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Posts Tagged ‘Konjunkturforum’

Juni-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Ergebnisse

22. Juni 2010 Kommentare aus

Hier ist die Auswertung der jüngsten Umfrage unter Deutschlands Top-Konjunkturexperten. Nach dem Schock folgt die vorläufige Entwarnung – das Risiko eines großen Rückschlags nach dem Euro-Rettungsschock scheint vorerst gebannt. Die Prognosen werden wieder zuversichtlicher. Weiterlesen …

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Mai-Umfrage im FTD-Konjunkturschattenrat

31. Mai 2010 Kommentare aus

Hier sind alle Ergebnisse der Umfrage unter den besten Konjunkturchefs und Chefökonomen vom 27. und 28. Mai. Weiterlesen …

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April-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Ergebnisse

26. April 2010 Kommentare aus

Wie gut läuft trotz Griechenland-Drama die Konjunktur? Hier sind die Details der jüngsten Umfrage unter den Konjunkturchefs und Chefökonomen im Schattenrat der FTD. Befragt wurden die Experten in der Zeit vom 21. bis 24. April. Weiterlesen …

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März-Umfrage im Konjunkturschattenrat – Alle Ergebnisse

29. März 2010 Kommentare aus

Hier sind die vollständigen Ergebnisse der Umfrage vom 24. bis 27. März unter Deutschlands führenden Konjunkturexperten.

1. Wie hoch schätzen Sie das Risiko, dass es 2010 zu einem empfindlichen konjunkturellen Rückschlag für die globale Konjunktur kommt? (0-100% – Durchschnittliche Antwort) 20,0

 

2. Mit welcher BIP-Entwicklung in Deutschland rechnen Sie (Durchschnittliche Angabe, Veränderung ggü. Vorquartal in %)?
… im ersten Quartal 2010? 0,2
… im zweiten Quartal 2010? 0,9

 

3. Wodurch dürfte die konjunkturelle Erholung bis Ende 2010 vor allem getragen werden (Antworten in %, Mehrfachnennungen)?
a) Lagerzyklus 30,8
b) Auslandsnachfrage 38,5
c) Konjunkturpakete 19,2
d) Entlastungen bei Steuern und Abgaben 2010 3,8
e) Investitionen der Unternehmen 7,7

 

4. Der Euro hat seit Ende 2009 um gut 10 Prozent gegenüber dem Dollar abgewertet. Wird dies das deutsche Wirtschaftswachstum 2010 stützen? (Antworten in %)
a) ja, spürbar (mindestens geschätzte 0,3 Punkte höheres BIP-Wachstum im Jahresschnitt 16,7
b) ja, leicht (weniger als 0,3 Punkte) 66,6
c) nein, der Effekt wird erst 2011 spürbar werden 0,0
d) nein 16,7

 

5. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass es 2010 in Deutschland …  (Antworten in %)
… zu einer spürbaren Kreditklemme kommt?
a) sehr hoch 0,0
b) eher hoch 25,0
c) eher niedrig 66,7
d) sehr niedrig 8,3
… die Arbeitslosigkeit im Verlauf 2010 noch auf (saisonbereinigt) vier Millionen steigt?
a) sehr hoch 0,0
b) eher hoch 25,0
c) eher niedrig 58,3
d) sehr niedrig 16,7

 

6.1 Es gibt Kritik an Leistungsbilanz-Überschussländern wie Deutschland. Ungeachtet der ideologischen Debatte: WÄre es ökonomisch wünschenswert, wenn Deutschland im nächsten Aufschwung NICHT wieder Überschüsse in der Größenordnung von 6 oder 7 Prozent des BIP erreicht? (Antworten in %)
a) ja, eine Vermeidung hoher Überschüsse wäre wünschenswert 72,7
b) nein, solche Überschüsse sind ökonomisch kein großes Problem 27,3
6.2 Wenn ja, was wäre der beste Weg, einen allzu starken Wiederanstieg des deutschen Leistungsbilanzüberschusses zu verhindern? (Antworten in %)
a) ein stärkerer Anstieg der Löhne in Deutschland als in den Jahren 2003-2007 7,7
b) Steuer- und Abgabensenkungen in Deutschland 30,8
c) Strukturreformen zur Stärkung ausbaufähiger Wirtschaftszweige wie den Dienstleistungen im Inland 30,8
d) die bisherigen Defizitländer sollten ihre Nachfrage (und damit auch die Importnachfrage für deustche Anbieter) möglichst stark dämpfen 7,7
e) es wäre wünschenswert, ist aber nicht beeinflussbar 0,0
f) andere Mittel 23,0

 

7. Wie hoch schätzen Sie das Risiko eines Staatsbankrotts in folgenden Staaten ein? (0-100%, durchschnittliche Angabe)
Griechenland 7,9
Spanien 1,1
Portugal 2,0
Irland 1,6
Großbritannien 0,6

 

8. Wann sollte die EZB ihren Leitzins wieder erhöhen? (Antworten in %)
a) Mitte 2010 0,0
b) bis Ende 2010 45,5
c) in der ersten Hälfte 2011 36,4
d) in der zweiten Hälfte 2011 18,1
e) später  0,0

 

9. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? (Durchschnittliche Angabe)
2010 2,0
2011 2,0
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Exklusiv: FTD-Schattenrat warnt vor neuen Exportüberschüssen

29. März 2010 Kommentare aus

Deutschland sollte vermeiden, beim nächsten Aufschwung die hohen Exportüberschüsse der Vergangenheit zu wiederholen. Eine deutliche Mehrheit der im FTD-Schattenrat befragten ausgewählten Ökonomen hält diese Überschüsse wirtschaftspolitisch für problematisch. 73 Prozent der befragten Ökonomen, darunter auch Banken-Chefvolkswirte, raten der Politik, in Zukunft Überschüsse wie zuletzt von sechs bis sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu vermeiden.

*
Von Hubert Beyerle und Charlotte Bartels 

Damit stehen die befragten Volkswirte mit ihrer Meinung im Gegensatz zur Bundesregierung, die weiterhin ihr Ziel verteidigt, vor allem die deutschen Exporte zu stärken. „Die Existenz von größeren und anhaltenden Leistungsbilanzungleichgewichten ist unabhängig von ihrer Entstehung problematisch“, sagte David Milleker, Chefvolkswirt von Union Investment. Sie zeigten zudem, dass auch in der Wirtschaftsstruktur des Überschusslandes eine Schieflage herrsche, etwa eine zu geringe Entwicklung personennaher Dienstleistungen.

Für die Konjunktur der nächsten Monate sind die im FTD-Schattenrat befragten Ökonomen sehr zuversichtlich: Die deutsche Wirtschaft könnte im Frühjahr so stark wachsen wie seit Anfang 2008 nicht mehr. Die Konjunkturexperten rechnen für das zweite Quartal mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,9 Prozent zum Vorquartal. Auch der bereits befürchtete Einbruch im Winter ist ihrer Meinung nach ausgeblieben. Im ersten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent gewachsen sein.

Für die beiden Jahre 2010 und 2011 rechnet der FTD-Schattenrat nun mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils 2,0 Prozent. Obwohl in jüngster Zeit einige Volkswirte ihre Prognosen gesenkt haben, liegt die Schattenratprognose im Schnitt doch um 0,2 Punkte (für 2010) und 0,4 Punkte (für 2011) über der vorangegangenen Auswertung im Februar.

Vor allem die Auslandsnachfrage dürfte zur Erholung der deutschen Wirtschaft beitragen, meinen rund 40 Prozent der Ökonomen. Dafür sorgt auch die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar, die über 80 Prozent der Konjunkturexperten als positiv für das deutsche Wachstum einstufen. Zehn Ökonomen erwarten einen leicht positiven Effekt für das Wachstum von weniger als 0,3 Prozentpunkten. Zwei rechnen damit, dass die Euro-Abwertung das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte oder mehr steigern könnte.

Generell sind die Volkswirte zuversichtlicher als im Februar: So schätzen sie die Risiken für den Arbeitsmarkt geringer ein als noch im Vormonat. Hielten im Februar noch rund 60 Prozent von ihnen die Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeitslosigkeit auf vier Millionen steigt, für eher hoch, sind im März rund 60 Prozent der Meinung, dass das Risiko eher niedrig sei.

Das Risiko einer Kreditklemme bewerteten zwei Drittel der Volkswirte als eher niedrig; im Februar war es noch die Hälfte. Keiner von ihnen schätzt das Risiko mehr als hoch ein. Mit einem Staatsbankrott Griechenlands rechnen die Schattenratökonomen nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 4,0 Prozent. Das ist halb so hoch wie vor einem Monat.

Erratum: Hier ist uns ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich halten die Experten die Wahrscheinlichkeit eines griechischen Zahlungsausfalls im Durchschnitt mit 7,9 Prozent für fast so hoch wie im Februar. 

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Februar-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Ergebnisse

2. März 2010 Kommentare aus

Hier sind die kompletten Ergebnisse der Umfrage unter den Konjunkturchefs und Chefökonomen des WirtschaftsWunder-Schattenrats. Geantwortet haben in der Zeit vom 25. Februar bis 1. März diesmal 13 von 19 Schattenräte.

1. Wie hoch schätzen Sie das Risiko, dass es 2010 zu einem empfindlichen konjunkturellen Rückschlag für die globale Konjunktur kommt? (0-100%)
  26,2

 

2. Haben Sie Ihre Prognose für 2010 seit der amtlichen Meldung einer Stagnation im vierten Quartal 2009 nach unten revidiert?
a) ja 38,5
b) nein 61,5

 

3. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass es 2010 in Deutschland …
…zu einer spürbaren Kreditklemme kommt? (Durchschnittlich geschätzte Wahrscheinlichkeit in %)
a) sehr hoch 7,7
b) eher hoch 23,1
c) eher niedrig 53,8
d) sehr niedrig 15,4
… die Arbeitslosigkeit im Verlauf 2010 noch auf (saisonbereinigt) vier Millionen steigt?
a) sehr hoch

0,0

b) eher hoch 8,3
c) eher niedrig 58,3
d) sehr niedrig 33,3

 

4. Vor dem Hintergrund der jüngsten Tarifabschlüsse der Metaller: wie dürften sich die Lohnstückkosten (je Arbeitsstunde) gesamtwirtschaftlich 2010 in Deutschland entwickeln? (Durchschnittliche Schätzung in %)
  -1,2

 

5. Ist es wahrscheinlich, dass Griechenlands Staatsdefizit bis 2010 auf drei Prozent sinkt? (Antworten in %)
a) ja 7,7
b) nein 92,3

 

6. Wie hoch schätzen Sie das Risiko eines Staatsbankrotts in folgenden Staaten ein? (Durchschnittlich geschätzte Wahrscheinlichkeit in %)
Griechenland 8,0
Spanien 0,9
Portugal 4,1
Irland 1,0
Großbritannien 0,5

 

7. Wann dürfte die Wirtschaft in den Krisenländern wieder nennenswert zu wachsen beginnen?
Griechenland na
Spanien na
Portugal na
Irland na
Großbritannien na

Die britische Wirtschaft dürfte nach letzten Schätzungen Ende 2009 erstmals nach der Rezession wieder gewachsen sein. Für alle anderen Ländern gehen die Prognosen der Schattenräte stark auseinander. So erwarten etwa Holger Schmieding und Carsten Klude bereits für das dritte Quartal 2010 ein Ende der griechischen Rezession. Andreas Rees von Unicredit rechnet damit erst Anfang 2012.

8. Ist der Euro nach Ihrer Einschätzung mit derzeit rund 1,35 $ überbewertet? (Antworten in %)
a) ja, der Gleichgewichtskurs liegt eher bei 1,30 $ 9,1
b) ja, der Gleichgewichtskurs liegt eher bei 1,20 $ 63,6
c) ja, der Gleichgewichtskurs liegt deutlich unter 1,20 $ 0,0
d) nein 27,3

 

9. Ungeachet der jüngsten 4-Prozent-Anregung von Olivier Blanchard: wäre es ökonomisch grundsätzlich vorteilhaft, das Inflationsziel der Notenbank über 2 Prozent anzuheben?
a) ja 0,0
b) ja, aber nur leicht 15,4
c) nein   84,6

 

10. Wann sollte die EZB ihren Leitzins wieder erhöhen?
a) Mitte 2010 33,3
b) bis Ende 2010    16,7
c) in der ersten Hälfte 2011 50,0
d) in der zweiten Hälfte 2011 0,0

 

7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2010 1,8
2011 1,6
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Umfrage FTD-Konjunkturschattenrat

28. Januar 2010 Kommentare aus

Kleiner Nachtrag: hier sind die Details aus der Januar-Umfrage im Konjunkturschattenrat. Quintessenz: die Experten halten mehr Optimismus für möglich, als ihn die Bundesregierung im neuen Jahreswirtschaftsbericht mit geübtem Hang zum Zweckpessimismus gerade demonstriert.

1. Wie hoch schätzen Sie das Risiko, dass es 2010 zu einem empfindlichen konjunkturellen Rückschlag für die globale Konjunktur kommt? (0-100%)
Schnitt (Median) 20,0

Umfrage unter den 19 Chefökonomen und Konjunkturchefs des Schattenrats vom 21. bis 25. Januar. Geantwortet haben diesmal 17 Schattenräte.

2. Das Statistische Bundesamt hat angedeutet, dass das deutsche BIP im vierten Quartal stagniert haben könnte. Wie ordnen Sie diese Aussage ein? (Antworten in %)
a) … das Ergebnis passt nicht zu den sonstigen Indikatoren, deshalb dürfte bei der Schnellschätzung ein positiver Wert herauskommen 50,0
b) … das Amt wird diese Stagnation bestätigen, dahinter dürften aber technisch-statistische Ausreißer stecken, die den positiven Grundtrend verdecken; spätestens ab Frühjahr wird es dafür umso stärkeres Wachstum geben 18,8
c) … die Wirtschaft dürfte tatsächlich zum Jahresende stagniert haben, und dies ist auch als vorläufiges Ende der konjunkturellen Erholung zu werten 6,3
d) … sonstige 25,0

 

3. Revidieren Sie Ihre Prognose 2010 angesichts der Aussagen zum vierten Quartal nach unten? (Antworten in %)
a) ja, habe ich bereits (oder steht unmittelbar bevor)  0,0
b) ja, sobald das Amt die Stagnation in seiner Schnellschätzung im Februar bestätigt 15,4
c) nein 84,6

 

4. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass es 2010 in Deutschland… (Antworten in %)
a) … zu einer spürbaren Kreditklemme kommt? 
sehr hoch 0,0
eher hoch 47,1
eher niedrig 35,3
sehr niedrig 17,6
b) … die Arbeitslosigkeit im Verlauf 2010 noch auf (saisonbereinigt) 4 Millionen steigt?  (Antworten in %)
sehr hoch 5,9
eher hoch 47,1
eher niedrig 41,2
sehr niedrig 5,9

 

5. Wie hoch ist alles in allem der fiskalpolitische Impuls, den es 2010 über niedrigere Steuer- und Abgabenlasten sowie höhere Ausgaben in Deutschland geben wird? (Antworten in %)

a) weniger als 0,5 Prozentpunkte 31,3
b) zwischen 0,5 und 1 Prozentpunkt  62,5
c) mehr als 1 Prozent 6,3

 

6. Für wie realistisch halten Sie das Ziel, das deutsche Gesamtstaatsdefizit 2012 auf drei Prozent zu senken? (Antworten in %)
a) sehr realistisch 17,6
b) eher realistisch 52,9
c) eher unrealistisch 23,5
d) sehr unrealistisch 5,9

 

7. Wie hoch schätzen Sie das Risiko eines Staatsbankrotts in folgenden Euro-Staaten ein? (Durchschnittliche Antwort in %)
Griechenland 10,1
Irland 2,8
Spanien 1,2
Italien 1,2

 

8. Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass die Krisenländer der Euro-Zone jetzt vor einer Phase anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und schwachen Wachstums stehen, ähnlich wie Portugal nach 2000? (Durchschnittliche Antwort in %)
Griechenland 80,0
Irland 70,0
Spanien 55,0

 

9. Wie wahrscheinlich ist Ihrer Einschätzung nach, dass der Euro 2010 wieder auf 1,60 $ steigt? (Antworten in %)
Sehr wahrscheinlich 0,0
Eher wahrscheinlich 25,0
Eher unwahrscheinlich 62,5
Sehr unwahrscheinlich 12,5

 

7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? (Durchschnittliche Erwartung in %)
2010 1,9
2011 1,5
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November-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Details

26. November 2009 Kommentare aus

Die deutsche Wirtschaft steuert wieder auf Wachstumsraten von zwei und mehr Prozent zu. Das jedenfalls erwartet ein immer größerer Teil der Top-Experten, die wir monatlich im Konjunkturschattenrat befragen. Was die besten Konjunkturchefs und Chefökonomen über die globalen Aussichten und die Risiken einer Kreditklemme oder eines neuen Schocks am deutschen Arbeitsmarkt sagen, lesen Sie hier – in den Details der Umfrage vom 23. und 24. November, an der 14 Schattenräte teilgenommen haben.

1. Die GLOBALEN konjunkturellen Aussichten für 2010 haben sich in den vergangenen vier Wochen…

a) … etwas verbessert 78,6 %
b) … deutlich verbessert 0 %
c) … nicht verändert 21,4 %
d) … etwas verschlechert 0 %
e) … deutlich verschlechert  0 %

 

2. Wie hoch stufen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die Deutsche Wirtschaft 2010 … (jeweils 0 bis 100%)

… um mehr als zwei bis unter 2,5 Prozent wächst? 34,9
… um mindestens 2,5 Prozent wächst? 13,9

 

3. Wann dürfte die deutsche Wirtschaft in etwa wieder das Niveau des Bruttoinlandsprodukts von Mitte 2008 erreicht haben? Antworten in %

– spätestens Ende 2010 0
– bis Ende 2011 7,7
– bis Ende 2012 38,5
– bis Ende 2013 46,2
– spätestens Ende 2014 7,7
– frühestens 2015 0

 

6. Wann sollte die neue Regierung mit einer nennenswerten (diskretionären) Rückführung des strukturellen Staatsdefizits beginnen (exit)? Antworten in %
a) in der ersten Hälfte 2010 0
b) in der zweiten Hälfte 2010 7,1 
c) erst 2011 78,6 
d) erst nach 2011 14,3 

 

7. Das Vorhaben der Bundesregierung, 2011 Steuern zu senken, kollidiert mit der Vorgabe aus Brüssel (und der Schuldenbremse), wonach schon 2011 das Strukturdefizit (um mindestens 0,5 Punkte) abgebaut werden soll. Wie soll die Regierung dieses Problem angehen? Antworten in %
a) sie sollte die Steuern senken und trotzdem für eine Rückführung des Strukturdefizit um 0,5 Punkte sorgen, indem sie Ausgaben entsprechend (0,5 Punkte+Steuersenkung) kürzt 53,8
b) sie sollte auf Steuersenkungen 2011 verzichten 15,4
c) sie sollte die Steuern senken und die Rückführung des Defizits verschieben oder zeitlich strecken 15,4
d) andere 15,4

 

8. Wie lautet Ihre aktuelle Prognose für Deutschland? Durchschnittliche Erwartung in %
2009 -4,9
2010 1,7
2011 1,5

 

9. Wann sollte die EZB ihren Leitzins wieder anzuheben beginnen?

a) noch 2009 0
b) in der ersten Hälfte 2010 16,7
c) in der zweiten Hälfte 2010 41,7
d) frühestens 2011 41,7
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Oktober-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Details

29. September 2009 Kommentare aus

Welche Folgen hat der Koalitionsvertrag für die Konjunktur? Wieviel der geplanten Steuersenkungen finanziert sich selbst durch höheres Wachstum? Und wann sollte die Regierung mit dem Abbau des Staatsdefizits beginnen? Nach dem der Koalitionsvertrag Samstag beschlossen war, haben wir in einer Blitzumfrage die Top-Konjunkturexperten des WirtschaftsWunder-Schattenrats gefragt, 10 Chefökonomen und Konjunkturchefs haben geantwortet. Hier sind alle Ergebnisse der Umfrage.

1. Der Koalitionsvertrag beinhaltet das Vorhaben, sowohl 2010 als auch 2011 für zusätzliche Entlastungen von Unternehmen und Verbrauchern zu sorgen. Wie verändern sich dadurch die Konjunkturperspektiven…(gegenüber dem Status que bisheriger Beschlusslage)?


Die Konjunkturaussichten bis Ende 2010 …

a) … bessern sich dadurch deutlich 10 %
b) … bessern sich dadurch leicht 80 %
c) … bleiben dadurch unverändert 10 %
d) … verschlechtern sich dadurch leicht 0 %
e) … verschlechtern sich dadurch deutlich 0 %

 

Die Konjunkturaussichten bis Ende 2011 …

a) … bessern sich dadurch deutlich 20 %
b) … bessern sich dadurch leicht 30 %
c) … bleiben dadurch unverändert 40 %
d) … verschlechtern sich dadurch leicht 10 %
e) … verschlechtern sich dadurch deutlich 0 %

 

2. Die schwarz-gelbe Koalition setzt ausdrücklich darauf, zuerst das Wirtschaftswachstum zu stärken, um dann die Konsolidierung der Staatsfinanzen anzugehen. Für wie gut beurteilen Sie diese Haltung grundsätzlich auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)?
Note im Schnitt: 3,3

 

5. Für wie hoch würden Sie ganz grob die kurzfristige Selbstfinanzierungsquote einschätzen für die avisierten Entlastungen 2011 (soweit im Detail absehbar)?
33,3 %

 

6. Wann sollte die neue Regierung mit einer nennenswerten (diskretionären) Rückführung des strukturellen Staatsdefizits beginnen (exit) ?
a) noch in diesem Jahr 0 %
b) in der ersten Hälfte 2010 0 %
c) in der zweiten Hälfte 2010 0 %
d) erst 2011 100 %

 

7. Wie würden Sie alles in allem aus konjunkturell-ökonomischer Sicht den Koalitionsvertrag bewerten? Note 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)
Note im Schnitt: 3,0
8. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? (Durchschnittliche Prognose in %)
2009 -5%
2010 1,5

 

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August-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Details

24. August 2009 Kommentare aus

In rasantem Tempo steigen derzeit die konjunkturellen Frühindikatoren. Was bedeutet das – für Wachstum, Finanz- und Geldpolitik? Hier sind die Antworten der deutschen Top-Konjunkturexperten: alle Details der Umfrage vom 19. bis 21. August im Schattenrat des WirtschaftsWunders.

1. Werden Sie Ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland 2010 in Kürze anheben (bzw haben Sie dies in den vergangenen vier Wochen bereits getan)?
a) ja, für 2009 und 2010 75%
b) ja, nur für 2010   0%
c) nein 25%

Die Botschaft ist klar: es geht um mehr als nur ein paar Ausreißer bei wackeligen Frühindikatoren. Selbst die Prognosen für 2009 werden jetzt nochmal überarbeitet – mit einem (bisher befürchteten) Minus von 6 Prozent dürfte in Kürze kaum noch jemand rechnen. Siehe auch letzte Frage.

2. Was ist der Hauptgrund für die globale konjunkturelle Besserung in diesem Frühjahr/Sommer?
a) Nachhol- bzw Rückpralleffekte bei Aufträgen und Lagerhaltung nach Abebben des Unsicherheitsschocks   54,50%
b) die erfolgreiche Wirkung von Konjunkturpaketen 27,30%
c) die expansive Ausrichtung der Geldpolitik  18,20%
d) anderes 0%

Warum scheint die Konjunktur jetzt so schnell zu wenden? Nach Einschätzung der Experten ist dafür ein Mix aus Nachholeffekten nach der Schockstarre, massiven Konjunkturpaketen und expansiver Geldpolitik verantwortlich. Die Hauptrolle dürften derzeit dabei die Nachholeffekte spielen. Da der Unsicherheitsschock abebbt, werden zurückgehaltene Aufträge jetzt wieder herausgeholt.

3. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die deutsche Wirtschaftsleistung bis Ende 2010 noch einmal in einem Quartal schrumpft (0-100 %)?
Durchschnitt der Antworten: 40%

Trotz der Erholung gibt es ein nennenswertes Risiko, dass die Wirtschaft in den kommenden Quartalen auch nochmal schrumpft. Das könnte passieren, wenn größere Impulse durch Konjunkturpakete auslaufen. Allerdings bliebe es dann wohl bei einem vorübergehenden Ausreißer nach unten.

4. Welche Konsequenzen hat die konjunkturelle Trendwende für den deutschen Arbeitsmarkt? Gemessen an den bisherigen Befürchtungen dürfte der Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Herbst …
a)… jetzt deutlich geringer ausfallen 9,10%
b) … jetzt etwas geringer ausfallen 72,70%
c) … unverändert stark ausfallen 18,20%

Bedingte Entwarnung: eine sehr große Mehrheit der Ökonomen rechnet damit, dass die schnellere konjunkturelle Erholung auch den befürchteten, stets verzögert eintretenden Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland bremst. Fast drei Viertel der Schattenräte erwartet aber einen lediglich „etwas“ geringeren Anstieg. Nur ein Experte hält eine „deutlich“ bessere Entwicklung für möglich.

5. Wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland bis Anfang 2011 an oder über 5 Mio steigen?
a) ja 9,10%
b) nein 90,90%

Wie sehr sich die Aussichten dennoch aufgehellt haben, zeigt die 5-Millionen-Frage. Noch vor ein paar Monaten gab es im Schattenrat gleich mehrere Experten, die bis 2011 die Rückkehr zur 5-Millionen-Marke für wahrscheinlich hielten. Jetzt ist es nur noch einer: Gustav Horn vom IMK.

6. Wie hoch schätzen Sie das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft für die nächsten Jahre in etwa ein?
Durchschnitt der Antworten: 1,3%

Nach dem Einbruch im Winter stellt sich die Frage, ob und wie stark die Krise auch das mittelfristige Produktionspotenzial der deutschen Wirtschaft gedämpft hat. Fünf Experten veranschlagen das inflationsfrei mögliche Wachstum für 2010 jetzt nur noch auf 1,0 Prozent.  Die anderen Schätzungen rangieren zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Die Schätzungen haben dabei auch starken Einfluss darauf, wie hoch das strukturelle Staatsdefizit zu veranschlagen ist, da dies per Definition höher ausfällt, je niedriger das Potenzialwachstum ist.

7. Wie hoch schätzen Sie das konjunkturbereinigte Staatsdefizit Deutschlands für 2010?
a) unter 2 Prozent 10%
b) zwischen 2 und 3 Prozent 40%
c) über drei Prozent 30%
d) über vier Prozent 20%

Entsprechend auseinander driften die Schätzungen zum Strukturdefizit 2010. Optimisten gehen von weniger als zwei Prozent aus – der Rest würde sich dann durch die konjunkturelle Besserung quasi automatisch abbauen lassen. Skeptiker veranschlagen den Struktursaldo dagegen auf das Doppelte. Der Unterschied dürfte in den Potenzialannahmen zu finden sein.

8. Wann wird die Konjunktur in Deutschland wieder robust genug sein, um eine nennenswerte (diskretionäre) Rückführung des strukturellen Staatsdefizits einzuleiten (exit)?
a) jetzt schon 0%
b) im Laufe des zweiten Halbjahrs 0%
c) in der ersten Hälfte 2010 0%
d) in der zweiten Hälfte 2010 18,20%
e) erst 2011 81,80%

 

9) Wann erwarten Sie eine Rückkehr der Inflation auf Raten über 1 Prozent?
a) noch in diesem Jahr 20%
b) im ersten Halbjahr 2010 20%
c) im zweiten Halbjahr 2010 40%
d) frühestens 2011 20%

 

10) Wann sollte die EZB anfangen, ihre Leitzinsen wieder anzuheben?
a) noch in diesem Jahr 0%
b) in der ersten Hälfte 2010 9,10%
c) in der zweiten Hälfte 2010 72,70%
d) erst 2011 18,20%

 

11. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2009 -5,3%
2010 1,1
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Juni-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Details

22. Juni 2009 Kommentare aus

Nach Urteil von mehr als 70 Prozent der wichtigsten deutschen Konjunkturexperten haben sich die Aussichten auf eine Stabilisierung der Weltwirtschaft in den vergangenen vier Wochen verbessert. Die meisten Experten warnen aber davor, dass diese Entwicklung durch steigende Ölpreise und neue Wechselkursturbulenzen gefährdet werden könnte. Hier sind alle Ergebnisse der Umfrage im Konjunkturschattenrat des WirtschaftsWunders. Geantwortet haben vom 16. bis 19. Juni 13 Chefökonomen und Konjunkturchefs.

1. Die Aussichten auf eine globale konjunkturelle Stabilisierung haben sich in den vergangenen vier Wochen… (Alle Antworten in %) 
a) spürbar verbessert 30,8
b) etwas verbessert 46,2
c) nicht verändert 23,1
d) eher verschlechtert 0,0
e) stark verschlechtert 0,0

 

2. Stimmen Sie der Aussage zu, dass Deutschlands Wirtschaft zwar ungewöhnlich stark von der Krise getroffen wurde, dafür aber auch automatisch am stärksten von einer globalen Erholung profitiert?
a) ja 50,0
b) nein 50,0

 

3. Wann wird sich die DEUTSCHE Wirtschaftsleistung stabilisieren (Ende des BIP-Rückgangs gegenüber Vorquartal)
a) bereits im zweiten Quartal 7,7
b) im dritten Quartal  46,2
c) im vierten Quartal 23,1
d) erst 2010 23,1

 

4. Welche Entwicklung der globalen Außensalden erwarten Sie für die Zeit nach der Krise? Welcher Interpretation würden Sie am ehesten zustimmen?

 

4. Das US-Leistungsbilanzdefizit …
a) … sinkt auf drei bis vier Prozent des BIP und wird sich dort einpendeln 69,2
b) … wird unter drei Prozent sinken 30,8
c) … wird bald wieder auf die Rekorde der letzten Jahre zusteuern 0,0

 

4.2 Der chinesische Leistungsbilanzüberschuss …
a) … wird sich etwas reduzieren, aber relativ hoch (bei 9-10% des BIP) bleiben 46,2
b) … wird noch deutlich sinken 53,8
c) … wird bald wieder steigen 0,0

 

4.3 Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss …
a) … wird sich dieses Jahr in etwa halbieren und auf diesem Niveau verharren 50,0
b) … wird in den nächsten beiden Jahren deutlich weiter fallen 33,3
c) … wird bald wieder steigen 16,7

 

5. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die erhofft-erwartete globale Erholung gefährdet wird?

 

5.1 … durch steigende Ölpreise:
a) sehr hoch 0,0
b) eher hoch 30,8
c) eher niedrig 61,5
d) sehr niedrig 7,7

 

5.2 … durch Wechselkursturbulenzen:
a) sehr hoch 7,7
b) eher hoch 53,8
c) eher niedrig 7,7
d) sehr niedrig 30,8

 

5.3 … neuen Stress auf den Finanzmärkten:
a) sehr hoch 8,3
b) eher hoch 41,7
c) eher niedrig 50,0
d) sehr niedrig 0,0

 

6. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Ölpreis 2009/10 wieder über 100 Dollar steigt? (Durchschnittliche Erwartung; von 0-100%)
35,0

 

7. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Dollar 2009/10 wieder 1,60 $ je Euro erreicht? (Durchschnittliche Erwartung; von 0-100%)
50,0

 

8. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? (Durschnittliche Prognose in %)
2009 -6,0 %
2010

0,4 %

(Spanne -1,8 – 1,2%) 

 

* Alle Angaben in %

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Mai-Umfrage im Schattenrat – alle Details

19. Mai 2009 Kommentare aus

Hier sind die gesamten Ergebnisse der Umfrage im Konjunkturschattenrat.

1.  Die Aussichten auf eine globale konjunkturelle Stabilisierung haben sich in den vergangenen vier Wochen … (a-e)*
a) spürbar verbessert 31,2
b) etwas verbessert 62,5
c) nicht verändert 6,3
d) eher verschlechtert 0
e) stark verschlechtert 0

 

2.1. Welches Land ist der konjunkturellen Wende am nächsten? Wo sind die Erholungssignale am deutlichsten? (a-d)
a) USA 13,3
b) China 86,7
c) Deutschland 0
d) Japan 0

 

2.2. … noch am weitesten entfernt? (a-d)
a) USA 20
b) China 0
c) Deutschland 13,3
d) Japan 66,7

 

3.  In welchem Quartal dürfte sich die DEUTSCHE Wirtschaftsleistung stabilisiert haben?
a) bereits im zweiten Quartal 12,5
b) im dritten Quartal  62,5
c) im vierten Quaral 12,5
d) erst 2010 12,5

 

4. Wie schätzen Sie die konjunkturelle Wirkung der Abwrackprämie ein? Welcher Interpretation würden Sie am ehesten zustimmen?
a) Sie hat ausschließlich zu Kfz-Vorziehkäufen geführt, auf die in den nächsten Monaten ein ähnlich großer Einbruch (oder sinkende Ausgaben bei anderen Konsumgütern) folgt, weshalb es per saldo keine positive konjunkturelle Wirkung gibt 30,8
b) Sie hat nicht nur zu Vorziehkäufen geführt und außerdem dazu beigetragen, eine besonders kritische Phase zu überbrücken. Der Rückpralleffekt wird begrenzt ausfallen, wenn er in eine Zeit fällt, in der sich die globale Auto-Nachfrage wieder gefangen hat. Per saldo hat die Prämie daher spürbar positive konjunkturelle Wirkung.   23
c) andere Interpretationen 46,2

 

5.  Wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland bis 2010 noch  an die 5-Millionen-Marke reichen? (a-c)
a) ja 37,5
b) nein 62,5

 

6.  Mit welchem Trendwachstum der Weltwirtschaft rechnen Sie für die Jahre nach der Rückkehr zu positivem Wachstum*? (a-c)
a)  wieder bei mindestens vier Prozent*    6,2
b)  eher bei drei Prozent    75
c) eher  bei zwei Prozent      18,8
d)  unter zwei Prozent  0

 *ausgehend von einer Rate von 4,4 Prozent, wie sie die Institute noch für 2008 veranschlagt haben

7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2009 -5,8%
  (Median)

 

* Alle Angaben in %

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Schattenräte zur Abwrackprämie – Mai-Umfrage

18. Mai 2009 Kommentare aus

An lautstarker Aufregung um die Abwrackprämie mangelt es im Land ja nicht. Seit Wochen poltern Ordnungshüter und andere. Weit differenzierter und nüchterner fällt das aus, was Konjunkturexperten zur Prämie sagen – und das sind immerhin die, die das Wirken der Maßnahme ganz sachte in ihre Konjunkturdiagnosen und -prognosen einbauen und sich dafür auch verantworten müssen. Hier kommt, was die Konjunkturschattenräte des WirtschaftsWunders in der Mai-Umfrage zum Thema geäußert haben.

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März-Umfrage im Schattenrat – alle Ergebnisse

23. März 2009 Kommentare aus

Hier sind alle Ergebnisse der Umfrage im Konjunkturschattenrat des WirtschaftsWunders vom 18. bis 20. März. Geantwortet haben 16 der 18 Konjunkturchefs, Chefökonomen und Mitglieder im Sachverständigenrat.

1. Die Aussichten auf eine globale konjunkturelle Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte haben sich in den vergangenen vier Wochen … Antworten in %
a) spürbar verbessert 0,0
b) etwas verbessert 31,2
c) nicht verändert 18,8
d)eher verschlechtert 31,2
e)stark verschlechtert 18,8

 

Teilnehmer der Februar-Umfrage: Uwe Angenendt (BHF-Chefökonom), Kai Carstensen (Ifo-Konjunkturchef), Roland Döhrn (RWI-Konjunkturchef), Holger Fahrinkrug (WestLB-Chefökonom), Gustav Horn (Direktor IMK), Carsten Klude (MM Warburg), Jörg Krämer (Commerzbank-Chefökonom), Udo Ludwig (IWH-Konjunkturchef), David Milleker (Chefökonom Union Investment), Jürgen Müller (Chefökonom Daimler), Gernot Nerb (Ifo), Andreas Rees (Deutschland-Chefökonom Unicredit), Bert Rürup (Sachverständigenrat), Joachim Scheide (IfW-Konjunkturchef), Holger Schmieding (Europa-Chefökonom der Bank of America), Dirk Schumacher (Goldman Sachs).

2. Zu welcher Aussage würden Sie eher tendieren: Für eine globale wirtschaftliche Besserung muss sich … Antworten in %
a) zuerst die Lage an den Finanzmärkten stabilisieren (dann erst kann sich die Realwirtschaft stabilisieren) 60,0
b) zuerst die realwirtschaftliche Entwicklung stabilisieren (dann erst kann die Finanzkrise zu Ende gehen) 13,3
c) weder noch 26,7

 

3. Ihre Einschätzung: Die Finanzmarktreformen, die auf dem Gipfel in London absehbar beschlossen werden, … Antworten in %
a) können die Aussichten auf ein Ende der Rezession weltweit spürbar verbessern 6,2
b) können die Aussichten auf ein Ende der Rezession etwas verbessern 31,3
c) werden die Aussichten auf ein Ende der Rezession gar nicht (oder negativ) beeinflussen 62,5

 

4. Die deutsche Wirtschaft ist von der Rezession stärker getroffen als andere Länder. Wird sie dafür schneller als andere aus der Krise kommen, wie es die Kanzlerin sagt? Antworten in %
a) ja 18,7
b) nein 43,8
c) das ist derzeit kaum einzuschätzen 37,5

 

5. Wie stark soll die EZB ihren Leitzins noch senken? Antworten in %
a) auf höchstens 1,5 Prozent; er sollte also nicht weiter sinken 0,0
b) auf höchstens ein Prozent 37,5
c) im Notfall auch unter ein Prozent 62,5

 

6. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass die weltweit stark gelockerte Geld- und Finanzpolitik zu neuen Blasen auf den Finanzmärkten führt?Antworten in %
a) sehr hoch 46,7
b) eher niedrig 46,7
c) sehr niedrig 6,6

 

7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2008 -4,1
2009 0,5 (Median)

Teilnehmer: 16; Quelle: FTD/WirtschaftsWunder

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März-Umfrage im Konjunkturschattenrat

23. März 2009 Kommentare aus

Die Hälfte der Topexperten im Schattenrat des WirtschaftsWunders sagen, dass sich die Aussichten auf eine globale wirtschaftliche Erholung in den vergangenen vier Wochen etwas oder sogar stark verschlechtert haben. Nur ein Drittel sieht etwas mehr Grund zur Hoffnung.

Skeptisch geben sich die Chefökonomen und Konjunkturchefs von Banken und Instituten auch, wenn es um die Effekte des anstehenden Finanzmarktgipfels in London geht – zumindest um die konjunkturellen. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass die absehbaren Reformen nicht dazu beitragen werden, die globale Rezession zu verkürzen. Auch dass die deutsche Wirtschaft schneller aus der Krise kommt als andere, wie es die Kanzlerin nahe legt, bezweifeln die Experten. Das glauben nur 19 Prozent der Schattenräte.

Einen neuen Prognoserekord ergab die Umfrage von Mittwoch bis Freitag vergangener Woche auch: BHF-Chefökonom Uwe Angenendt rechnet für 2009 mittlerweile mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung um sage und schreibe 7 Prozent. Im Schnitt liegt die Vorhersage jetzt bei minus 4,3 Prozent.

Alle Details der März-Umfrage im Schattenrat finden Sie hier: März-Umfrage im Schattenrat

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