Fabian Fritzsche: Die nächste Krise ist da

Den wohl besten und umfangreichsten Überblick über die Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten Jahrhunderte (!) bietet sicherlich das Buch „This Time is Different: Eight Centuries of Financial Folly“ von Carmen Reinhart und Keneth Rogoff. Bei einem Blick nur auf die Krisen der letzten Jahrzehnte werden die meisten Leser vermutlich die Namen der Krisen kennen, aber zugleich feststellen, dass die Krisen überwiegend als Randthema aus den Nachrichten bekannt sind und nicht als selbst erlebte Erfahrung. Weiterlesen …

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Konjunktursignale der nächsten Tage

Diese Woche stehen die US-Geldpolitik und die Euroland-Einkaufsmanagerindizes im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2018-08-17 Wochenvorschau Weiterlesen …

Thomas Fricke: Brückeneinsturz in Genua – Kaputtgespart

Selten wurde so dramatisch an der Erneuerung öffentlicher Substanz gespart wie zuletzt im Euroraum – und dort nirgendwo so viel wie in Italien. Auch diese Tatsache gehört auf die Liste möglicher Gründe für die Genua-Tragödie.

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Thomas Fricke: Deutscher Sommer – Wie die Hitze den menschlichen Fortschritt bremst

Alle Welt redet über die Folgen der Hitze für Bauern oder Igel. Dabei haben chinesische Forscher herausgefunden, dass auch Menschen leiden, die sehr stark nachdenken müssen. Zeit für ein Nothilfepaket!

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Konjunktursignale der nächsten Tage

Diese Woche stehen das deutsche BIP und der ZEW-Index im Vordergrund. Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2018-08-10 Wochenvorschau Weiterlesen …

David Milleker: Frühzeitiges Ende der Bilanzrückführung durch die Fed?

Im Herbst 2017 startete die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Rückabwicklung ihres durch die quantitative Lockerungspolitik aufgebauten Wertpapierportfolios. Faktisch tut sie dies, indem fällig werdende Anleihen nicht neu angelegt werden. Bis dato ist sie damit auch langsamer vorangekommen als sie sich ursprünglich vorgenommen hatte. Jetzt steht die Frage im Raum, ob sie den Prozess nicht sogar vorzeitig beenden könnte. Bei der Frage nach dem Warum muss man ein wenig tiefer in die Historie und die Art, wie Zentralbanken den Geldmarkt steuern, einsteigen. Weiterlesen …

Kate Raworth: Die Donut-Ökonomie – Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört

6. August 2018 Kommentare aus

Kate Raworth stellt in ihrem Buch einen überzeugenden Gegenentwurf zur klassischen Wirtschaftstheorie vor. Das Konzept der „Donutökonomie“ weitet den Blick und erhöht die Chance, zu neuen Wirtschaftsformen zu gelangen, die die lebensspendenden Ressourcen der Erde schonen. Auf erfrischende Weise beantwortet Raworth die Frage, die sich Generationen von Wirtschaftsstudenten gestellt haben: Warum werden weiter Kurven und Modelle diskutiert, deren Annahmen nichts mit der Realität zu tun haben? Keine Zeit damit vertrödeln, lautet Raworths Antwort, und stattdessen nützliche Modelle entwickeln. Das Buch ist ein kraftvolles Plädoyer für eine Neuausrichtung der Wirtschaftswissenschaften. Den praktischen Weg der Umsetzung beschreitet Raworth allerdings nur in ersten, zaghaften Schritten. Viele Fragen bleiben offen. So erklärt Raworth zwar, nicht nur Einkommen müsse umverteilt werden, sondern auch die Quellen des Wohlstands. Aber was dies machtpolitisch bedeutet, darauf geht sie nicht ein. Ebenso wenig beantwortet sie die Frage, warum sich die veralteten Denkansätze so lange halten können. Ein weiterer, womöglich etwas kleinlicher Kritikpunkt betrifft das titelgebende Modell selbst: Das Bild des Teigkringels ist etwas schief, da Raworths Diagramm rein zweidimensional ist. Mit dem Gedankenbild eines – dreidimensionalen – Donuts lassen sich ihre Ausführungen des Modells nur mit viel gutem Willen übereinbringen. getAbstract empfiehlt das Buch dennoch allen, die Ökonomie neu denken und die Theorie in den Dienst von Zielen stellen möchten.

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Über die Autorin:
Kate Raworth ist Wirtschaftswissenschaftlerin und lehrt in Oxford und Cambridge.