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Archive for the ‘Gästeblock’ Category

Fabian Fritzsche: Außenhandel: Verlierer Deutschland

Mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat die internationale Diskussion um Leistungsbilanzsalden neuen Schwung erhalten. So sagte der Chef des Nationalen Handelsrats in den USA, Peter Navarro, Deutschland beute seine Handelspartner durch einen schwachen Euro und profitiere von einer extrem unterbewerteten ‚impliziten Deutschen Mark‘. Eine ähnliche Kritik wurde auch an dieser Stelle schon einige Male geäußert, aber auch wiederholt etwa vom IWF, der EU-Kommission oder der französischen Regierung.
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David Milleker: Zu „alternativen Fakten“ nun die „alternative Statistik“?

6. März 2017 Kommentare aus

Donald Trump ist schon während des Wahlkampfs mit einigen eher außergewöhnlichen  statistischen Aussagen etwa über die Höhe der US-Arbeitslosenquote, der Kriminalität oder  des Außenhandels aufgefallen. Dafür gibt es inzwischen den von seiner Beraterin  kreierten Ausdruck der „alternativen Fakten“.

Es kommt jetzt zwar nicht vollkommen überraschend, dass es seitens der Trump-Administration scheinbar Überlegungen gibt, statistische Verfahren grundlegend anzupassen, allen voran die Berechnung des US-Außenhandels.

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David Milleker: Der neue Protektionismus und der Blick auf die Vorleistungsketten

8. Februar 2017 Kommentare aus

Mit Präsident Trump in den USA scheint die Ära der zunehmenden Globalisierung zumindest unterbrochen, wenn nicht gar beendet. Jetzt geht es erstmals wieder darum, die Wirkung der Einführung dauerhafter Zollschranken ernsthaft zu analysieren. Die traditionelle Handelstheorie aus dem Lehrbuch ist hier freilich nur bedingt hilfreich. Denn faktisch reden wir beim internationalen Handel eigentlich nicht (mehr) darüber, dass ein Land besser Autos und ein anderes besser Computer herstellen kann. Vielmehr sind heute verschiedene Fertigungsstufen über viele verschiedene Länder verteilt. Hans-Werner Sinn hat hierfür einmal den Begriff der Basarökonomie eingeführt. Und eigentlich sind inzwischen die meisten Volkswirtschaften auf der Welt davon geprägt.

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Fabian Fritzsche: Das amerikanische Jahrhundert geht weiter

13. Januar 2017 Kommentare aus

Das 20. Jahrhundert wird auch als das „amerikanische Jahrhundert“ bezeichnet. Ab 1918, spätestens mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dominierte die USA sowohl die Weltpolitik als auch – und noch mehr – die Weltwirtschaft. Durch das Wirtschaftswunder nicht nur in Deutschland, sondern in fast ganz Westeuropa nahm die relative Bedeutung der USA ab und schon ab dem Vietnamkrieg gab es immer wieder Stimmen, die das Ende des amerikanischen Jahrhunderts kommen sahen oder sehen wollten.

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David Milleker: Trumponomics? Wirtschaftspolitische Vorstellungen im Realitätstest

10. Januar 2017 Kommentare aus

Es gehört zu den Gegebenheiten der medialen Berichterstattung, dass man neue Phänomene sofort mit einem griffigen Etikett versehen möchte. Das gilt auch für den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump, für den schon vor seinem offiziellen Amtsantritt der Begriff der Trumponomics geprägt wurde, ohne dass sich heute überhaupt klar sagen lässt, was darunter zu verstehen ist.

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Fabian Fritzsche: Trump ist kein Keynesianer

20. Dezember 2016 Kommentare aus

Obwohl Trump eher als Rechts- denn als Linkspopulist tituliert wird, bezeichnen sich durchaus viele seiner Fans selbst als eher links und auch seine Hauptwählerklientel entspricht traditionell eher der Wählerschaft linker Parteien. Nicht erst seit seinem Wahlsieg sind Herrscharen von Journalisten, Soziologen und Politologen damit beschäftigt, nach den Gründen für diese Zustimmung auf tatsächlich oder zumindest traditionell linker Seite zu suchen. Hauptansatzpunkt ist dabei offenbar die Überzeugung, es gäbe in der Anhängerschaft von Populisten wie Trump ein Gefühl des Abgehängtseins, einen Frust, nicht positiv an Veränderungen der letzten Jahre oder gar Jahrzehnte partizipiert zu haben.

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David Milleker: Renaissance der Fiskalpolitik?

6. Dezember 2016 1 Kommentar

Jüngst mehren sich die Anzeichen, dass die Fiskalpolitik (endlich) stärker in den Vordergrund rückt. Am deutlichsten durch die Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten. Aber auch durch die jüngsten Äußerungen der EU-Kommission, die sich im November für eine stärkere Wachstumsunterstützung aus dieser Richtung ausgesprochen hat („Towards a positive fiscal stance for the euro area“, 16. November 2016).

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