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Konjunktursignale der nächsten Tage

30. Juli 2018

Diese Woche stehen der US-Arbeitsmarkt und das Euroland-BIP im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2018-07-27 Wochenvorschau

Montag: Mit dem Economic Sentiment der EU-Kommission wird der letzte wichtige Euroland-Stimmungsindikator für den Juli veröffentlicht. Der Teilindikator für den Konsum liegt bereits vor. Das europäische Konsumentenvertrauen bewegte sich auf einem hohen Niveau seitwärts. Für das Wirtschafsvertrauen insgesamt ist in Euroland ebenfalls mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen. Die Verunsicherung bei den Unternehmen durch die anhaltenden internationalen Handelskonflikte ist zwar vorhanden. Allerdings haben die bisherigen protektionistischen Maßnahmen noch kein Ausmaß angenommen, das einen Stimmungseinbruch hervorrufen sollte. Das Niveau der Stimmung bei den europäischen Unternehmen ist immer noch als gut zu bezeichnen.

Dienstag: Die hohe Wachstumsgeschwindigkeit aus dem vergangenen Jahr von quartalsweise 0,7 % ist für Euroland in diesem Jahr nicht realistisch. Seit dem Beginn der Europäischen Währungsunion konnte die Wirtschaft im Durchschnitt je Quartal um 0,4 % zulegen. Die Rückkehr zur „Normalität“ setzte bereits im ersten Quartal 2018 ein und dürfte sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Wir rechnen im zweiten Quartal mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % im Vergleich zum Vorquartal. Dies steht im Einklang mit den Frühindikatoren. Von den großen EWU-Ländern hat bislang nur Frankreich die Wachstumsdaten veröffentlicht. Die französische Wirtschaft hat mit einem Wachstum von auf 0,2 % im zweiten Quartal enttäuscht.

Freitag: Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli dürfte ein nahezu unverändertes Bild vom Arbeitsmarkt zeichnen: In den vergangenen zwölf Monaten betrug der durchschnittliche monatliche Stellenaufbau knapp 200.000 Personen und mit solch einem Zuwachs rechnen wir auch in diesem Monat. Hierbei haben sich die wichtigsten Frühindikatoren im Vergleich der letzten Monate kaum verändert. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote rechnen wir mit einem Rückgang auf 3,9 %, nachdem im Vormonat ein überraschender Anstieg vermeldet worden war. Spannend bleibt insbesondere aus geldpolitischer Sicht die Lohndynamik. Hier deuten die bis dato wenig vorliegenden Frühindikatoren eine unveränderte Jahresveränderungsrate an. Passend hierzu müsste die monatliche Veränderungsrate leicht überdurchschnittlich hoch gemeldet werden.

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