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Archive for the ‘Gästeblock’ Category

David Milleker: NAFTA-Neuverhandlung: US-Position auf Abwegen

Bislang ist die protektionistische Note des US-Präsidenten hauptsächlich dadurch zum Tragen gekommen, dass er fertig verhandelte Abkommen wie die Transpazifische Partnerschaft (TPP) nicht unterzeichnet sowie die laufenden Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) mit der Europäischen Union abgebrochen hat. Anders sieht es beim Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) mit Kanada und Mexiko aus. Hier soll ein bestehendes Abkommen neu verhandelt werden. Die Gespräche mit den Vertragspartnern laufen seit Sommer. Weiterlesen …

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Fabian Fritzsche: Jamaica

20. Oktober 2017 Kommentare aus

Die Wahl ist seit zwei Wochen vorbei und da die Sondierungsgespräche zwischen CDU und CSU noch laufen, ist bislang eigentlich nur klar, dass Angela Merkel weiter Kanzlerin bleiben wird. Allerdings spricht derzeit viel für eine Jamaika-Koalition, zumindest klangen die Stimmen von den Grünen direkt nach der Wahl alles andere als ablehnend und das Zieren der FDP dient wohl eher dazu, den eigenen Wählern zu zeigen, dass man kein Anhängsel der CDU ist und zugleich den Preis für die Koalitionsverhandlungen nach oben zu treiben. Anders als bei den „idealtypischen“ Konstellationen schwarz-gelb und rot-grün, wo zumindest die Erwartungen für die kommenden vier Jahre klar sind, ist bei Jamaica alles offen. Weiterlesen …

David Milleker: Zeit für Europäische Visionen

5. Oktober 2017 Kommentare aus

Nach dem Ende der Euro-Krise 2013 war es lange Zeit erst einmal ruhig, was das Thema Europa angeht. Vermutlich bedingt durch Erschöpfung und Angst vor einem weiteren Erstarken populistischer Parteien. Seit die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ohne ganz große Unfälle vorüber sind, hat sich dies geändert. Zunächst mit Jean-Claude Junckers Rede zur Lage in Europa Mitte September, sodann mit Emmanuel Macrons Rede zur europäischen Integration Ende September. Auch in den deutschen Wahlprogrammen gab es fast schon überraschend Andeutungen für eine weitere Integration innerhalb des Euro-Raums mit dem Stichwort, den ESM zu einem europäischen Währungsfonds auszubauen.
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Fabian Fritzsche: Die Zinswende naht – zu früh

23. September 2017 Kommentare aus

Als die EZB unter Führung von Mario Draghi den Leitzins auch bei der Sitzung am 7. September bei 0% beließ, war die Aufregung in Deutschland einmal mehr groß. Das übliche Lamento von der Enteignung der Sparer und dem Anheizen der (deutschen) Immobilienblase setzte ein.  In dieser Kolumne wurden die niedrigen Leitzinsen über Jahre verteidigt und die Argumente der Befürworter steigender Zinsen zurückgewiesen. Da die Inflation nicht wie von einigen der EZB-Kritiker prognostiziert auf 5% und mehr gestiegen ist und es zumindest in der Eurozone insgesamt auch keine Immobilienblase gibt – gemäß Bundesbank besteht selbst in Deutschland lediglich die Gefahr, dass eine Immobilienblase entstehen könnte – muss wohl Stand heute konstatiert werden, dass die Kritiker bislang falsch lagen.
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David Milleker: Irrungen und Wirrungen in Washington

4. September 2017 Kommentare aus

Ende September stehen in den USA zwei wichtige Entscheidungen an. Erstens endet dann das US-Haushaltsjahr, so dass ein neuer Haushalt verabschiedet werden muss. Zweitens ist seit März 2017 die sogenannte Schuldenobergrenze bindend. Der Staat muss also mit seinen laufenden Einnahmen auskommen. Eigentlich sollte beides bei einer Alleinregierung der Republikaner kein großes Problem darstellen. Das wird nun allerdings durch das Beharren des Präsidenten auf der Bereitstellung von Finanzmitteln für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko verkompliziert. Er erwägt sogar, dafür eine neuerliche Schließung der Bundesbehörden (Government Shutdown) in Kauf zu nehmen.
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Fabian Fritzsche: Trump, Nordkorea und das Schweigen der Finanzmärkte

12. August 2017 Kommentare aus

Seit der US-Präsidentschaftswahl Anfang November werden die Schlagzeilen nahezu weltweit beherrscht von Donald Trump. Tag für Tag gibt es neue Gerüchte, Eskapaden, Peinlichkeiten. Die geplante Abschaffung von Obamacare ist spektakulär gescheitert, von einer Steuerreform ist kaum noch die Rede, außer Ankündigungen und Symbolpolitik scheint die neue Regierung bisher erstaunlich wenig umsetzen zu können. Gleichzeitig sind die Börsen unbeeindruckt weiter gestiegen. Kaum erwähnenswert, dass Trump den Anstieg seit November 2016 für sich reklamiert. Auch hier zeigt ein Blick auf die Fakten, dass die Börsen von November 2016 bis heute pro Jahr nicht stärker gestiegen sind als zwischen 2009 und 2015. Der Schluss liegt nahe, dass es den Börsen nahezu egal ist, wer Präsident ist.
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David Milleker: Beginnender (Konjunktur-)kater in Großbritannien

1. August 2017 Kommentare aus

Nach der Entscheidung der Briten im Juni 2016, die EU zu verlassen, wurde vielerorts zunächst ein unmittelbarer Konjunktureinbruch prognostiziert. Stichwort Unsicherheitsschock. Gute sechs Monate lang schien die britische Wirtschaft oberflächlich betrachtet „über Wasser laufen zu können“ – die Wachstumsraten blieben auf anhaltend hohem Niveau. Seit Jahresbeginn 2017 läuft es aber nicht mehr rund, Tendenz deutlich abnehmend. Weiterlesen …