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Konjunktursignale der nächsten Tage

Diese Woche stehen der sentix-Konjunkturindex für Euroland und die deutsche Industrieprodutkion im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2017-12-01 Wochenvorschau

Donnerstag: Die europäische Konjunktur hat bislang ein gutes Jahr 2017 hinter sich. Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren haben für Euroland im Laufe des Jahres abgenommen oder wurden wie im Fall Katalonien deutlich entschärft. Die Stimmungsindikatoren für Euroland deuten darauf hin, dass auch der Jahresausklang erfolgreich sein dürfte. Dazu gehört der sentix-Konjunkturindex für den Dezember. Bereits im November erreichte er den höchsten Stand seit Sommer 2007. Wir rechnen daher nur mit einem leichten Plus beim sentix-Index. Der Anstieg dürfte aber ausschließlich aus den Erwartungen kommen, die im Gegensatz zur Lagebeurteilung noch Luft nach oben haben.

Donnerstag: Die deutsche Industrie ist bislang im Jahresverlauf ein wichtiges Standbein für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gewesen. Im August konnte die deutsche Nettoproduktion sogar den höchsten Anstieg im Vergleich zum Vormonat seit mehr als fünf Jahren verbuchen. Wir rechnen im Oktober vor dem Hintergrund der starken Entwicklung in diesem Jahr mit einer kleinen Verschnaufpause bei der Produktion im produzierenden Gewerbe. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es für die deutsche Industrie auf ein erfolgreiches Jahr 2017 hinaus läuft. Die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt und die Kapazitätsauslastung in Deutschland ist hoch.

Freitag: Der Beschäftigungsaufbau in den Vereinigten Staaten war in diesem Jahr mit durchschnittlich knapp 170.000 Stellen schwächer als im Jahr zuvor. Gleichwohl schließt diese Abschwächung nicht aus, dass einzelne Monate deutlich höhere Zuwächse aufweisen. Für November ist mit solch einem Ausreißer zu rechnen. So deutet die Mehrheit der bereits vorliegenden Frühindikatoren einen überdurchschnittlichen Beschäftigungsaufbau an. Zudem lagen in den Monaten August und September Hurrikan-bedingte Belastungen vor, die mit dem starken Zuwachs im Oktober noch nicht vollständig wieder aufgeholt wurden. Mit einem Stellenaufbau von 230.000 erwarten wir daher für November einen kräftigen Stellenzuwachs. Die Arbeitslosenquote dürfte hingegen auf dem Vormonatsniveau von 4,1 % verharren.

______________________________________________________________________________ www.dekabank.de

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