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Konjunktursignale der nächsten Tage

11. Februar 2017

Bruttoinlandsproduktsdaten für das vierte Quartal 2016 dominieren die Woche: Am Montag meldet Japan, am Dienstag Deutschland zusammen mit vielen anderen Euroländern. Mittwochs richtet sich dann der Blick auf die US-Verbraucherpreise. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2017-02-10-wochenvorschau

grafik_1_2_2017Montag: Die Wachstumsdynamik der japanischen Volkswirtschaft mag nicht besonders hoch sein. Dafür gab es in den vergangenen Quartalen eine auffallende Stabilisierung: Mit einem weiteren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal wäre dies der vierte Anstieg in Folge – eine Wachstumsserie, wie es sie zuletzt 2012/2013 gegeben hat. Der Zuwachs um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal speist sich aus drei Quellen: privater Konsum, Unternehmensinvestitionen und Außenhandel. Insbesondere ein, wenn auch nur geringer, Anstieg der Unternehmensinvestitionen wäre ein positives Signal dafür, dass die Wachstumsserie auch Anfang 2017 noch anhalten kann.

grafik_2_2_2017Dienstag: Das Jahr 2016 brachte einmal mehr ein ordentliches Wachstum: Um 1,9 % nahm das deutsche Bruttoinlandsprodukt zu. Das Wachstum im vierten Quartal war mit einer Zunahme um 0,5 % leicht überdurchschnittlich. Profitiert hat die deutsche Volkswirtschaft von dem Anziehen der globalen Konjunktur, die das Exportwachstum anregte. Da die Importe aber stärker anstiegen, blieb unterm Strich kein Impuls übrig. Wieder einmal lieferte der Konsum – staatlich wie auch privat – positive Wachstumsbeiträge, wenn auch leicht schwächer als zuvor. Besser als im Vorquartal präsentierte sich die Investitionstätigkeit. Sowohl in Maschinen als auch in Bauten wurde mehr investiert.

grafik_2_3_2017Mittwoch: Im Dezember vergangenen Jahres überschritt die Jahresteuerungsrate der US-Verbraucherpreise erstmals seit Mai 2014 die Zielmarke von 2 %. Im Januar dieses Jahres nahm die Rate mit 2,5 % noch weiter zu. Es ist die höchste Inflationsrate seit März 2012. Hintergrund hierfür ist eine deutliche Zunahme der Energiepreise. Klammert man diese sowie die Preise für Nahrungsmittel aus (Kernrate), dann ändert sich nach dieser Abgrenzung nicht viel am Inflationsbild. Mit 2,2 % läge die Kernrate auf dem Vormonatsniveau und bereits zum 14. Mal in Folge in einem engen Werteintervall von 2,1 % bis 2,3 %. Aus geldpolitischer Sicht spannend ist die Frage, wann die Kernrate aus diesem Werteintervall nach oben ausbricht. Aufgrund des Wegfalls von früheren belastenden Zweitrundeneffekten könnte dies im Sommer dieses Jahres der Fall sein.

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