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Archive for the ‘Chefökonom’ Category

Konjunktursignale der nächsten Tage

27. September 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen der chinesische Einkaufsmanagerindex und der US-Arbeitsmarkt im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-09-25 Wochenvorschau
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Thomas Fricke: 30 Jahre Einheit – Kapitalismus-Reform jetzt!

26. September 2020 Kommentare aus

Als Deutschland 1990 die Einheit feierte, schien der Kapitalismus gewonnen zu haben. Heute kriselt er selbst. Es klingt weltfremd, wenn Marktliberale die alten Sprüche klopfen – der Markt hat gezeigt, dass er es nicht richtet.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

20. September 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen die Euroland-Einkaufsmanagerindex und der deutsche ifo-Index im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-09-18 Wochenvorschau
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Thomas Fricke: Coronakrise – Wenn Unternehmer zu viel Geld haben

18. September 2020 Kommentare aus

Kommt die Pleitewelle in Deutschland? Dagegen spricht, dass viele Unternehmen seit Jahren irre Summen auf der hohen Kante halten – aus Vorsicht. Das Verhalten schürt allerdings auf Dauer neue Krisen.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

13. September 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen die deutsche ZEW-Index und der Fed-Zinsentscheid im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-09-11 Wochenvorschau

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Thomas Fricke: EZB – Macht Notenbanker zu Klimakämpfern

11. September 2020 Kommentare aus

Lange galten Notenbanker als Götter, die ohne äußeren Einfluss und Kontrolle einzig für stabile Preise sorgen. Ein abwegiges Konstrukt angesichts der großen Krisen dieser Zeit.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

6. September 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen die deutsche Nettoproduktion und der EZB-Zinsentscheid im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-09-04 Wochenvorschau

Montag: Der Aufholprozess nach dem Ende des Lockdowns geht in die nächste Runde. Es zeigt sich aber, dass die Erholung etwas an Schwung verliert. Während des Lockdowns hatte sich ein enormer Nachholbedarf aufgestaut, der sich unmittelbar nach den Lockerungen bemerkbar machte. Dieser Effekt flacht nun zunehmend ab. Das zeigte sich eindrucksvoll in den Industrieumsätzen und -aufträgen im Juli und wird auch die Produktionstätigkeit in diesem Monat prägen. Mit einem Anstieg der Produktion im produzierenden Gewerbe um weniger als 5 % im Vormonatsvergleich werden aber immer noch kräftige Zuwächse erzielt werden. Doch die Abflachungstendenz sollte sich auch im Trend der kommenden Monate fortsetzen.

Donnerstag: Zu dieser Ratssitzung wird die EZB neue makroökonomische Projektionen vorlegen. Einige zuletzt besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten eröffnen Spielraum für leichte Aufwärtsrevisionen beim vorhergesagten Wirtschaftswachstum. Im Vorfeld gaben verschiedene Ratsmitglieder aber bereits zu verstehen, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Wochen als im Einklang mit ihrem Basisszenario ansehen. Insofern ist bei dieser Sitzung keine Änderung der Geldpolitik zu erwarten. Präsidentin Lagarde dürfte aber bestätigen, dass das Wertpapierkaufprogramm PEPP an den mittelfristigen Inflationsausblick gekoppelt ist. Dadurch hält sie die Tür offen für eine Aufstockung zu einem späteren Zeitpunkt.

Freitag: Die Fed hat jüngst ein neues Inflationsziel bekanntgegeben: Nun soll die Inflationsrate im Durchschnitt über eine nicht genauer spezifizierte Periode dem bisherigen Zielwert von 2 % entsprechen. Das wichtigste Preismaß der Fed ist bekanntlich der Deflator der privaten Konsumausgaben. Deutlich früher werden aber die Verbraucherpreise veröffentlicht. Im Juli stiegen die US-Verbraucherpreise in der Abgrenzung ohne Lebensmittel und Energie um 0,6 % gegenüber dem Vormonat an – der stärkste Preisanstieg seit Anfang 1991. Hierbei spielten ungewöhnliche, Corona-bedingte Preiskapriolen eine Rolle. Diese sorgten vermutlich auch im August für einen weiteren Preisanstieg. Bedeutsamer werden nun aber zunehmend die zyklischen Preiskomponenten. Aufgrund der üblichen Zeitverzögerung dürften diese nun preisdämpfend wirken.

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Thomas Fricke: Coronakrise – Was gegen die Wut im Land hilft

4. September 2020 Kommentare aus

Wenn es etwas gibt, was die Wut der Menschen weckt, dann ist es Ohnmacht. Das könnte erklären, warum die Bundesregierung mit ihrem Kurs in der Coronakrise heute bei der großen Mehrheit im Land so gut dasteht.

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Thomas Fricke: Mainstream-Ökonomie – Cancel Culture in der Wirtschaftspolitik

29. August 2020 Kommentare aus

Andersdenkenden den Mund zu verbieten, das geht natürlich gar nicht. Es gibt subtilere Wege dafür zu sorgen, dass richtig gedacht wird. Deutschlands Ökonomen haben da viel Übung.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

23. August 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen der deutsche ifo-Index und die Konferenz von Jackson Hole im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-08-21 Wochenvorschau

Dienstag: Die deutsche Wirtschaft erlebte im ersten Halbjahr 2020 durch die Corona-Pandemie einen schweren Wirtschaftseinbruch. Die Corona-Rezession scheint aber das Ende erreicht zu haben. Im dritten Quartal ist davon auszugehen, dass Deutschland wieder auf den Wachstumspfad zurückfindet. Darauf dürfte auch das ifo Geschäftsklima im August hindeuten. Das ifo Geschäftsklima konnte sich bereits drei Mal in Folge verbessern. Es wird aber besonders getragen von den Erwartungen der Unternehmer. Diese erreichten im Juli den höchsten Wert seit Herbst 2018. Die Lagebeurteilung kennzeichnet eine mühsame Aufwärtsbewegung. Sie liegt noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau.

Donnerstag/Freitag: Mit der Pressekonferenz von Fed-Chef Powell nach dem letzten Zinsentscheid nahmen die Erwartungen zu, dass in Bälde eine neue Strategie von der Fed veröffentlicht werden würde. Es folgte dann die Bekanntgabe des Sitzungsprotokolls, welches die geschürten Erwartungen nicht erfüllte. Kaum Konkretes ließ sich in diesem finden. Es wurde zwar über einen Strategiewechsel diskutiert, aber etwaige Mehrheitsverhältnisse für die mögliche neue Strategie ließen sich nicht ableiten. Ausschließlich zur Zinssteuerung gab es für die gegenwärtige Situation eine klare Absage. Beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole wird traditionell über geldpolitische Strategien diskutiert und Powell wird hierzu auch die Auftaktsrede halten. Zu seinem konsensgeprägten Führungsstil würde aber ein Vorpreschen nicht passen, sodass dieses Mal unsere Erwartungen eher tief hängen.

Freitag: Die Entwicklungen der Einnahmen und Ausgaben der privaten US-Haushalte stehen weiterhin im Zeichen der Bewältigung der Corona-Krise. Bereits die Einzelhandelsumsätze hatten angedeutet, dass sich der Aufholprozess des privaten Konsums auch im Juli fortgesetzt hat, wenngleich die Dynamik an Kraft eingebüßt hat. Auf der Einkommensseite dürfte sich einerseits die sich bessernde Situation am Arbeitsmarkt zeigen. Die Löhne und Gehälter dürften weiter ansteigen. Allerdings profitierten die privaten Haushalte in den Vormonaten auch von staatlichen Stützungsmaßnahmen, die im Juli ein geringeres Volumen besitzen dürften. Daher ist mit einem Einkommensrückgang gegenüber dem Vormonat zu rechnen.

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Thomas Fricke: FDP – Hohle Aufstiegsversprechen

22. August 2020 Kommentare aus

Christian Lindner hat recht: Viele Deutsche bezweifeln heute, dass es jeder in Deutschland nach oben schaffen kann, wenn er nur will. Nur werden Appelle an die Leistungsbereitschaft da wenig helfen.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

16. August 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen die UK-Verbraucherpreise und die Euroland-Einkaufsmanagerindizes im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-08-14 Wochenvorschau

Mittwoch: Im Vereinigten Königreich ist die Inflationsrate von 1,7 % im ersten Quartal auf 0,6 % im zweiten Quartal deutlich gesunken. Ursächlich dafür waren der Rückgang der Energiepreise sowie der Corona-Einschlag auf die Wirtschaft. Auch im Juli dürfte die Inflation noch bei 0,7 % liegen. Danach allerdings wird sie wegen der befristeten, Ausgaben-fördernden Corona-Maßnahmen der britischen Regierung (Mehrwertsteuersenkung von 20 % auf 5 % für das Hotel- und Gastgewerbe sowie Freizeitaktivitäten, Übernahme der Restaurantrechnungen bis zu 10 GBP) bis auf die Null-Linie weiter sinken. Dieser Rückgang dürfte allerdings nur temporär sein und die Inflation ab 2021 wieder langsam ansteigen.

Mittwoch: Der Fed-Zinsentscheid im Juli bot kaum neue Informationen. Allerdings erwähnte Fed-Chef Powell, dass bei dem zweitägigen Meeting ausführlich über einen möglichen Strategiewechsel diskutiert wurde. Das Sitzungsprotokoll dürfte verraten, wie der aktuelle Diskussionsstand ist. Ursprünglich war geplant worden, bereits in diesen Sommermonaten Ergebnisse zu präsentieren. Powell gab zu, dass der Einigungsprozess durch die Corona-Krise verzögert wurde, aber er schien zuversichtlich, dass zumindest noch in diesem Jahr die neue Strategie kommuniziert wird. Es wäre nach dem über einjährigen durchaus aufwändigen Diskussionsprozess überaus überraschend, wenn die bisherige Strategie unverändert bliebe. Am wahrscheinlichsten gilt, dass die Fed zum Preis-Level-Targeting wechselt.

Freitag: Die Europäische Währungsunion durchläuft die schwerste Wirtschaftskrise seit ihrem Bestehen. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaftsleistung um über 10 % im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen. Die Corona-Rezession dürfte aber dennoch nicht in das zweite Halbjahr hineinreichen. Bereits im dritten Quartal ist in Euroland wieder mit der Rückkehr auf den Wachstumspfad zu rechnen. Darauf dürften auch die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den August hinweisen. Dies gilt sowohl für den Teilindex der Industrie als auch für den Teilindex der Dienstleister. Die bisherigen Neuinfektionen in den EWU-Ländern trüben das Bild zwar, aber die Wirtschaftserholung können sie bislang nicht aufhalten.

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Thomas Fricke: Coronavirus – Gebt den Risiko-Urlaubern lieber eine Prämie fürs Testen

15. August 2020 Kommentare aus

Gerechtigkeitsapostel fordern, dass Rückkehrer aus Risikoländern ihren Corona-Test gefälligst selbst zahlen. Als gälte es, Fehlverhalten zu strafen. Eine gefährliche Idee.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

9. August 2020 Kommentare aus

Diese Woche stehen das UK-BIP und der ZEW-Index für Deutschland im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2020-08-07 Wochenvorschau

Dienstag: Die Erwartungen der Finanzmarktanalysten an die Konjunktur sind schon ziemlich hoch. Damit diese auch Realität werden, darf es zu keinen Störungen kommen. Die Risiken für solche Störungen haben aber mit dem Wiederanstieg der Corona-Neuinfektionen spürbar zugenommen. In fast einem Viertel der Länder weltweit tobt die zweite Welle. Darunter befinden sich auch europäische Nachbarn Deutschlands. Vor diesem Hintergrund erwarten wird im August eine Seitwärtsbewegung der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland. Die bislang sehr schwache Lageeinschätzung der Finanzmarktanalysten dürfte sich dagegen weiter verbessern.

Mittwoch: Die Corona-Pandemie hinterlässt besonders tiefe Spuren im Vereinigten Königreich. Im zweiten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt um ganze 20 % gegenüber dem Vorquartal geschrumpft sein. Dies dürfte zum weltweiten Rekord-Einbruch werden. Ein relativ später und langer Lockdown sowie die hohe Abhängigkeit vom besonders hart getroffenen Dienstleistungssektor sind hierfür die Gründe. Die Erholung der britischen Wirtschaft ab dem dritten Quartal wird neben den anhaltenden Corona-Risiken zusätzlich durch die Brexit-Unsicherheit belastet. Das Vor-Corona-Niveau von Q4/2019 dürfte die britische Wirtschaft nach den neuesten Prognosen der Bank of England erst Ende 2021 erreichen.

Freitag: Bereits in der Frühphase der Corona-Krise stellte sich die Frage nach der Stärke des Aufschwungs: Würde der vorherige Wirtschaftspfad wieder rasch erreicht werden (V-Verlauf) oder müsste mit einem dauerhaften Verlust rechnen (L-Verlauf). Inzwischen deutet sich an, dass sich die US-Wirtschaft insgesamt zwischen „V“ und „L“ erholt. Gemessen an der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze kann zwar durchaus von einem „V“-Verlauf gesprochen werden. Tagesdaten zur Konsumentwicklung deuten an, dass das Vorkrisenniveau im Juli wieder überschritten wurde. Die Industrie hat es hingegen weitaus schwerer an frühere Zeiten anzuknüpfen. Trotz eines weiteren relativ kräftigen Produktionsanstiegs im Juli dürfte mit diesem nur gut die Hälfte des vorherigen Produktionsverlustes aufgeholt worden sein.

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Thomas Fricke: Corona und Wirtschaft – Die Lockdown-Hysterie

8. August 2020 Kommentare aus

Experten warnen, auf die steigenden Corona-Fälle dürfe jetzt bloß nicht ein weiterer Lockdown folgen. Sonst drohe wirtschaftlich die Katastrophe. Das ist ein Missverständnis.

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