Thomas Fricke: Streit über das richtige Wohnen – Klimaretten geht auch ohne Eigenheimbann

19. Februar 2021 Kommentare aus

Den Traum vom Einfamilienhaus anzukratzen, ist politisch irre – und wissenschaftlich sinnlos. So etwas passiert, wenn Klimaschutz dazu verkümmert, vermeintlich unmoralische Lebensstile anzuprangern.

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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter #36

17. Februar 2021 Kommentare aus

Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

ein Paket von fast zwei Billionen US-Dollar – allein die Summe dessen, was der Joe Biden nun für US-Wirtschaft und Menschen im Land an staatlichem Geld mobilisiert, klingt historisch bombastisch. Historisch könnte das Paket allerdings noch auf eine andere, weit folgenreichere Art werden – als ein hoch symbolischer wirtschaftspolitischer Schlag, mit dem faktisch ein gerade entstehendes neues ökonomisches Paradigma zu Politik wird, so wie es vor vierzig Jahren der Fall war, als Ronald Reagan im Gefolge von Margaret Thatcher das damals aufkommende marktradikal geprägte Zeitalter lostrat. So jedenfalls sieht es E.J. Dionne Jr. in einer Kolumne in der Washington Post. Denn mit dem, was Biden nun umsetzen könne, werde vieles von dem rückgängig gemacht, was die markliberale Zeit an Bevorzugung reicherer Leute, Abbau öffentlicher Infrastruktur und staatlicher Leistung mit sich gebracht hat. Womöglich, so E.J. Dionne Jr., werde man einmal davon sprechen, dass Bidenism die alten Reaganomics (endgültig) abgelöst hat. Mehr dazu von Xhulia Likaj – hier.

Dass so etwas wie ein größerer Paradigmenwechsel bevorsteht, gehört zum Grundverständnis unseres Forums – ebenso wie der vorläufige Befund, dass der Bedarf an einem neuen Paradigma zwar recht einleuchtend darlegbar ist, dies aber noch nicht heißt, dass schon klar ist, wie dieses neue Leitmotiv genau aussehen wird; und was das für einzelne große Herausforderungen wie den Abbau von Ungleichheit, die Neudefinition der Rolle des Staates oder eine tragfähigere Globalisierung konkret heißt. Auch hier macht die Erkenntnissuche Fortschritte. Zu den namhaften Autoren, die den großen Wurf zu machen versucht haben, zählt Martin Sandbu von der Financial Times. In seinem Buch „Economics of Belonging: A Radical Plan to Win Back the Left Behind and Achieve Prosperity for All“ eklärt Martin das Aufkommen von Populismus in den westlichen Demokratien stark damit, dass den Menschen das gesellschaftliche Zugehörigkeitsgefühl abhanden gekommen ist – und zwar nicht durch kulturelle Faktoren, sondern durch wirtschaftliche und technologische Veränderungen, die zu einem Anstieg der Ungleichheit führten. Während einige wenige von diesen Änderungen unseres Wirtschaftssystems profitierten, gibt es seit der Finanzkrise von 2008 immer mehr „Zurückgelassene“. Als Ausweg schlägt Martin einen „radikalen Plan“ zur Bekämpfung der Ungleichheit vor, unter anderem über einen höheren Mindestlohn, ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine Erhöhung von Arbeitsrechtstandards, eine Reform des Bankensystems, eine Nettovermögenssteuer und vieles mehr.

Kommende Woche wird Martin Sandbu über all diese Ideen mit uns und Ihnen zu diskutieren – in unserem nächsten New Economy Short Cut am Dienstag, 23. März, ab 17 Uhr 30. Wie immer mit kurzer Vorstellung und anschließender Diskussion. Alles zusammen eine Stunde. Anmeldung hier.

Mit besten Grüßen,
Thomas Fricke

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Konjunktursignale der nächsten Tage

14. Februar 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen der Euroland-Einkaufsmanagerindex und das japanische BIP im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-02-12 Wochenvorschau
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Thomas Fricke: Impfdrama und Lockdown – Staat oder Markt: Wer versagt hier mehr?

12. Februar 2021 Kommentare aus

Sind die Fehler der Corona-Politik ein Beleg dafür, dass der Staat versagt? Oder dass er dringend besser ausgestattet werden müsste? Ein Annäherungsversuch.

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Neues aus dem Forum New Economy – der Newsletter

7. Februar 2021 Kommentare aus

Mit dem Forum New Economy bringen wir seit Ende 2019 innovative Denker und Praktiker zusammen, um neue Ideen im Kampf gegen Ungleichheit, Finanzmarktexzesse, Globalisierungs- und Klimakrisen zu entwickeln. Was es Neues an Studien und Events gibt, steht alle zwei Wochen im Newsletter des Forums, den wir ab jetzt auch hier regelmäßig posten. Here we go:

„Warum der deutsche Wirtschaftsliberalismus eine kritische Selbstbilanz noch vor sich hat.“ zum Newsletter

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Konjunktursignale der nächsten Tage

7. Februar 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen die deutsche Nettoproduktion und das britische BIP im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-02-05 Wochenvorschau

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Thomas Fricke: Angebliche Shutdown-Folgen – Ein Phantom namens Wirtschaftskrise

5. Februar 2021 Kommentare aus

Die Arbeitslosigkeit steigt? Weil der Shutdown die Wirtschaft schlimm trifft? Beides Blödsinn. Und ein fatales Signal. Denn in Wirklichkeit ließe sich die Wirtschaft sogar noch mehr runterfahren.

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Robert D. Putnam: The Upswing – How America Came Together a Century Ago and How We Can Do It Again

31. Januar 2021 Kommentare aus

With exhaustive data, illustrative charts and fascinating insight into America’s shifting popular attitudes, Robert Putnam – a sociologist and the author of the seminal social analysis, Bowling Alone – shows that US society, culture, politics and economics followed a remarkably similar arc over the past 125 years or so. From the extreme inequalities and divisiveness of the Gilded Age to the equalizing reforms of the Progressive Era and back again, Putnam – writing with social entrepreneur Shaylyn Romney Garrett – reminds Americans of the times when their country works best. It happens when society lifts all boats and balances between its core ideals of rugged individualism and opportunity for all. getabstract

About the Author
Political scientist Robert D. Putnam, a professor at Harvard University, earned the National Humanities Medal in 2012. He is the author of the seminal social study, Bowling Alone, and was one of the influential modern philosophers featured in BBC radio’s series, Morality in the 21st Century, moderated by the late Lord Rabbi Jonathan Sacks.

Konjunktursignale der nächsten Tage

31. Januar 2021 Kommentare aus

Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-01-29 Wochenvorschau

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Thomas Fricke: CDU-Debatte über die Schuldenbremse – Staatsversagen als Markenkern

30. Januar 2021 Kommentare aus

Die CDU-Oberen haben die Idee aus dem Kanzleramt abgebügelt, die Schuldenbremse zu diskutieren. Dabei wird das Thema bald noch mal richtig groß. Ganz sicher.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

24. Januar 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen das deutsche ifo-Geschäftsklima und das US-BIP im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-01-22 Wochenvorschau

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Thomas Fricke: Merz, Lindner und Co. – Abstieg der Superliberalen

23. Januar 2021 Kommentare aus

Ob Friedrich Merz oder Christian Lindner: Wenn es nicht läuft, ist angeblich der böse Zeitgeist schuld. Dabei hat die Krise des alten Wirtschaftsliberalismus reale Gründe.

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Thomas Fricke: Künftiger US-Präsident vs. CDU-Vorsitzender – Lässt Biden die Deutschen bald alt aussehen?

15. Januar 2021 Kommentare aus

Vier Jahre konnten die Deutschen über Retro-Kapriolen der Amerikaner lästern. Nun könnten sich die Zeichen umkehren – und wir plötzlich alt aussehen. Das hängt auch davon ab, wer künftig die CDU führt.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

15. Januar 2021 Kommentare aus

In der nächsten Woche stehen der EZB-Zinsentscheid und der Euroland-Einkaufsmanagerindex im Vordergrund. Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2021-01-15 Wochenvorschau
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Thomas Fricke: Todeszahlen und Shutdown – Was Corona mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat

9. Januar 2021 Kommentare aus

Länder mit besonders vielen Opfern im Zweiten Weltkrieg haben weniger Corona-Tote. Klingt grotesk – könnte aber manches erklären. Auch, warum wir jetzt den ganz harten Lockdown brauchen.

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