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James K. Galbraith: Wachstum neu denken – Was die Wirtschaft aus den Krisen lernen muss

26. August 2016

Ohne Frage: James K. Galbraith bietet eine ganz andere Sicht auf die Probleme der Weltwirtschaft – jenseits der üblichen Erklärungsmuster von Angebots- bzw. Nachfrage-Theoretikern. Der linke US-Ökonom, bekannter Kritiker der US-Regierung und der Politik der Eurozone, plädiert für eine ganz andere Welt: mit niedrigen Wachstumsraten, ohne Großbanken, ohne Militär, mit guter Sozialabsicherung und hohen Steuern auf Kapital und Erbschaften.


GalbraithSeine Positionen begründet er gut, zudem schreibt er allgemein verständlich. Es dauert allerdings etwas, bis er zu seinen Kernthesen kommt. Schade ist auch, dass er sich fast ausschließlich auf die USA bezieht. Vor allem aber kommt die deutsche Ausgabe des in den USA bereits 2014 erschienenen Buches recht spät: Aktuelle Entwicklungen  widerlegen die Thesen bereits zum Teil – etwa der massive Rohstoffpreisverfall, der Rückgang der US-Arbeitslosigkeit auf Vollbeschäftigungsniveau und die deutliche Erholung einiger Eurozonenländer, etwa Irlands. Interessant bleibt dennoch, die unterschiedlichen Denkschulen in den USA und deren Interpretation etwa der Finanzkrise kennenzulernen. getAbstract empfiehlt das Buch Studenten, Politikern und allen mit Lust auf ungewöhnliche ökonomische Perspektiven. go to abstract

Über den Autor
James K. Galbraith forscht und unterrichtet an der University of Texas in Austin. Galbraith ist der Sohn des berühmten US-Ökonomen John K. Galbraith.

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