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Archive for the ‘Gästeblock’ Category

Fabian Fritzsche: Aufstieg und (absehbares) Ende der BRICS

14. Juli 2017 Kommentare aus

Wer der Meinung ist, Worte allein können nicht viel bewegen, sollte sich die Geschichte der BRIC(S) ansehen. Ende 2001 führte Jim O’Neill, der Chefvolkswirt von Goldman-Sachs das Akronym BRIC für die drei Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien und China ein und verwendete diese Bezeichnung in einer Reihe von Veröffentlichungen. Die damalige Überlegung war, dass diese vier Staaten in praktisch allen von O‘Neill unterstellten Szenarien künftig ein größeres Gewicht an der Welt-Wirtschaftsleistung haben werden als bisher und vor allem mehr als manch G7-Staat.
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David Milleker: Was passiert später einmal mit dem EZB-Anleiheportfolio?

5. Juli 2017 Kommentare aus

Seit der Finanzkrise haben die Zentralbanken der Industrieländer in erheblichem Umfang Staatsanleihen aufgekauft und umgekehrt ihre Bilanzen aufgebläht. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bekräftigt derzeit ihre Absicht, bis zum Jahresende eine Trendwende einzuleiten und ihre Staatsanleihenbestände sukzessive wieder zurückzuführen. Nicht durch Verkäufe, sondern durch Nicht-Verlängerung fällig gewordener Anleihen. Während sie bereits einen konkreten Rückführungsfahrplan veröffentlicht hat, lässt die Fed noch offen, welches „Zielvolumen“ sie sich für ihre Bilanz künftig vorstellt.

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Fabian Fritzsche: Boom! Welcher Boom?

20. Juni 2017 Kommentare aus

Zumindest in den etablierten Medien und bei den meisten Volkswirten gibt es keine Zweifel, dass sich die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren recht positiv entwickelt hat. Seit Q2 2009 wächst das reale BIP nahezu ohne Unterbrechung, lediglich in drei der 32 Quartale seitdem gab es eine sinkende Wirtschaftsleistung. Ein solcher lang anhaltender Aufschwung scheint nun allerdings einigen Beobachtern geradezu Angst zu machen. Da ist nun in jüngster Zeit immer öfter von einem gefährlichen Boom, von Überhitzung und einem dadurch drohenden Crash die Rede.
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David Milleker: Kaum Lohn- und Preisdruck – warum eigentlich?

7. Juni 2017 Kommentare aus

Mit sinkender Arbeitslosigkeit sollten nach ökonomischer Standardtheorie Löhne und Preise zunehmend ansteigen. Dieses Phänomen wird nach seinem „Entdecker“ Alban Phillips auch Phillips-Kurve genannt. Doch seit der Finanzkrise bleiben solche Lohn- und Preiszuwächse hartnäckig aus.

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Fabian Fritzsche: Frankreich, der kranke Mann Europas?

Nachdem Griechenland offenbar nicht mehr als Schreckgespenst für den Zusammenbruch des Euros taugt, Portugal auch nicht so recht in den Fokus rücken will und die spanische Wirtschaft kräftig expandiert, verteilt sich die mediale Aufmerksamkeit auf Italien und Frankreich.
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David Milleker: Die Bilanz der US-Notenbank wird dauerhaft groß bleiben

4. Mai 2017 Kommentare aus

Die US-Notenbank (Fed) befindet sich derzeit definitiv auf dem Weg aus der Krisenpolitik, deren Auslöser die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 war. Im Zuge derselben wurden die Zinsen auf Null gesenkt und seit 2009 in mehreren Schritten das Bilanzvolumen durch Anleihekäufe massiv vergrößert. Aktuell hält die Fed 4,5 Billionen US-Dollar an Anleihen in ihren Büchern – verglichen mit 870 Mrd. zu Ausbruch der Finanzkrise.

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Fabian Fritzsche: Zinsanstieg! Welcher Zinsanstieg?

Spätestens als gegen Ende 2016 die Zinsen auf deutsche Staatsanleihen von negativen Werten relativ zügig auf satte 0,4% stiegen, waren sich die Kommentatoren einig: Die Zeit niedriger Zinsen sei nun vorbei. Selbst Ökonomen, die unverdächtig sind, überall Inflationsgefahren zu sehen und daher schon frühzeitig und in jeder Situation höhere Zinsen zu fordern, erwarteten für 2017 höhere Inflationsraten, eine Trendwende in der expansiven Geldpolitik der EZB sowie steigernde Langfristzinsen.
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