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Archive for the ‘Gästeblock’ Category

Fabian Fritzsche: Politik und Wachstum

Nahezu täglich streiten die Parteien in Deutschland und anderen Ländern über die beste Wirtschaftspolitik, ganze Hundertschaften von Kommentatoren in Zeitungen, Magazinen und Blogs diskutieren, wie die Wirtschaftspolitik sein sollte. Was die „richtige“ Wirtschaftspolitik ausmacht umfasst zahlreiche Punkte, ein wesentliches Element ist aber immer das Wirtschaftswachstum. Vorschläge und Ideen von Partei A werden von Partei B kritisiert, weil diese das Wachstum bremsen, was dann mehr Arbeitslosigkeit und weniger Wohlstand bedeuten würde.
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David Milleker: Rückkehr der globalen Ungleichgewichte?

Sie waren das große Thema der frühen 2000er Jahre – die globalen Ungleichgewichte, festgemacht an sich ausweitenden Leistungsbilanzdefiziten in den USA, Großbritannien und der europäischen Peripherie einerseits sowie spiegelbildlichen Überschüssen in Deutschland, China und einer Vielzahl kleinerer asiatischer Volkswirtschaften. Bekanntlich entluden sich diese dann in verschiedenen Krisen wie der US-Immobilienkrise oder der Euro-Krise. Seither sind sie im volkswirtschaftlichen wie öffentlichen Diskurs in den Hintergrund getreten. Weiterlesen …

David Milleker: Arbeitsproduktivität: das fehlende Puzzlestück

5. Dezember 2017 Kommentare aus

Das Jahr 2017 bot eine sehr angenehme Abwechslung zur schwierigen Lage der Weltwirtschaft, wie sie seit dem Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren die Norm war. Synchrones Wachstum rund um den Globus, ein fast auf Vorkrisenniveau anziehender Welthandel und politische Risiken, die sich zum Glück weitgehend dann letztlich nicht einstellten – oder kurz: die Rückkehr von ein wenig Vorkrisennormalität. Es wäre schön, wenn es unverändert so weiterginge. Und zumindest für das kommende Jahr sieht es erfreulicherweise danach aus. Weiterlesen …

David Milleker: NAFTA-Neuverhandlung: US-Position auf Abwegen

6. November 2017 Kommentare aus

Bislang ist die protektionistische Note des US-Präsidenten hauptsächlich dadurch zum Tragen gekommen, dass er fertig verhandelte Abkommen wie die Transpazifische Partnerschaft (TPP) nicht unterzeichnet sowie die laufenden Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) mit der Europäischen Union abgebrochen hat. Anders sieht es beim Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) mit Kanada und Mexiko aus. Hier soll ein bestehendes Abkommen neu verhandelt werden. Die Gespräche mit den Vertragspartnern laufen seit Sommer. Weiterlesen …

Fabian Fritzsche: Jamaica

20. Oktober 2017 Kommentare aus

Die Wahl ist seit zwei Wochen vorbei und da die Sondierungsgespräche zwischen CDU und CSU noch laufen, ist bislang eigentlich nur klar, dass Angela Merkel weiter Kanzlerin bleiben wird. Allerdings spricht derzeit viel für eine Jamaika-Koalition, zumindest klangen die Stimmen von den Grünen direkt nach der Wahl alles andere als ablehnend und das Zieren der FDP dient wohl eher dazu, den eigenen Wählern zu zeigen, dass man kein Anhängsel der CDU ist und zugleich den Preis für die Koalitionsverhandlungen nach oben zu treiben. Anders als bei den „idealtypischen“ Konstellationen schwarz-gelb und rot-grün, wo zumindest die Erwartungen für die kommenden vier Jahre klar sind, ist bei Jamaica alles offen. Weiterlesen …

David Milleker: Zeit für Europäische Visionen

5. Oktober 2017 Kommentare aus

Nach dem Ende der Euro-Krise 2013 war es lange Zeit erst einmal ruhig, was das Thema Europa angeht. Vermutlich bedingt durch Erschöpfung und Angst vor einem weiteren Erstarken populistischer Parteien. Seit die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ohne ganz große Unfälle vorüber sind, hat sich dies geändert. Zunächst mit Jean-Claude Junckers Rede zur Lage in Europa Mitte September, sodann mit Emmanuel Macrons Rede zur europäischen Integration Ende September. Auch in den deutschen Wahlprogrammen gab es fast schon überraschend Andeutungen für eine weitere Integration innerhalb des Euro-Raums mit dem Stichwort, den ESM zu einem europäischen Währungsfonds auszubauen.
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Fabian Fritzsche: Die Zinswende naht – zu früh

23. September 2017 Kommentare aus

Als die EZB unter Führung von Mario Draghi den Leitzins auch bei der Sitzung am 7. September bei 0% beließ, war die Aufregung in Deutschland einmal mehr groß. Das übliche Lamento von der Enteignung der Sparer und dem Anheizen der (deutschen) Immobilienblase setzte ein.  In dieser Kolumne wurden die niedrigen Leitzinsen über Jahre verteidigt und die Argumente der Befürworter steigender Zinsen zurückgewiesen. Da die Inflation nicht wie von einigen der EZB-Kritiker prognostiziert auf 5% und mehr gestiegen ist und es zumindest in der Eurozone insgesamt auch keine Immobilienblase gibt – gemäß Bundesbank besteht selbst in Deutschland lediglich die Gefahr, dass eine Immobilienblase entstehen könnte – muss wohl Stand heute konstatiert werden, dass die Kritiker bislang falsch lagen.
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