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Konjunktursignale der nächsten Tage

17. Dezember 2017

Diese Woche stehen der deutsche Ifo-Index und die schwedische Zentralbank im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2017-12-15 Wochenvorschau

 Dienstag: Nach fünf Allzeithochs in diesem Jahr verabschiedet sich das ifo Geschäftsklima im Dezember mit einer Seitwärtsbewegung. Zum Jahresausklang gibt es nur noch wenige stimmungsbewegende Ereignisse: So könnte die sich abzeichnende Einigung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich in der ersten Phase der Brexit-Verhandlungen positive Effekte auf die Stimmung entfalten. Man muss jedoch bedenken, dass ausgehend von der aktuell hervorragenden Konjunkturlage die Fantasie nach oben begrenzt sein sollte. Hinzu kommen auch gelegentliche Dissonanzen, wie Äußerungen der USA zur WTO. Zudem könnten die in der Metall- und Elektroindustrie anstehenden Tarifverhandlungen ihren Schatten vorauswerfen. Alles in allem bleibt aber die Unternehmensstimmung top.

Mittwoch: Die Riksbank steht vor einer schweren Entscheidung am Mittwoch: Soll sie die Anleihekäufe fortsetzen oder zum Jahresende beenden? Beim letzten Entscheid im Oktober verwies die Riksbank auf den noch ausstehenden Entscheid der Europäischen Zentralbank für den weiteren Kurs. Das vorsichtige Vorgehen der EZB seitdem spräche für eine Verlängerung des Programms. Auch der leicht schwächelnde Immobilienmarkt und die schwächer als erwartete Inflation im Oktober würden eine Verlängerung nahelegen. Allerdings hat sich die Inflation seither stabilisiert, die Löhne haben leicht zugelegt und der makroökonomische Ausblick bleibt solide. Auch Aufwertungssorgen dürften beim derzeitigen schwachen Niveau der Krone nicht allzu schwer wiegen. Wir erwarten bei der Sitzung im Dezember viel Diskussionsbedarf und eine sehr knappe Entscheidung.

Freitag: Die Inflationsentwicklung in den USA gab in diesem Jahr auch der Fed Rätsel auf, denn die Preisdynamik gemessen am Deflator der privaten Konsumausgaben (ohne Lebensmittel und Energie) war trotz der Knappheit am Arbeitsmarkt über mehrere Monate ungewöhnlich schwach. Zwar gab es offenkundige und zeitlich befristete Sondereffekte, die für einen Rückgang der Inflationsrate sorgten. Gänzlich erklären können diese Effekte aber die Gesamtentwicklung nicht. Im November dürfte die Inflationsrate auf 1,5 % leicht angestiegen sein. Hierbei hilft allerdings auch ein günstiger Basiseffekt. So stagnierte der Deflator im vergangenen Jahr im November gegenüber dem Vormonat.

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