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Angela „Festgeld“ Merkel, die 10 Prozent der FDP – oder: Die erstaunlichen Parallelen von Politik und Geldanlage in diesem Land

Angela Merkel und die CDU/CSU reüssieren in Meinungsumfragen, die FDP triumphiert in Niedersachsen und Peer Steinbrück hat einen – vorsichtig formuliert – schweren Stand. Wie kommt das bloß? Die Sache ist eigentlich recht einfach. Denn in Politik wie Geldanlage treibt die allermeisten Deutschen derzeit nur eines um: Bloß den Status quo sichern. Ein Kommentar.

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Anatomie eines Umfrage-Desasters (II): Breite Zustimmung für den Rundfunkbeitrag!

Über eine besonders spannende Studie bin ich heute früh über den Link eines befreundeten TV-Moderators gestolpert. Demnach hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der ARD ermittelt, dass der neue Rundfunkbeitrag „breite Zustimmung“ bei den Deutschen fände. Das fand ich zwar angesichts der erregt geführten Debatte diverser Medien und anderslautender früherer Umfragen ungewöhnlich, aber nun gut. Ein interessierter Blick auf die konkrete Fragestellung legt dann aber anschaulich dar, wie die gut geölte Maschinerie aus Public-Relations-Beauftragten und Meinungsforschern läuft.

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Anatomie eines Umfrage-Desasters – oder: Wie geschätzt 40-50 Leutchen deutsche Politik steuern

Laut einer gestern veröffentlichten und viele hundert Male rezitierten Forsa-Umfrage favorisieren 76 Prozent der FDP-Wähler Rainer Brüderle für den Posten des FDP-Vorsitzenden im Vergleich mit Philipp Rösler. Nur acht Prozent sehen das nicht so. Auf welcher Basis entstehen eigentlich solche Umfragen, die die Politik unseres Landes entscheidend mitbestimmen? Im konkreten Fall liegt der Verdacht nahe, dass bestenfalls drei bis vier Dutzend Befragte zu anschließend medial und politisch bis auf die Knochen ausgeschlachteten Umfrageergebnissen führen.

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Eine persönliche Riester-Bilanz

28. Dezember 2012 13 Kommentare

Wenn es um die Riester-Rente geht, machen große Teile von Medien und Öffentlichkeit keine Unterschiede mehr: Teuer, unflexibel, lohnt nur für bestimmte Klientel. Destruktiv zu sein ist schwer in Mode, konstruktives habe ich seit langer Zeit nicht mehr gelesen (auch gestern nicht, nachdem der als „Studie“ getarnte Zusammenschriebs oller Kamellen von Prof. Andreas Oehler die Runde machte). Hier eine Bitte an alle Riester-Basher: Zerfleddern Sie doch bitte mal meinen Riester-Vertrag. Mit dem bin ich nämlich hochzufrieden angesichts eines Plus von 95 Prozent auf meine Nettobeiträge. Nach Gebühren. Nach Ausgabeaufschlägen. Und nach der größten Finanzkrise seit Jahrzehnten.

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Das Postbank Goldsparbuch: Wie sich Zinsen zehnteln können

21. November 2012 1 Kommentar

In den Filialen der Post und online wirbt die Postbank für das Gold-Sparen mit einem neuen Sparbuch: Zu einem garantierten Basiszinssatz kommt noch ein Zinsbonus in Höhe der Hälfte der monatlichen Goldpreisveränderung in Prozent dazu. Monate mit Verlusten mindern die Zinsen nicht. Klingt gut. Und ist ein schönes Beispiel dafür, wie einem Sparer die Intuition im Reich der Zinsen einen Streich spielen kann, denn eine Rückrechnung zeigt: Trotz eines Goldpreisanstiegs um im Schnitt 20 Prozent pro Jahr seit 2001 wäre mit dem Goldsparbuch in keinem der letzten zehn Jahre ein Goldbonus von wenigstens zwei Prozent zustande gekommen.

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[MarktWirtschaft] Was Fondsgebühren mit Stromtarifen zu tun haben

15. Oktober 2012 6 Kommentare

Stellen Sie sich vor, Ihre Stromrechnung hinge nicht nur davon ab, wie viel sie verbrauchen, sondern davon, wie oft Ihre Nachbarn das Licht an- und ausschalten. Und davon, ob in Ihr Versorger gerade einen guten Kundenzulauf hat (dann wird’s teurer) oder ob ihm gerade viele Kunden verloren gehen (dann wird’s auch teurer). Ein Irrsinn? Mitnichten. Es ist der ganz normale Alltag in der deutschen Fondsbranche – und ab 2014 wird sich das Problem nochmals deutlich verschärfen.

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[MarktWirtschaft] Warum Investoren in chinesische Aktien gegen einen (sehr kräftigen) Strom paddeln

10. Oktober 2012 1 Kommentar

Was ist bloß mit chinesischen Aktien los? Knapp 40 Prozent Minus binnen drei Jahren und keine Anzeichen einer Gegenbewegung. Dabei kann der Rest der Welt auch von „schwächeren“ Wachstumsraten von gut sieben Prozent nur träumen. Was los sein könnte: Der demographische Faktor macht sich am Aktienmarkt bemerkbar – glauben jedenfalls die Strategen der Société Générale. Haben sie Recht, sind chinesische Aktien bestenfalls noch aus taktischen Erwägungen interessant. Weiterlesen …