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Konjunktursignale der nächsten Tage

Neben dem ifo-Geschäftsklima am Montag stehen im weiteren Verlauf der Woche Inflationsdaten im Vordergrund: am Mittwoch aus den USA und am Freitag aus Euroland. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2019-11-22 Wochenvorschau

Montag: Die Nachrichtenlage ist derzeit wechselhaft, aber unterm Strich positiv. In den Gesprächen zwischen China und den USA signalisieren beide Parteien Interesse an einer Einigung, wenngleich immer wieder Störfeuer aus dem Weißen Haus kommt. Im Vereinigten Königreich ist derzeit das Szenario der Annahme des Johnson-Deals das wahrscheinlichste, wenngleich der Ausgang der Parlamentswahlen am 12. Dezember unsicher ist. Alles in allem bewerten die Kapitalmärkte und die Finanzmarktanalysten dies positiv, und die Unternehmen werden das ähnlich einschätzen. Wir erwarten daher eine sowohl lage- als auch erwartungsgetriebene Verbesserung des deutschen ifo Geschäftsklimas im November.

Mittwoch: Die US-Verbraucherpreise waren im Berichtsmonat Oktober auf den ersten Blick unspektakulär. Insgesamt stiegen sie aufgrund von Energiepreisen leicht überdurchschnittlich gegenüber dem Vormonat. Allerdings gab es auffallend starke Preisänderungen in mehreren Teilbereichen. Der Deflator der privaten US-Konsumausgaben für Oktober verspricht insoweit Spannung, weil diese Teilbereiche im Deflator andere Gewichte haben als im Verbraucherpreisindex. Lässt man Energie und Nahrungsmittel außen vor, dann dürfte die Inflationsrate mit 1,7 % weiterhin unterhalb der Zielmarke der Fed gelegen haben. Relativ schwach ist der private Konsum in das Schlussquartal gestartet. Hierauf haben die Einzelhandelsumsätze hingewiesen. Das Einkommensplus dürfte aufgrund des Wegfalls von Sonderhilfen für Landwirte nur gering gewesen sein.

Freitag: Die Inflationsrate im Euroraum dürfte im November auf 0,9 % (gegenüber dem Vorjahr) zugelegt haben. Zwar waren die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl im Monatsvergleich leicht rückläufig, jedoch ist in anderen Bereichen von einer tendenziell zunehmenden Teuerung auszugehen. Dies gilt besonders für Dienstleistungen, wo sich die Effekte der steigenden Löhne als erstes zeigen sollten. Hinzu kommen positive Basiseffekte, denn vor Jahresfrist waren insbesondere in Deutschland Preisrückgänge bei Pauschalreisen zu beobachten, die über das übliche Saisonmuster weit hinausgingen. Wiederholt sich dies in diesem Jahr nicht im gleichen Ausmaß, wird die Kernrate der Verbraucherpreise vorübergehend auf 1,3 % ansteigen.

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