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Konjunktursignale der nächsten Tage

3. November 2017

Diese Woche stehen die deutsche Industrieproduktion und die chinesischen Verbraucherpreise im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2017-11-03 Wochenvorschau

Montag: Die Stimmung der Finanzmarktanalysten dürfte auch im November ausgezeichnet bleiben. So überraschten die Konjunkturindikatoren weltweit, insbesondere in Euroland, deutlich positiv, zuletzt beispielsweise das Economic Sentiment. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum erreicht zwar nicht alte Spitzenwerte, doch die Unternehmensumfragen zeigen, dass es vermehrt an Fachkräften mangelt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Konjunktur derzeit unter Dampf steht. Auch die Aktienmärkte haben sich im Berichtszeitraum des sentix spürbar verbessert, sodass dessen weiterem Anstieg nichts entgegenzustehen scheint.

Dienstag: Nach einem fulminanten Anstieg der Produktion im produzierenden Gewerbe im August legt dieser Indikator nun eine Verschnaufpause ein. So dürfte vor allem die Industrieproduktion in Deutschland, die im August um über 3 % zugenommen hatte, im September wieder zurückgegangen sein. Etwas Kompensation sollte ein leichtes Plus der Bauproduktion gebracht haben. Unterm Strich wird der schwache Septemberwert für ein solides Plus von 1 % im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal gereicht haben. Der Ausblick ist weiterhin ungetrübt, denn der globale Konjunkturmotor läuft derzeit auf allen Zylindern, wenngleich nicht auf höchster Drehzahl, und die deutsche Binnennachfrage ist robust.

Donnerstag: Zwischen Februar und Juli sind die Lebensmittelpreise in China kontinuierlich gesunken, was zur Folge hat, dass deren Jahresveränderungsrate auch im September negativ bleibt. Hierdurch verharrt die Inflationsrate auf niedrigem Niveau: Diese lag im September bei 1,6 % und dürfte im Oktober nur leicht auf 1,8 % angestiegen sein. Ganz anders sieht das Bild bei den Produzentenpreisen aus: Der Anstieg bei Energie- und Metallpreisen hat dazu geführt, dass es hier zu kräftigen Anstiegen in der Jahresrate gekommen ist. Getrieben wurde diese Entwicklung maßgeblich durch den Abbau von Überkapazitäten, insbesondere im Stahl- und Kohlebereich. Da dieser Prozess fortgesetzt wird, dürften die Produzentenpreise auch im Oktober kräftig zugelegt haben.

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