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Archive for the ‘Exklusiv’ Category

Hans-Peter Martin: Game Over – Wohlstand für wenige, Demokratie für niemand, Nationalismus für alle – und dann?

21. Februar 2019 1 Kommentar

Das Buch liest sich wie ein Krimi. Leider wird hier aber keine Fiktion verhandelt. Stattdessen ist Game Over eine umfassende Analyse der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Weltlage. Die umfangreiche Darstellung der Fakten verrät den Kenntnisreichtum des Autors, die Zusammenhänge sind sehr erhellend erläutert. Auch die Schlussfolgerungen lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Hans-Peter Martin prognostiziert einen Systemcrash und warnt vor Krieg.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Evidenzbasierte Politik für Deutschland

12. Februar 2019 Kommentare aus

In der Februar-Ausgabe des Wirtschaftsdienst gehen Claudia Buch, Katja Patzwaldt, Regina Riphahn und Edgar Vogel folgender Frage nach: Wie können die Rahmenbedingungen für evidenzbasierte Politik in Deutschland verbessert werden? Gerade in populistischen Zeiten halten sie regelgebundene Evaluierungen von Politikmaßnahmen für besonders wichtig, um die Qualität der Entscheidungen zu prüfen und zu besserer Politik zu gelangen. Das Autorenteam beschreibt, welche Elemente ein strukturierter Politikzyklus enthalten sollte und wie die Situation in Deutschland verbessert werden kann. Weiterlesen …

Adan Tooze: Crashed – Wie zehn Jahre Finanzkrise die Welt verändert haben

29. Januar 2019 Kommentare aus

Pünktlich zum zehnten Jahrestag der Finanzkrise von 2008 legt der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze mit Crashed eine umfassende Studie zu den Ursachen, dem Verlauf und den Nachwirkungen der größten Wirtschaftskrise der Geschichte vor. Um ihre komplexe Entwicklung zu erklären, geht er bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück und bezieht alle weltpolitischen Akteure in seine Analyse ein. Das Ergebnis ist ein Buch, das die enge Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft sowie die großen wechselseitigen Abhängigkeiten in einer multipolaren Weltordnung vor Augen führt und bereits jetzt als Standardwerk gehandelt wird.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – 20 Jahre Euro: (k)eine Krise

21. Januar 2019 1 Kommentar

Vor 20 Jahren wurde der Euro als Buchgeld eingeführt. Die gemeinsame Währung scheint mittlerweile das tiefste Tal der Krise überwunden zu haben, aber Probleme bleiben: Die Regeln entfalten ihre Wirkung nur unzureichend. Es müssen Mechanismen entwickelt werden, die den Euro krisenfest machen. In der Dezember-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren Marcel Fratzscher und Alexander Kriwoluzky vom DIW darüber, wie 20 Jahre Euro zu bewerten sind und wie die Gemeinschaftswährung stabilisiert werden kann.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – EZB nicht für Niedrigzinsen verantwortlich

8. Dezember 2018 Kommentare aus

In der März-Ausgabe des Wirtschaftsdienst schreibt Gunther Tichy (Konsulent am WiFO Wien), dass die niedrigen Zinsen vor allem durch Kapitalüberschusse verursacht werden. Auch wenn die lockere Geldpolitik der EZB dazu beigetragen haben mag, diese Tendenz zu verstärken. Maßgeblich für hohe Kapitalüberschusse und damit niedrige Zinsen sind aus Tichys Sicht: mangende Investitionen, Haushaltskonsolidierung der Staaten und zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, die zu höheren Ersparnissen führen. Weiterlesen …

Richard Thaler: Misbehaving – Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät

26. November 2018 Kommentare aus

Die Heimat des Homo oeconomicus sind wirtschaftswissenschaftliche Modelle. In der realen Welt sucht man vergeblich nach dieser stets rational handelnden, auf Nutzenmaximierung abstellenden Figur. Stattdessen tummeln sich dort Menschen, die oft unvernünftig, sprich entgegen ihrem Eigeninteresse handeln. Dies bereitet Ökonomen arge Probleme, ist aber das tägliche Brot von Psychologen. In den 70er-Jahren begannen Amos Tversky und Daniel Kahneman, reales menschliches Verhalten in die Ökonomie einzuführen. Zu ihnen stieß Richard Thaler, Autor dieses Buches und Nobelpreisträger von 2017. Mit ihrem evidenzbasierten Ansatz verbanden sie – gegen erheblichen Widerstand der Homo-oeconomicus-Gläubigen – Psychologie und Ökonomie zur Disziplin der Verhaltensökonomik. Sie gaben den Wirtschaftswissenschaften wie auch der Politik ein neues Instrumentarium an die Hand, um menschliches Verhalten besser zu verstehen und praktikable Konzepte zu entwickeln. Thaler erzählt kompetent und lebendig, wie die Verfechter des neuen Denkens allmählich Fuß fassten und für ihren Ansatz immer mehr Mitstreiter fanden. Ein unterhaltsames Buch, das viele Merkwürdigkeiten unseres Verhaltens erklärt und mit Gewinn zu lesen ist, findet getAbstract. go to abstract

Über den Autor:
Richard Thaler lehrt Behavioral Science and Economics an der University of Chicago. Er war unter anderem Berater von Barack Obama und erhielt 2017 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Er ist Co-Autor des Bestsellers Nudge.

Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt: Gescheiterte Globalisierung – Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

7. November 2018 Kommentare aus

In der Ökonomie klaffen Theorie und Praxis immer weiter auseinander. Volkswirtschaften entwickeln sich anders, als die Volkswirtschaftslehre es erklären kann. Wir brauchen eine neue theoretische Basis, fordern Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt – und zwar eine, die dem Staat eine Rolle als maßgeblicher gesamtwirtschaftlicher Akteur einräumt. Die fundierte makroökonomische Argumentation der Autoren ist in diesen makroökonomisch bewegten Zeiten ein ambitioniertes Unterfangen, das für jeden Volkswirt seinen Reiz haben sollte. Das Faszinierende an den Erkenntnissen und Vorschlägen ist, dass sie sich nicht als Resultat einer zeitgenössischen Keynes-Exegese abtun lassen. Denn bei aller Abstraktheit ökonomischer Begrifflichkeiten gelingt es den Autoren, den Blick auf der Realwirtschaft zu halten. getAbstract ist der Meinung, dass sich die ökonomischen Widersprüche unserer Zeit mit diesem Buch besser verstehen lassen als mit manchem Klassiker. go to abstract

Über die Autoren:
Der Ökonom Heiner Flassbeck war 1998/99 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Danach war er Chefvolkswirt der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD). Zusammen mit dem ehemaligen Banker Paul Steinhardt ist er Herausgeber des Magazins Makroskop.