigte Staaten nach amerikanischem, aber auch britischem Vorbild gründen. Die Autoren legen dar, warum dieser Traum eine pragmatische Lösung wäre; in Ansätzen skizzieren sie den Weg dorthin. Darüber jedoch geht ihr Manifest nicht hinaus. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die einen kompakten Überblick zu den Krisen der EU sowie Argumente für eine tiefer gehende europäische Einigung suchen. go to abstract

Über die Autoren
Brendan Simms ist Historiker und lehrt an der Fakultät für Politik und Internationale Studien der Universität Cambridge. Benjamin Zeeb ist Mitgründer und Geschäftsführer des Thinktanks „Project for Democratic Union“, der die Errichtung einer politischen Union der Euroländer zum Ziel hat.

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  1. Holger Gebhardt
    1. Juli 2016 um 14:19

    welche russische Aggression denn, bitteschön?
    Obwohl – man könnte auf diese Idee kommen; man muss sich nur auf der Landkarte anschauen, wie nah der Russe sein Land an die östlichsten US-Außenposten in Europa herangeschoben hat. Mal ehrlich, wenn der Russe wirklich aggressiv wäre, dann hätten wir schon längst wieder obligatorischen Russischunterricht ab der 5. Klasse (wie in der DDR).
    Glaubt hier in Europa irgendwer ernsthaft, die Amis würden intervenieren? Dann bitte mal in die Geschichte schauen – die haben im 2. WK schön abgewartet, wohin sich die Waagschale neigt und haben dann auf der Gewinnerseite eingegriffen.
    Die würden sich auch diesmal wieder entspannt zurücklehnen und sich hinten herum mit den Russen über die Aufteilung des Kuchens einigen und den Wiederaufbau nach dem Knall (falls überhaupt noch machbar) als willkommenes Konjunkturprogramm bejubeln.

  2. 29. Juni 2016 um 18:56

    Toller Beitrag!

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