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Wirtschaftsdienst exklusiv – Frühwarnsystem für Euroland

17. Januar 2011 Kommentare aus

Die Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union hat gezeigt, wie nötig Frühindikatoren sind, die rechtzeitig drohende Ungleichgewichte und Schwächen in einzelnen Volkswirtschaften anzeigen. Die EU-Kommission arbeitet daran. Jetzt hat Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, einen eigenen, noch weiter gehenden Vorschlag gemacht. Weiterlesen …

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Alles eine Sache der Glaubwürdigkeit

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Solange die Banken in einem so schlechten Zustand sind, dass sie bei der Pleite eines kleinen Landes gleich in Schwiereigkeiten kommen können, bleibt die Politik erpressbar. Wichtig ist daher, sagt Kai Konrad, dass die Banken ihre Risiken stärker diversifizieren.

 

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Eine zentrale Ursache dafür, die No-Bailout-Klausel nicht anzuwenden und stattdessen Griechenland und später Irland finanziell zu „retten“, sei der Zustand der Finanzmärkte: Solange die Politik die Turbulenzen und Insolvenzen von Banken an den Finanzmärkten fürchtet, die eine Umschuldung eines Eurostaats verursachen könnte, wird eine Umschuldung wohl nicht stattfinden, auch wenn sie wirtschaftspolitisch richtig und notwendig wäre. Will man künftig die No-Bailout-Klausel einhalten, muss man also die Finanzmärkte reformieren, nicht den Stabilitätsund Wachstumspakt.

 

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Gut, dass wenigstens der Staat Schulden macht

15. November 2010 Kommentare aus

Dass Staatsschulden nützlich sind und die Schuldenschranke im Grundgesetz schädlich, klingt in deutschen Ohren linksradikal. Aber es sind Argumente des emeritierten Kölner Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker – nicht gerade als links verschrien. 

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Von Weizsäcker entwirft ein Modell des Sparens und Konsumierens über die Generationen hinweg und stellt fest, dass nicht das Angebot von Kapital das Problem ist, sondern die Nachfrage.  Um für ihr Alter vorzusorgen, sparen die Menschen in den reichen Ländern einschließlich Chinas so viel, dass die Privatwirtschaft diese Ersparnisse gar nicht mehr vollständig aufnehmen kann, jedenfalls nicht bei positivem Realzins. Ohne Staatsverschuldung läge der Zins beim inzwischen normalen Sparverhalten „wahrscheinlich im negativen Bereich.“ Nur die Verschuldung des Staates hilft, darum der Titel von Weizsäckers Beitrag im neuen „Wirtschaftsdienst“: „Die Notwendigkeit von Statsschulden.“ Sein Fazit: Die Schuldenbremse ist ein Irrweg.

Darüber hinaus enthält das neue Heft des Wirtschaftsdienstes Beiträge von Heiner Flassbeck, der Infrastrukturinvestitionen fordert, und Clemens Fuest, der erklärt, warum die Schuldenschranke doch sinnvoll ist, weil sie das Vertrauen der Finanzmärkte erhöht.

 

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Wie weiter mit den Erneuerbaren?

14. Oktober 2010 Kommentare aus

Die Regierung hat ein Energiekonzept vorgelegt, das den erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle zuschreibt: Bis 2050 sollen 80% der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bedient werden. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg zu gehen. In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst werfen Ökonomen einen kritischen Blick auf die Wirkungen der Energiepolitik. Weiterlesen …

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Reform des Mehrwertsteuersystems?

16. September 2010 Kommentare aus

Die Regierungskoalition will noch in dieser Legislaturperiode die Umsatzsteuer reformieren. In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren renommierte Finanzwissenschaftler das Für und Wider einer solchen Reform.

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  • Rolf Peffekoven stellt seinen Vorschlag vor, die ermäßigten Sätze abzuschaffen und zum Ausgleich den Regelsatz von 19% auf 16% zu senken, weil er keine Rechtfertigung für einen gespaltenen Mehrwertsteuersatz erkennen kann.

  • Gerold Krause-Junk sieht das ähnlich: Die niedrigen Sätze helfen den unteren Einkommensschichten nicht zielgenau. Mögliche Wettbewerbsvorteile für einzelne Branchen (wie beispielsweise die Hotels) lassen sich ökonomisch nicht begründen.

  • Ralph Brügelmann hält eine Anhebung des Existenzminimums zum Ausgleich für richtig, wenn die ermäßigten Sätze abgeschafft werden. Dennoch glaubt er nicht, dass eine radikale Reform der Umsatzsteuer politisch durchsetzbar ist.

  • Rudolf Hickel sieht die Problematik ganz anders: Die Umsatzsteuersätze steigen nun schon seit Jahrzehnten. Mittlerweile ist dies die wichtigste Steuerart. Belastet werden vor allem die unteren Einkommensschichten. Einen Ausgleich über die Erhöhung der Sozialhilfe hält er für sozialpolitisch fragwürdig, denn die Höhe der Transferleistungen kann leicht zum „Spielball des politischen Opportunismus“ werden. Allerdings findet er auch, dass das Mehrwertsteuersystem aufgeräumt gehört: Reine Subventionen (wie bei der Absenkung der Sätze für Hotels) müssen von sozialpolitisch sinnvollen niedrigen Sätzen für Lebensmittel unterschieden werden.

 

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Ging die EZB zu weit?

12. August 2010 Kommentare aus

Seit der Krise greift die Europäische Zentralbank zu unkonventionellen Maßnahmen. Gefährdet sie damit ihre Reputation und macht es leichtfertigen Schuldnern zu einfach?

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Neue Denker (21) Armin Falk und die experimentelle Ökonomie

9. August 2010 Kommentare aus

Das Modell des Homo oeconomicus musste zuletzt viele Angriffe ertragen. Armin Falk geht einen Schritt weiter. Er will die ganze Vielseitigkeit des Menschen so gut wie möglich berücksichtigen
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