Archiv

Archive for the ‘Gästeblock’ Category

David Milleker: Frühzeitiges Ende der Bilanzrückführung durch die Fed?

Im Herbst 2017 startete die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Rückabwicklung ihres durch die quantitative Lockerungspolitik aufgebauten Wertpapierportfolios. Faktisch tut sie dies, indem fällig werdende Anleihen nicht neu angelegt werden. Bis dato ist sie damit auch langsamer vorangekommen als sie sich ursprünglich vorgenommen hatte. Jetzt steht die Frage im Raum, ob sie den Prozess nicht sogar vorzeitig beenden könnte. Bei der Frage nach dem Warum muss man ein wenig tiefer in die Historie und die Art, wie Zentralbanken den Geldmarkt steuern, einsteigen. Weiterlesen …

Fabian Fritzsche: Stumpfe Waffen im Handelskrieg

2. August 2018 Kommentare aus

Der Handelsweltkrieg nimmt wie erwartet Fahrt auf und beinahe täglich werden neue Zölle von den USA, China, der EU, Kanada und weiteren Parteien angekündigt. Politik und Medien in Europa und offenbar auch anderswo haben damit letztlich die Trump‘sche Rhetorik und auch Handlungsweise blind übernommen. Die Erhebung bzw. Erhöhung eines Zolles auf europäische Waren, die in die USA eingeführt werden, wird von Trump als – berechtigter – Angriff gesehen und da wir Europäer oder auch China dies wiederum als ungerechtfertigten Angriff sehen, wird mit der gleichen Waffe zurückgeschossen. Weiterlesen …

Schlagwörter:

David Milleker: Wir werden es wissen, wenn wir am Ziel sind

4. Juli 2018 Kommentare aus

Wie viele Professionen tendieren Ökonomen dazu, ihre eigene Wichtigkeit übermäßig zu betonen. Entsprechend war unter dieser Gruppe auch die Skepsis hoch, als mit Jerome Powell ein Politologe/Jurist Anfang 2018 an die Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) berufen wurde. Weiterlesen …

Fabian Fritzsche: Das (vorläufige) Ende der Globalisierung

In Deutschland wird oftmals noch von einem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und der EU gesprochen, tatsächlich befinden wir uns bereits mitten drin. Und – in der Kriegsrhetorik zu bleibend – es ist ein Welthandelskrieg, in dem vor allem die USA gegen die EU, China, Mexiko, Kanada, Russland und diverse weitere Staaten kämpfen, aber diese Staaten bilden auch keine gemeinsame Front. Die EU wirft China Protektionismus vor und hat – wenn auch aus politischen und nicht ökonomischen Gründen – Sanktionen gegen Russland verhängt und Russland seinerseits Sanktionen gegen den Westen.  Gleichzeitig kauft sich China in großem Stil weltweit in technologisch und/oder ökonomisch wichtigen Unternehmen ein, was zu immer lauteren Forderungen nach protektionistischen Maßnahmen führt. Weiterlesen …

Schlagwörter:

David Milleker: Euro-Krise 2.0?

Mit den Irrungen und Wirrungen rund um die Regierungsbildung in Italien ist das Gespenst der Euro-Krise zurück, das erstmals 2010 im Zusammenhang mit der griechischen Staatsschuldenkrise umging. Die Renditen für Staatsanleihen der Euro-Peripheriestaaten stiegen deutlich, die der Kernländer sowie der „sicheren Häfen“ außerhalb des Euro-Raums fielen. Hinter den ähnlichen Preisbewegungen während der ersten Euro-Krise standen damals breit angelegte Kapitalbewegungen aus den Peripherieländern oder kurz Kapitalflucht. Weiterlesen …

Fabian Fritzsche: Trumps ökonomische Erfolge

29. Mai 2018 Kommentare aus

Seit knapp eineinhalb Jahren ist Donald Trump nun im Amt und bei aller Kritik am Chaos in der US-Regierung und dem aggressiven, poltrigen Auftreten des US-Präsidenten scheint doch immer wieder Verwunderung durch, dass diese Art der Politik offenbar zumindest partiell Erfolge hat. So attestiert ihm nicht nur Horst Seehofer Tatkraft und Konsequenz. Auch in den Medien finden sich neben lobenden Worten für die niedrige US-Arbeitslosenquote immer wieder Kommentare, in denen hervorgehoben wird, dass China und auch Europa unter dem Druck nun offenbar zu Zugeständnissen in der Handelspolitik bereit sind.
Weiterlesen …

Schlagwörter:

David Milleker: Ungeliebte Vormachtrolle

Zu Jahresbeginn sah es so aus, als ob sich politisch wie wirtschaftlich ein günstiges Zeitfenster für eine institutionelle Reform des Euro-Raums öffnen würde. Der französische Präsident Emmanuel Macron unterbreitete den europäischen Partnern weitreichende Vorschläge für eine Erneuerung der Gemeinschaft. Auch in ihrem Koalitionsvertrag stellten die Unionsparteien und die SPD „Ein neuer Aufbruch für Europa“ an den Anfang des Papiers. Die finanzstärksten Mitglieder der europäischen Union erweckten den Eindruck in eine Richtung zu arbeiten. Weiterlesen …