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Archive for the ‘Exklusiv’ Category

Wirtschaftsdienst exklusiv – Die goldenen Zwanziger

31. Januar 2020 Kommentare aus

Im Leitartikel der Januarausgabe des Wirtschaftsdienst schreibt Chefredakteur Christian Breuer über die Möglichkeit gelingender Wirtschaftspolitik in den 2020er Jahren:

“Viele haben sich an der Schwelle zum neuen Jahrzehnt in der Prognose der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung versucht. Gefühlt überwiegen die Pessimisten, die sich einen Wettbewerb um die düsterste Prognose liefern. In spätestens fünf Jahren komme es zum größten Crash aller Zeiten: Demografie, Eurokrise, Auflösung der Währungsunion, Zinsen, Digitalisierung, Protektionismus, Krise der Automobilindustrie – alles scheint sich gegen die deutsche Volkswirtschaft zu wenden. Und schließlich demonstriert die weltweite Jugendbewegung Fridays for Future gegen den ökologischen Untergang. Interessant ist aber, wie zyklisch sich Narrative in Deutschland verändern: von der Lokomotive der 1990er über den kranken Mann der 2000er bis hin zum Superstar der 2010er. Soll es nun wieder zurück zum Sorgenkind gehen? Untergangsszenarien haben im Wirtschaftsdienst Tradition. Vor genau 100 Jahren lieferte der britische Ökonom und überzeugte Europäer John Maynard Keynes unter dem Eindruck der Verhandlungen über den Vertrag von Versailles einen bitteren Ausblick auf die 1920er: „Es mag uns daher ein langer, stiller Prozeß des Halbverhungerns und ein schrittweises, stetiges Sinken der Lebenshaltung bevorstehen.”

Lesen Sie den gesamten Leitartikel von Chefredakteur Christian Breuer in der Januarausgabe des Wirtschaftsdienst im OpenAccess. Alle Aufsätze des Wirtschaftsdienst zum nachlesen: Januarausgabe des Wirtschaftsdienst

Wirtschaftsdienst exklusiv – Von der Leyens fünf Herausforderungen für ein besseres Europa

13. August 2019 Kommentare aus

DIW-Präsident Marcel Fratzscher kommentiert im Leitartikel der August-Ausgabe des Wirtschaftsdienst:  „So richtig glücklich war am Ende niemand über die Wahl von Ursula von der Leyen zur Kommissionspräsidentin. Das lag aber weniger an ihr als vielmehr an dem Prozess bis zu ihrer Ernennung.“

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Verursachen Target-Salden Risiken für die Steuerzahler?

13. August 2019 Kommentare aus

In der August-Ausgabe des Wirtschaftsdienst schätzen Martin Hellwig und Isabel Schnabel mögliche Risiken durch Target-Salden ein und nehmen in ihrem Aufsatz Bezug auf eine Anhörung im Deutschen Bundestag. Am 5. Juni 2019 veranstaltete der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags eine öffentliche Anhörung zu zwei Anträgen der Fraktionen der FDP und der AfD zum Thema „Target“.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Autoindustrie: Zwischen Disruption und weiter so

15. Juli 2019 Kommentare aus

Handelsstreit, alternative Antriebe, digitale Dienstleister. Die deutsche Autoindustrie sieht vielen Herausforderungen gegenüber. In der Juli-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren Nils Jannsen, Ferdinand Dudenhöffer, Weert Canzler, Andreas Knie, Uwe Schneidewind, Thorsten Koska, Oliver Lah und Bernhard Mattes im Zeitgespräch darüber, wie gut die deutsche Autoindustrie für die Zukunft gerüstet ist.

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Wirtschaftsdienst exklusiv: Zeitarbeit geht zurück

21. Juni 2019 Kommentare aus

In der Juni-Ausgabe des Wirtschaftsdienst befassen sich Christian Hutter, Sabine Klinger und Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit der Frage, wie sich die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche verändert hat. Die Wirtschaftsdienst-Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass seit Ende 2017 die Anzahl der in Zeitarbeit beschäftigten Personen rückläufig ist. Gründe für diese Entwicklung sind nach Ansicht von Hutter, Klinger und Weber vor allem die Neufassung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie die schwächelnde Konjunktur.

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Wirtschaftsdienst exklusiv: 12 Euro Mindestlohn? Auswirkungen und Perspektiven

15. April 2019 Kommentare aus

In der Mai-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren Thorsten Schulten und Toralf Pusch vom gewerkschaftsnahen WSI der Hans-Böckler Stiftung, wie sich eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro auswirken würde. Zunächst stellen die beiden Wissenschaftler fest, dass der Mindestlohn derzeit kein existenzsichernder Lohn sei, obwohl das Mindestlohngesetz genau dies fordere. Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums haben ergeben, dass bei 45 Beitragsjahren und 38,5 Wochenstunden ein Lohn von 12,63 Euro nötig ist, um in der Rente oberhalb der Grundsicherung zu bekommen. Außerdem sei vor allem für die großen Städte der Mindestlohn zu niedrig, um die Existenz der Arbeitenden zu sichern.

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Wirtschaftsdienst exklusiv: The Rise of Trumpism

15. März 2019 Kommentare aus

Donald Trump gewann 2016 die Präsidentschaftswahlen, nachdem schon seit der Regierungszeit Ronald Reagans die oberen Einkommensschichten begünstigt worden waren. Der technische Fortschritt und die Globalisierung führten zu einem Wandel der Wirtschaftsstruktur zulasten der Mittel- und die Unterschicht. Diese litten am stärksten unter sinkenden Löhnen, einer steigenden Verschuldung und der geringen sozialen Mobilität und wendeten sich gegen die sogenannte Elite, die sie für verantwortlich hielten.

Lesen Sie exklusiv den Aufsatz von John Komlos (LMU) und Hermann Schubert (ISM Stuttgart) aus der März-Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Wirtschaftsdienst exklusiv: EZB nicht für Niedrigzinsen verantwortlich

14. März 2019 Kommentare aus

In der März-Ausgabe des Wirtschaftsdienst schreibt Gunther Tichy (Konsulent am WiFO Wien), dass die niedrigen Zinsen vor allem durch Kapitalüberschusse verursacht werden. Auch wenn die lockere Geldpolitik der EZB dazu beigetragen haben mag, diese Tendenz zu verstärken. Maßgeblich für hohe Kapitalüberschusse und damit niedrige Zinsen sind aus Tichys Sicht: mangende Investitionen, Haushaltskonsolidierung der Staaten und zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, die zu höheren Ersparnissen führen. Weiterlesen …

Hans-Peter Martin: Game Over – Wohlstand für wenige, Demokratie für niemand, Nationalismus für alle – und dann?

21. Februar 2019 1 Kommentar

Das Buch liest sich wie ein Krimi. Leider wird hier aber keine Fiktion verhandelt. Stattdessen ist Game Over eine umfassende Analyse der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Weltlage. Die umfangreiche Darstellung der Fakten verrät den Kenntnisreichtum des Autors, die Zusammenhänge sind sehr erhellend erläutert. Auch die Schlussfolgerungen lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Hans-Peter Martin prognostiziert einen Systemcrash und warnt vor Krieg.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Evidenzbasierte Politik für Deutschland

12. Februar 2019 Kommentare aus

In der Februar-Ausgabe des Wirtschaftsdienst gehen Claudia Buch, Katja Patzwaldt, Regina Riphahn und Edgar Vogel folgender Frage nach: Wie können die Rahmenbedingungen für evidenzbasierte Politik in Deutschland verbessert werden? Gerade in populistischen Zeiten halten sie regelgebundene Evaluierungen von Politikmaßnahmen für besonders wichtig, um die Qualität der Entscheidungen zu prüfen und zu besserer Politik zu gelangen. Das Autorenteam beschreibt, welche Elemente ein strukturierter Politikzyklus enthalten sollte und wie die Situation in Deutschland verbessert werden kann. Weiterlesen …

Adan Tooze: Crashed – Wie zehn Jahre Finanzkrise die Welt verändert haben

29. Januar 2019 Kommentare aus

Pünktlich zum zehnten Jahrestag der Finanzkrise von 2008 legt der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze mit Crashed eine umfassende Studie zu den Ursachen, dem Verlauf und den Nachwirkungen der größten Wirtschaftskrise der Geschichte vor. Um ihre komplexe Entwicklung zu erklären, geht er bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück und bezieht alle weltpolitischen Akteure in seine Analyse ein. Das Ergebnis ist ein Buch, das die enge Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft sowie die großen wechselseitigen Abhängigkeiten in einer multipolaren Weltordnung vor Augen führt und bereits jetzt als Standardwerk gehandelt wird.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – 20 Jahre Euro: (k)eine Krise

21. Januar 2019 1 Kommentar

Vor 20 Jahren wurde der Euro als Buchgeld eingeführt. Die gemeinsame Währung scheint mittlerweile das tiefste Tal der Krise überwunden zu haben, aber Probleme bleiben: Die Regeln entfalten ihre Wirkung nur unzureichend. Es müssen Mechanismen entwickelt werden, die den Euro krisenfest machen. In der Dezember-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren Marcel Fratzscher und Alexander Kriwoluzky vom DIW darüber, wie 20 Jahre Euro zu bewerten sind und wie die Gemeinschaftswährung stabilisiert werden kann.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – EZB nicht für Niedrigzinsen verantwortlich

8. Dezember 2018 Kommentare aus

In der März-Ausgabe des Wirtschaftsdienst schreibt Gunther Tichy (Konsulent am WiFO Wien), dass die niedrigen Zinsen vor allem durch Kapitalüberschusse verursacht werden. Auch wenn die lockere Geldpolitik der EZB dazu beigetragen haben mag, diese Tendenz zu verstärken. Maßgeblich für hohe Kapitalüberschusse und damit niedrige Zinsen sind aus Tichys Sicht: mangende Investitionen, Haushaltskonsolidierung der Staaten und zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, die zu höheren Ersparnissen führen. Weiterlesen …

Richard Thaler: Misbehaving – Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät

26. November 2018 Kommentare aus

Die Heimat des Homo oeconomicus sind wirtschaftswissenschaftliche Modelle. In der realen Welt sucht man vergeblich nach dieser stets rational handelnden, auf Nutzenmaximierung abstellenden Figur. Stattdessen tummeln sich dort Menschen, die oft unvernünftig, sprich entgegen ihrem Eigeninteresse handeln. Dies bereitet Ökonomen arge Probleme, ist aber das tägliche Brot von Psychologen. In den 70er-Jahren begannen Amos Tversky und Daniel Kahneman, reales menschliches Verhalten in die Ökonomie einzuführen. Zu ihnen stieß Richard Thaler, Autor dieses Buches und Nobelpreisträger von 2017. Mit ihrem evidenzbasierten Ansatz verbanden sie – gegen erheblichen Widerstand der Homo-oeconomicus-Gläubigen – Psychologie und Ökonomie zur Disziplin der Verhaltensökonomik. Sie gaben den Wirtschaftswissenschaften wie auch der Politik ein neues Instrumentarium an die Hand, um menschliches Verhalten besser zu verstehen und praktikable Konzepte zu entwickeln. Thaler erzählt kompetent und lebendig, wie die Verfechter des neuen Denkens allmählich Fuß fassten und für ihren Ansatz immer mehr Mitstreiter fanden. Ein unterhaltsames Buch, das viele Merkwürdigkeiten unseres Verhaltens erklärt und mit Gewinn zu lesen ist, findet getAbstract. go to abstract

Über den Autor:
Richard Thaler lehrt Behavioral Science and Economics an der University of Chicago. Er war unter anderem Berater von Barack Obama und erhielt 2017 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Er ist Co-Autor des Bestsellers Nudge.

Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt: Gescheiterte Globalisierung – Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

7. November 2018 Kommentare aus

In der Ökonomie klaffen Theorie und Praxis immer weiter auseinander. Volkswirtschaften entwickeln sich anders, als die Volkswirtschaftslehre es erklären kann. Wir brauchen eine neue theoretische Basis, fordern Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt – und zwar eine, die dem Staat eine Rolle als maßgeblicher gesamtwirtschaftlicher Akteur einräumt. Die fundierte makroökonomische Argumentation der Autoren ist in diesen makroökonomisch bewegten Zeiten ein ambitioniertes Unterfangen, das für jeden Volkswirt seinen Reiz haben sollte. Das Faszinierende an den Erkenntnissen und Vorschlägen ist, dass sie sich nicht als Resultat einer zeitgenössischen Keynes-Exegese abtun lassen. Denn bei aller Abstraktheit ökonomischer Begrifflichkeiten gelingt es den Autoren, den Blick auf der Realwirtschaft zu halten. getAbstract ist der Meinung, dass sich die ökonomischen Widersprüche unserer Zeit mit diesem Buch besser verstehen lassen als mit manchem Klassiker. go to abstract

Über die Autoren:
Der Ökonom Heiner Flassbeck war 1998/99 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Danach war er Chefvolkswirt der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD). Zusammen mit dem ehemaligen Banker Paul Steinhardt ist er Herausgeber des Magazins Makroskop.