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Konjunktursignale der nächsten Tage

21. Dezember 2018

In den kommenden beiden Wochen sollte man auf die Einkaufsmanagerindizes aus China und den USA achten sowie auf den US-Arbeitsmarktbericht. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2018-12-21 Wochenvorschau

Montag, 31.12.: Die Wirtschaftsdynamik in China schwächt sich ab. Das Wachstumsziel für 2018, das bei 6,5 % liegt, ist jedoch eigentlich nie ernsthaft in Gefahr geraten. Dies ist was ein Grund dafür, dass die bislang erfolgten Maßnahmen zur Konjunkturstützung sehr begrenzt blieben. Der Einkaufsmanagerindex (CFLP) für das verarbeitende Gewerbe hat sich seit Mai 2018 um rund 2 Punkte abgeschwächt und liegt mittlerweile auf dem Niveau des turbulenten Jahres 2015. Mit Blick auf 2019 konzentrieren sich die Sorgen um die Konjunktur Chinas vor allem auf die drohende Verschärfung des Handelskonflikts mit den USA. Da jedoch die unmittelbare US-Zollverschärfung zum 1. Januar 2019 abgewendet wurde, erwarten wir, dass sich der Einkaufsmanagerindex im Dezember wenig verändert bei 49,9 Punkten gezeigt haben wird.

Donnerstag, 3.1.: Wie stark lassen sich die US-Unternehmen von der schwachen Aktienmarktentwicklung der vergangenen Wochen die Stimmung verderben? Zur Prognose des nationalen Einkaufsmanagerindex ISM für das verarbeitende Gewerbe benutzt man üblicherweise regionale Umfrageergebnisse aus insgesamt fünf Fed-Distrikten. Für die Einschätzung des Dezemberwertes liegen bislang allerdings nur zwei Umfragewerte vor, die sich insgesamt gegenüber dem Vormonat verschlechtert haben. Wir erwarten daher auch für den ISM-Index im Dezember eine Eintrübung. Vermutlich wird der Indikator aber weiterhin in dem seit Sommer 2007 bestehenden Intervall zwischen gut 57 und gut 61 Punkten verbleiben.

Freitag, 4.1.: Zum Ende der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr wird der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember veröffentlicht. Zumindest dies scheint relativ sicher zu sein (ein möglicher Government Shutdown könnte allerdings zu einer ungeplanten zeitlichen Verzögerung führen). Ansonsten ist die Prognose ein Stochern im Nebel. Bereits im November verschlechterten sich die Arbeitsmarktfrühindikatoren etwas, und im Dezember hat sich diese Entwicklung tendenziell fortgesetzt. Wir vermuten daher, dass der Beschäftigungsaufbau erneut schwächer als im Durchschnitt der vorherigen zwölf Monate ausgefallen sein wird. Die Arbeitslosenquote befand sich im November knapp oberhalb der unteren Rundungsgrenze. Diese könnte sie nun nehmen und daher erneut fallen.

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