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Thomas Fricke: Impfen, Klima und andere Dramen – Wenn die Moral alles nur schlimmer macht

13. August 2021 Kommentare aus

Die Deutschen haben einen Drang, missliebiges Verhalten zu strafen – statt Anreize zur Besserung zu setzen. Emotional ist das verständlich, gesellschaftlich aber desaströs. Das Impfdrama belegt es.

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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter #47

23. Juli 2021 Kommentare aus

Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

die Kanzlerin hat sich in den Urlaub verabschiedet, was sich an Wahlkampf bisher abgezeichnet hat, hat inhaltlich noch Potenzial nach oben. Lebenslaufdetails oder Witzeln-zum-falschen-Moment.

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Thomas Fricke: Überforderte Zentralbank – Wenn Notenbanker die Welt retten müssen

9. Juli 2021 Kommentare aus

Finanzkrise, Eurokrise, Coronakrise, Klimakrise: Die Europäische Zentralbank mischt bei einer Alarmsituation nach der anderen mit. Dabei ist sie doch vor allem für stabile Preise zuständig. Oder etwa nicht?

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Konjunktursignale der nächsten Tage

4. Juli 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die deutsche Nettoproduktion und der deutsche ZEW-Index Vordergrund. Die Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-07-02 Wochenvorschau


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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter #46

3. Juli 2021 Kommentare aus

Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

angesichts steigender Impfzahlen und sinkender Inzidenzen schlägt so manchem das Herz vor Freude auf einen unbeschwerten Sommer höher. Was bleibt, ist eine öffentliche Hand, die durch die Pandemie rekordverschuldet ist und damit die Frage, wie viele Schulden eigentlich zu viele Schulden sind.

Diese Frage haben sich diese Woche auch vier Topökonomen bei einer neuen Folge der Debt Talks Series unserer Kolleg*innen vom Institute for New Economic Thinking gestellt. Der Tenor: eine magische Zahl, die sagt, wie viele Schulden im Verhältnis zum BIP jetzt wirklich zu viele sind, gibt es nicht. Dafür aber reichlich Hinweise, dass bei der Stabilisierungspolitik auf Makroebene längst nicht mehr die Geldhüter dominieren, sondern der Fiskus. Eine neue Ära? Gute Gründe gäbe es angesichts von Sparschwemme und steigender Ungleichheit zumindest genug, denn da, so war man sich einig, kommen die konventionellen geldpolitischen Instrumente ja bekanntlich an ihre Grenzen. Eine Zusammenfassung der Session gibt’s hier.

Und was sagt eigentlich die Politik zum Schuldenthema? So kurz vor einer Wahl, die viele Weichen für die Zukunft stellen wird, nicht trivial. Dazu kommen die Klimakrise, zuletzt eindrucksvoll durch bis dato ungesehene Hitzerekorde in Nordamerika belegt, und Reiche, die auch in einer Pandemie immer reicher werden – an großen Themenkomplexen mangelt es also nicht im Wahljahr 2021. In einer Sonderreihe unseres Short Cut Formats laden wir deshalb Bundestagskandidaten dazu ein, ihre essenziellen wirtschaftspolitischen Vorschläge zu diskutieren – mit fachökonomischem Sparring Partner und vor Publikum.

Den Anfang machen Norbert Walter-Borjans (SPD) zum Thema Vermögenssteuer, am 24. August, und Christian Dürr (FDP) zum Thema Steuersenkungen und deren Multiplikatoreffekt, am 26. August. Weitere Short Cuts mit Vertreter*innen der anderen demokratischen Parteien sind geplant. Die Details – hier.

Zum Schluss wird es heute nochmal kurz persönlich: wir suchen zur Verstärkung unseres Teams in Berlin ab sofort einen Plattform Manager. Gerne teilen. Die Jobbeschreibung zum Nachlesen hier.

Ein schönes Wochenende,
Das Forum New Economy Team

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Mariana Mazzucato: Mission – Auf dem Weg zu einer neuen Wirtschaft

28. Juni 2021 Kommentare aus

missionKann man das tollkühne Projekt der Mondlandung als Modell für die Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nutzen? Mariana Mazzucato schlägt in ihrem Buch genau dies vor. Dabei belässt die Ökonomin es nicht bei den üblichen Gemeinplätzen des Weltrettungsgenres, sondern stellt fundierte  Analysen voll interessanter Details auf und leitet daraus plausible Hypothesen ab. Mit der Apollo-Analogie liefert sie einen Lösungsvorschlag, der gar nicht unrealistisch ist – weil nämlich eine so radikale wie mutige Kraftanstrengung tatsächlich der einzige Ausweg zu sein scheint. getabstract


Über die Autorin

Mariana Mazzucato ist Professorin und Direktorin des Institute for Innovation and Public Purpose am University College London. Sie ist international eine gefragte Politikberaterin und Autorin mehrerer erfolgreicher Bücher, darunter Wie kommt der Wert in die Welt? und Das Kapital des Staates.

Konjunktursignale der nächsten Tage

27. Juni 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die EWU-Verbraucherpreise und der US-Arbeitsmarkt im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-06-25 Wochenvorschau


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Thomas Fricke: Wahlprogramm und Umfragewerte – Die Sozis liegen richtig falsch

26. Juni 2021 Kommentare aus

Die SPD macht vieles, was das Volk will. Nur will das Volk die SPD offenbar trotzdem nicht. Warum eigentlich?

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Konjunktursignale der nächsten Tage

20. Juni 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die EWU-Einkaufsmanagerindizes und deutsche ifo-Index im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-06-18 Wochenvorschau


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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter #45

19. Juni 2021 Kommentare aus

Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

große Paradigmenwechsel sind nicht, wenn eine Partei oder Interessengruppe die eigene Meinung ändert. Dafür müssen sich die Ansichten, Leitbilder und Interpretationsmuster über politische Grenzen hinweg verschieben. Von daher könnte es Signal für einen größeren Paradigmenwechsel sein, wenn angesichts einer zunehmend gefährlichen Spaltung selbst Leute mit hohen Vermögen dazu aufrufen, sie stärker zu besteuern, wie das eine größere Gruppe deutscher und österreichischer Millionäre vergangene Woche gemacht hat – #taxmenow. Ähnliches gab es ja schon in den USA.

Ein weiteres starkes Signal könnte sein, was die Kolleginnen von Deutsche Bank Research in einer repräsentativen Umfrage bei 200 Unternehmen herausgefunden haben: danach scheint „die“ Wirtschaft an der Basis längst nicht (mehr) so fest überzeugt vom marktliberalen Leitbild, wie es die recht orthodoxen Verlautbarungen einschlägiger Lobbyverbände vermuten lassen – ob Verband der Familienunternehmer, Wirtschaftsrat der CDU oder jene INSM, über deren etwas plumpe Kampagne gegen die Grünen gerade viel geschrieben wird.

Nach der Befragung sagt immerhin eine relative Mehrheit von 42 Prozent, dass eine schwarz-grüne Regierung „den Beginn eines längst überfälligen Umbaus der deutschen Industrielandschaft“ bedeuten würde; und dass es so Aussicht auf ein staatliches Investitionsprogramm gäbe, „das auch Unternehmen zugutekäme“, meinen 39 Prozent. Von wegen Staat-schlecht – Markt-gut. Knapp 30 Prozent sehen in einer staatlichen Industriepolitik nicht gleich die Gefahr, dass damit die Investitionsfähigkeit gebremst wird. Noch bemerkenswerter: 36 Prozent der befragten Manager finden es gut, wenn in der EU dauerhaft gemeinsame Schulden aufgenommen werden – ein No-Go, wenn man die Positionen der Wirtschaftslobbys zur Referenz nimmt. So eine gemeinsame Haftung garantiere Absatzmärkte, meinen die Befürworter in der Umfrage. Klingt nach modernerer Lehre. Paradigmenwechsel.

Darüber einig waren sich im Grunde auch Philipp Heimberger und Daniel Stelter im New Economy Short Cut zu Italien diese Woche – nur dass sie dann doch recht unterschiedliche Rezepte befürworten: nachzusehen im Re-live hier. Was inhaltlich sonst noch alles Teil eines Paradigmenwechsels sein könnte, steckt derweil in den beiden Studien von Philippa Sigl-Glöckner vom Dezernat Zukunft zu einer neuen Finanzpolitik (und grundgesetzkonformen Reformen der Schuldenbremse) und von Tom Krebs zum – bislang stark unterschätzten – Bedarf an öffentlichen Investitionen in eine große Wasserstoffinfrastruktur: Richtwert 100 Milliarden – fast zehn Mal so viel, wie von der Bundesregierung bisher veranschlagt. Beide Studien sind jetzt in Gänze abzurufen – hier und hier.

Ende August geht’s dann in unserem Symposium um den aktuellen Stand zu noch größeren Fragen: etwa der hoch emotionalen nach dem nötigen Wachstum oder Schrumpfen der Wirtschaft – und nach der Relevanz von Alternativen zum Bruttoinlandsprodukt. Unter anderem mit Dennis Snower, Nicola Brandt, Marcel Fratzscher, Julia Steinberger, Jakob von Weizsäcker und Achim Truger. Das Programm für den 31. August steht – hier.

Ein schönes Wochenende,
Thomas Fricke

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Thomas Fricke: INSM, Familienunternehmer & Co – Propaganda für die Welt von vorgestern

18. Juni 2021 Kommentare aus

Annalena Baerbock als Moses und gemeinsam gegen den Staat: Deutschlands lauteste Wirtschaftslobbys poltern im Wahlkampf für altrabiate Marktreligion. Doch dafür gibt es selbst in der Wirtschaft gar keine Mehrheit.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

13. Juni 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die chinesische Industrieproduktion und der Fed-Zinsentscheid im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-06-11 Wochenvorschau


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Thomas Fricke: Angst vor steigenden Preisen – Vorsicht, Inflationsbetrüger!

13. Juni 2021 Kommentare aus

Wenn die Preise steigen, werden immer jene Warner laut, die deshalb gleich Gespenster und Geißeln prophezeien. Dabei kommt der Alarm immer aus einer Richtung – und ist ganz offenbar politisch motiviert.

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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter #44

10. Juni 2021 Kommentare aus

Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

es gibt Streits, deren Austragung die Beteiligten so erregen, dass keine Einigung mehr möglich scheint. Das ist in den Fragen der Ökonomie nicht anders als bei Partner- und Nachbarschaft im realen Leben. Zu solchen Streits gehört die große Frage, ob nun die Wirtschaft unendlich wachsen kann – oder angesichts planetarer Grenzen dringend schrumpfen müsste. Dogma Growth versus Dogma De-Growth? Unauflösbar. So schien‘s lange. Dabei könnte die moderne Antwort auf den alten Streit ganz anders lauten.

Wie? Darauf gibt es Antwort beim großen Symposium, das wir Ende August in Zusammenarbeit mit The New Institute ausrichten. Und auch darauf, was die moderne Forschung zur ebenso großen Frage sagt, wie sich Wohlstand besser als über das ewige BIP messen lässt – und wie die alternativen Ideen real tauglich zu machen sind. Oder dazu, wie eine Wirtschaft funktionieren könnte, die auf regenerative Ressourcen setzt. Und wie sich für jeden Risiken auffangen lassen, die mit großen Schocks verbunden sind.

Save the date! Am 31. August 2021 ganztags – hybrid in Berlin und via Zoom. Registrierung in Kürze möglich. Bitte frühzeitig melden – vor Ort begrenzte Plätze.

Emotionalstreit zwei: wenn es in Deutschland um Italien und den Euro geht. Klischees inbegriffen. Der Wiener Ökonom Philipp Heimberger hat dazu kürzlich eine Reihe Tweets veröffentlicht: unter dem Titel ‚Campaign Against Nonsense About Italy‘. Tenor: die Deutschen haben in vielem ein ziemlich schräges Bild davon, was Italien wirtschaftlich ausmacht. Wir haben Heimberger zu unserem nächsten New Economy Short Cut eingeladen – und als Gegenpart Daniel Stelter, der sagt, dass die Italiener in Wirklichkeit reicher seien als die Deutschen – und sich daher besser selber helfen sollten. Ziel der Debatte: hart an den Zahlen bleiben – und keine Grabenkämpfe. Vielleicht gibt es am Ende dann doch mehr Einigkeit, als es die Emotionalität des Themas vermuten lässt.

New Economy Short Cut – Italien – Klischees und Wirklichkeit – kommenden Dienstag, 15. Juni, ab 17 Uhr, via Zoom. Anmeldung unbegrenzt hier.

Mit gemäßigt emotionalen Grüßen,
Thomas Fricke

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Konjunktursignale der nächsten Tage

7. Juni 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die deutsche Nettoproduktion und der EZB-Zinsentscheid im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-06-04 Wochenvorschau


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