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Konjunktursignale der nächsten Tage

7. Januar 2017

Die nächste Woche bringt uns, nach den guten Auftragseingängen der Vormonate, eine anziehende Industrieproduktion in Deutschland. Der sentix-Konjunkturindikator wird es, bedingt durch die Problem der italienischen Banken, bei den Finanzmarktanalysten schwer haben schneller zu wachsen. In den USA erwarten uns gute Einzelhandelsumsätze im Dezember. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2017-01-06-wochenvorschau

2017-1Montag: Nach zwei schwachen Monaten stehen die Chancen gut, dass die Produktion im deutschen produzierenden Gewerbe im November wieder kräftiger zulegen kann. So dürfte die Industrie von den starken Auftragseingängen im Vormonat profitieren. Diese waren nicht durch Großaufträge geprägt, die sich erst in der langen Frist bemerkbar machen, sondern speisten sich aus den schneller produktionswirksamen „normalen“ Bestellungen. Die Bautätigkeit dürfte hingegen ein wenig gebremst haben. Nach kräftigen Vormonaten – einzige Ausnahme war der September – könnte es hier zu einer „Verschnaufpause“ kommen. Die Baukonjunktur bleibt aber in einer guten Verfassung. Insgesamt wird die Produktion im produzierenden Gewerbe im November zugelegt haben.

2017-2Montag: Der Blick in das neue Jahr gestaltet sich als ein Wechselbad der Gefühle. So erholen sich gerade die globalen Konjunkturindikatoren und deuten eine Belebung der Weltwirtschaft an. Für die Jahresendrallye an den Aktienmärkten war dies ein willkommener Rückenwind. Auch die Rettung der italienischen Bank Monte di Paschi dürfte von den Finanzmarktanalysten mit Freude aufgenommen worden sein. Doch angesichts der vielfältigen politischen Unsicherheiten in diesem Jahr will dennoch keine überschäumende Freude aufkommen. Die Stimmung der Finanzmarktanalysten hat daher im Januar – gemessen am Euroland-sentix – nur begrenztes Aufwärtspotenzial.

2017-3Freitag: Zum Jahresende dürften in den USA die Einzelhandelsumsätze verhältnismäßig kräftig angestiegen sein. Im Dezember nahmen die Fahrzeugverkäufe um über 3 % gegenüber dem Vormonat zu. Dies dürfte die Umsatzentwicklung der Autohändler stark beflügelt haben. Hinzu kommt ein kräftiger Benzinpreisanstieg, der die Umsätze der Tankstellenbetreiber getrieben hat. Allerdings nahm auch die Benzinnachfrage gegenüber dem Vormonat zu. Rechnet man diese Sondereffekte (sowie weitere Teilbereiche) heraus, dann ist mit einem soliden Umsatzplus zu rechnen. Hierbei handelt es sich teilweise um positive Rückpralleffekte nach einem schwächeren November. Allerdings deuten die guten Stimmungsindikatoren der privaten Haushalte auch eine grundsätzlich gute Konsumdynamik an.

______________________________________________________________________________ www.dekabank.de

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