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Konjunktursignale der nächsten Tage

Diese Woche stehen das deutsche BIP und der ZEW-Index im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2018-08-10 Wochenvorschau

Dienstag: Einblick in das Seelenleben der deutschen Finanzmarktanalysten liefert die ZEW-Konjunkturumfrage. Mit dem zeitlichen Aufschub im US-amerikanisch-europäischen Handelsstreit dürfte etwas Ruhe eingekehrt sein. Gelöst ist dieser Konflikt zwar bei weitem nicht, er rückt aber vorerst in den Hintergrund. Eigentlich gibt es genügend Themen, die die Finanzmarktanalysten vorsichtiger stimmen lassen könnten: Brexit, Italien, der Handelsstreit zwischen den USA und China, Türkeikrise usw. Blickt man aber auf die sentix-Umfrage bei den Finanzmarktanalysten, scheint dies keine Rolle gespielt zu haben. Rund um den Globus ging die Stimmung nach oben, und das Gleiche erwarten wir für die deutsche ZEW-Konjunktur-umfrage im August.

Dienstag: Nach den enttäuschenden Zahlen Eurolands zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal richten sich nun die Blicke auf Deutschland. Tatsächlich verursachten die Konjunkturindikatoren in den letzten Monaten ein Wechselbad der Gefühle. Unterm Strich sollte aber ein solider Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % im Vorquartalsvergleich möglich sein. Dabei dürfte der private Konsum der Impulsgeber Nummer Eins gewesen sein. Auch die Bauinvestitionen sollten kräftig gewachsen sein. Keine Impulse steuerten wohl die Ausrüstungsinvestitionen bei, und der Außenhandel hat sogar gebremst – trotz eines Anstiegs der Exporte.

Mittwoch: In den USA wurden zu Beginn des Jahres die Unternehmen steuerlich entlastet. Die Regierung geht davon aus, dass hierdurch der Wachstumspfad über die kommenden Jahre spürbar höher ausfallen wird und sich die Steuerreform quasi selbst finanziert. Von der überwiegenden Mehrheit der Volkswirte kamen eher skeptische Kommentare. Dennoch, sollte die Steuerreform von langfristigem Erfolg gekrönt sein, dann müsste man dies an einer stärkeren Investitionstätigkeit sowie an einer höheren Produktionsentwicklung erkennen können. Die Investitionsdynamik war zwar im zweiten Quartal eher durchwachsen, aber immerhin dürfte die Produktivität in diesem Zeitraum mit 2,5 % (qoq, ann.) an den Durchschnitt des vorherigen Aufschwungs heranreichen. Für eine abschließende Beurteilung reicht allerdings ein einziges Quartal nicht aus.

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